So erreichen Sie als Frau finanzielle Unabhängigkeit: Der ultimative 7-Schritte-Plan
Finanzen & VorsorgenBlog11. März 2026
Nicht nur der Gender Pay Gap, also der Einkommensunterschied zwischen Männern und Frauen, trifft Frauen sehr stark und schränkt sie in ihrer finanziellen Freiheit oft ein.
Auch der eklatante Unterschied zwischen den Pensionen, der Pension Pay Gap, ist in Österreich enorm: Frauen in Österreich erhalten durchschnittlich 34,4 Prozent weniger Pension als Männer. Gerade deshalb ist es wichtig, frühzeitig an später zu denken und für die Pension vorzusorgen.
Es braucht ein positives „Money Mindset“, das es Frauen ermöglicht, ihre Finanzen so zu regeln, dass diese flexibel mit ihren Lebensphasen mitwachsen.
Investieren kann gelernt werden und viele Finanzinstitutionen und Bildungseinrichtungen bieten spezielle Kurse an, um der Altersarmut und dem Gender Pension Gap entgegenzuwirken.
Im folgenden Beitrag erklären wir Ihnen, was finanzielle Freiheit bedeutet und zeigen Ihnen, wie Sie in sieben einfachen Schritten Ihre finanzielle Zukunft nach Ihren Vorstellungen gestalten können, um in der Pension unabhängig leben zu können.
Was bedeutet finanzielle Freiheit für Frauen wirklich?
Die Lebenserwartung steigt und liegt bei Frauen in Österreich mittlerweile bei 83,6 Jahren und somit knapp fünf Jahre über der der Männer.
Frauen erhalten im Durchschnitt eine Alterspension von 1.563 Euro (Stand: 2024) und liegen somit rund 100 Euro unter dem Richtwert der Armutsgefährdungsschwelle von 1.661 Euro im Monat. 18 Prozent aller Frauen ab 65 Jahren in Österreich sind laut WKO armutsgefährdet.
Somit haben Frauen über längere Jahre weniger Einkommen zur Verfügung; gleichzeitig steigen die Kosten für Gesundheit und Pflege im Alter.
Umso wichtiger ist es, rechtzeitig vorzusorgen, um im Alter unabhängig zu sein und den gewohnten Lebensstandard aufrechterhalten zu können.
Altersvorsorge und eine finanzielle Planung über alle Lebensphasen hinweg spielen eine große Rolle, denn finanzielle Freiheit hat einen enormen Einfluss auf das eigene Leben. Sie bedeutet Selbstbestimmung, Sicherheit und Unabhängigkeit.
Schritt 1: Positives Money Mindset entwickeln
„Mein Mann kümmert sich um die Finanzen“ – diesen Satz hört man leider noch immer viel zu oft. Viele Frauen sprechen nicht gerne über Geld und haben Angst davor, ihre Finanzplanung selbst in die Hand zu nehmen.
Doch Sie müssen keine Fachexpertin sein, um Ihre eigenen Finanzen zu verstehen und Ihre finanzielle Zukunft aktiv zu gestalten.
Wichtig ist vor allem, mit der richtigen Einstellung an das Thema heranzugehen: klein anfangen, Fragen stellen, sich Unterstützung holen und keine Scheu haben, sich mit dem Thema Geld auseinanderzusetzen. Ein positives „Money Mindset“ ist besonders für Frauen wichtig: Es hilft Ihnen dabei, Ihre eigenen Möglichkeiten zu erkennen, Verantwortung zu übernehmen und Schritt für Schritt Sicherheit und finanzielle Unabhängigkeit aufzubauen.
Tipp: Drei Frauen in unterschiedlichsten Lebenslagen haben uns ihre ganz persönlichen Geschichten zum Thema Vorsorge erzählt. Jetzt ansehen!
Schritt 2: Verschaffen Sie sich Klarheit über Ihre Finanzen: Wo stehen Sie, wo möchten Sie hin?
Gratulation! Sie haben den ersten Schritt geschafft und stehen dem Thema Finanzen positiv gegenüber. Nun geht es darum, sich einen Überblick über Ihre aktuelle Situation zu verschaffen und sich zu überlegen, wo Sie in Zukunft stehen möchten.
- Wie hoch sind Ihre monatlichen Einnahmen?
- Wie hoch sind Ihre Ausgaben?
- Gibt es Rücklagen oder finanzielle Verpflichtungen?
- Läuft ein Kredit aus oder wird in den nächsten Jahren eine größere Zahlung fällig?
Denken Sie auch an die Zukunft: Was erwarten Sie von Ihrer Pension, wie möchten Sie leben? Dazu ist es wichtig zu wissen, wie viel Geld Sie später zur Verfügung haben werden.
Tipp: Über den Pensionskontorechner können Sie die Entwicklung Ihres Pensionskontos beobachten und die Höhe Ihrer späteren Pension berechnen.
Eine professionelle Finanzberatung für Frauen unterstützt Sie dabei, die eigene Situation realistisch einzuschätzen, individuelle Ziele zu definieren und einen Plan zu entwickeln, der sowohl zur Ihrer momentanen Lebensphase als auch zu Ihren langfristigen Wünschen passt.
Schritt 3: Für kurz- und langfristige Absicherung sorgen
Gibt es einen Puffer für Unvorhergesehenes, wie etwa einen kaputten Geschirrspüler oder eine größere Autoreparatur?
Sich einen Notgroschen anzusparen, hilft im Bedarfsfall, um unerwartete Kosten zu decken.
Rund drei bis sechs Monatsgehälter sollten als Rücklage für unerwartete Ausgaben vorhanden sein.
Auch eine langfristige Absicherung ist wichtig, damit Sie Ihr Leben nach Ihren Vorstellungen weiterleben können.
Mit einer Lebensversicherung sind Sie in der Pension nicht allein auf die staatliche Vorsorge angewiesen und bleiben unabhängig:
- Mit einer klassischen Lebensversicherung bauen Sie langfristig Kapital auf, mit garantierten Zinsen und geringem Risiko.
- Die fondsgebundene Lebensversicherung ist risikoreicher, bietet aber auch höhere Renditechancen.
Wenn sich gute Nachrichten und ein neues Money Mindset plötzlich richtig gut anfühlen.Schritt 4: Mit privater Altersvorsorge so früh wie möglich starten
Schieben Sie die Entscheidung, für Ihre Pension vorzusorgen, nicht auf die lange Bank.
Beginnen Sie am besten bereits in jungen Jahren, mit kleinen monatlichen Beiträgen in eine private Pensionsvorsorge zu investieren.
Zeit ist ein entscheidender Faktor in der Planung Ihrer finanziellen Zukunft: Je früher Sie starten, desto geringer ist der monatliche Aufwand, um Ihre finanziellen Ziele zu erreichen.
Durch den langfristigen Vermögensaufbau schützen Sie sich vor Abhängigkeiten und sind im Alter gut abgesichert.
Eine gute Vorsorge gibt Ihnen außerdem mehr Spielraum bei größeren Entscheidungen, etwa bei beruflichen Veränderungen oder in puncto Familienplanung.
Ihre Vorsorge-Optionen bei Zurich
Ob klassische oder fondsgebundene Lebensversicherung, mehr Sicherheit oder Risiko: Wir bei Zurich haben das richtige Angebot für alle Frauen, die finanziell unabhängig sein wollen.
- Zurich For Future Invest
Eine mit dem Österreichischen Umweltzeichen zertifizierte fondsgebundene Lebensversicherung für alle Frauen, denen es wichtig ist, durch nachhaltiges Veranlagen positive Auswirkungen auf Menschen und den Planeten zu erzielen. - Zurich Vario Invest
Eine fondsgebundene Lebensversicherung für alle Frauen, die auf ein breites Fondsuniversum zurückgreifen und ihr Vermögen durch Investieren auf Basis ihrer persönlichen Anlagestrategie langfristig aufbauen möchten. - Zurich Flexibel & Sicher
Eine klassische Lebensversicherung für alle Frauen, die vor allem auf langfristige Sicherheit und auf eine sehr einfache Anlagestrategie ohne Kursschwankungen setzen möchten.
Schritt 5: Mehr Sicherheit durch ETFs und Investmentfonds
ETFs sind aktuell in aller Munde. Doch was verbirgt sich dahinter und wie unterscheiden sie sich von Investmentfonds?
- Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Indexfonds, der die Wertentwicklung eines Index abbildet. ETFs ermöglichen kostengünstige Investitionen in viele Unternehmen oder Anlageklassen gleichzeitig, bieten Risikostreuung und Transparenz. ETFs werden über die Börse gehandelt und lassen sich leicht wieder verkaufen. Da ETFs Indizes nachbilden (wie beispielsweise den ATX, DAX, EURO STOXX 50, MSCI World), kann ihre Wertentwicklung analog zur Entwicklung des Leitindexes nachverfolgt werden. Die Verwaltungsgebühr ist bei ETFs geringer als bei Fonds.
- Investmentfonds sammeln Geld vieler Anlegerinnen und Anleger und investieren es in Aktien, Anleihen, Zertifikate, Immobilien oder andere Anlagen. So können auch Privatpersonen breit gestreut investieren, ohne über viele Branchenkenntnisse oder Expertenwissen zu verfügen. Ziel von Fondsmanagern ist es, eine für Anlegerinnen und Anleger möglichst hohe Rendite zu generieren. Das Ausfallrisiko ist beim Fonds im Vergleich zum Einzelkauf deutlich geringer, weil darin mehrere Wertpapiere enthalten sind. Fondsmanager legen meist unterschiedliche Fonds auf, die sich an der Risikobereitschaft ihrer Anlegerinnen und Anleger orientieren.
Schritt 6: Steigern Sie Ihr Einkommen kontinuierlich
Der Gender Pay Gap, also die Einkommensdifferenz zwischen Männern und Frauen, betrug in Österreich 2023 laut Eurostat 18,3 Prozent.
Neben strukturellen Gründen ist auch die hohe Teilzeitquote in Österreich schuld an diesem Unterschied; darüber hinaus arbeiten Frauen vermehrt in schlechter bezahlten Branchen.
Ein weiterer Grund, wieso Frauen weniger verdienen als Männer, liegt auch daran, dass sie seltener ihr Gehalt verhandeln. Frauen sind zudem meist risikoscheuer und legen mehr Wert auf ein gutes Auskommen mit den Kolleginnen und Kollegen, wohingegen Männer wettbewerbsorientierter agieren und das Gehalt im Vordergrund steht.
Gerade deshalb ist es für Frauen umso wichtiger, ihren Wert zu kennen und für bessere Bezahlung zu kämpfen. Regelmäßige Gehaltsverhandlungen sollten dazugehören.
Darauf sollten Sie bei Gehaltsverhandlungen achten:
- Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor: Sammeln Sie Argumente für eine Gehaltsanpassung, wie etwa erreichte Ziele oder neue Qualifikationen und informieren Sie sich über branchenübliche Gehälter sowie Ihren Marktwert. Bereiten Sie sich auch auf Gegenargumente vor und legen Sie sich Strategien zurecht, um ein „Nein“ nicht zu akzeptieren.
- Setzen Sie sich vorab klare Ziele: Welches Gehalt streben Sie an, wo liegt Ihre persönliche Untergrenze? Welche Konsequenzen ziehen Sie daraus, wenn Sie Ihr Ziel nicht erreichen?
- Machen Sie Ihre Leistung sichtbar: Führen Sie rechtzeitig Aufzeichnungen über Ihre Aufgaben und Erfolge, damit Sie Ihre Leistungen im Gespräch konkret belegen können.
- Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt für Ihr Gespräch und üben Sie es: Suchen Sie einen passenden Zeitpunkt, etwa nach einem Projektabschluss, und vereinbaren Sie einen verbindlichen Termin mit Ihrer Führungskraft. Achten Sie auf den richtigen Rahmen – ein professionelles Setting in einem Besprechungsraum, nicht zwischen Tür und Angel. Üben Sie im Vorfeld mit Freunden oder Familienmitgliedern Ihr Verhandlungsgespräch, um sicher aufzutreten.
- Seien Sie selbstbewusst: Achten Sie auf klare und konkrete Formulierungen, eine offene Körpersprache und ein professionelles Auftreten, das Ihnen Sicherheit gibt. Dazu zählt auch das richtige Outfit, in dem Sie sich wohlfühlen.
Neugierig, fokussiert und bereit, Neues zu entdecken.Schritt 7: Bilden Sie sich finanziell weiter
Eine solide Finanzbildung trägt wesentlich dazu bei, die eigenen finanziellen Ziele zu erreichen und fundierte Entscheidungen treffen zu können.
Wer Zusammenhänge rund um Sparen, Investieren und Vorsorge versteht, kann Chancen besser nutzen und Risiken realistischer einschätzen.
Nehmen Sie Ihre Finanzbildung selbst in die Hand und bilden Sie sich finanziell weiter.
Informieren Sie sich regelmäßig, nutzen Sie Beratungsangebote oder Weiterbildungen und bleiben Sie offen, Neues zu lernen. Schon kleine Schritte können helfen, mehr Sicherheit im Umgang mit Geld zu gewinnen.
Vertrauenswürdige Institutionen wie die Oesterreichische Nationalbank, das Bundesministerium für Finanzen, die Wiener Börse, aber auch das WIFI oder die VHS bieten eine Vielzahl an Kursen und Weiterbildungsangeboten zur Finanzbildung an – in Präsenz und online.
Wie man bereits als junge Frau für finanzielle Unabhängigkeit sorgen kann
Wer früh mit der Vorsorge startet, hat später mehr davon. „Starten statt Warten!“ lautet unsere Devise. Altersarmut und der Gender Pension Gap sind Probleme, die Frauen leider stark betreffen.
Wir helfen Ihnen dabei, Ihr maßgeschneidertes Vorsorgekonzept zu erarbeiten, damit Sie später keine Abstriche machen müssen.
Ein früher Start hilft Ihnen dabei, bereits mit kleineren monatlichen Beträgen in Ihre Zukunft zu investieren und so stetig und sicher Kapital für die Pension aufzubauen.
Dadurch sind Sie in der Pension nicht allein auf die staatliche Vorsorge angewiesen und können Ihren Ruhestand ganz individuell nach Ihren Vorstellungen gestalten. Jetzt ist der beste Moment dafür!
Sie möchten wissen, welche Art der finanziellen Absicherung für Sie sinnvoll ist? Kontaktieren Sie uns gerne für eine persönliche Beratung.
Ihre finanzielle Freiheit beginnt heute
Finanzielle Unabhängigkeit ist für Frauen kein unerreichbares Ziel mehr, sondern das Ergebnis bewusster Entscheidungen und konsequenter Planung.
Ein starkes Money Mindset, Klarheit über die eigene finanzielle Situation, kurz- und langfristige Absicherung, ein früher Start in die private Altersvorsorge, kluge Investments wie ETFs oder Fonds, aktiver Einkommensaufbau und kontinuierliche
Jetzt ist der beste Zeitpunkt, um damit zu starten.
FAQ: Häufig gestellte Fragen zur finanziellen Freiheit für Frauen
Finanzielle Unabhängigkeit bedeutet, über ausreichend finanzielle Mittel zu verfügen, um die Lebenshaltungskosten zu decken und das Leben weitestgehend nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können, ohne auf ein Arbeitseinkommen angewiesen zu sein.
Dieses Ziel wird meist durch langfristige Finanzplanung, diszipliniertes Sparen, kluges Investieren und ein ausgewogenes Verhältnis von Einnahmen und Ausgaben erreicht.
Das lässt sich nicht pauschal beantworten, denn es kommt sehr stark auf die individuelle Situation und die Erwartungen an.
Finanziell frei ist man prinzipiell dann, wenn man genug Geld aus passiven Einkommensquellen zur Verfügung hat, um das Leben nach den eigenen Vorstellungen gestalten zu können, ohne von einem Erwerbseinkommen abhängig zu sein.
Laut einer Studie von Mastercard, für die 12.000 Frauen und Männer aus zwölf europäischen Ländern befragt wurden, fühlen sich 75 Prozent der Frauen in Österreich finanziell unabhängig; was im Umkehrschluss bedeutet, dass jede vierte Frau sich finanziell abhängig fühlt.
Eine genaue Anleitung zu finanzieller Freiheit in zehn Jahren gibt es nicht, da Ausgangssituation, Einkommen und Ziele jeder Person unterschiedlich sind.
Dennoch können eine durchdachte Anlagestrategie, ein bewusster Umgang mit Geld und ein sparsamer Lebensstil entscheidend dazu beitragen, diesem Ziel näherzukommen.


