Pensionslücke in Österreich: Wie Sie Ihre Versorgungslücke erkennen und schließen

Finanzen & VorsorgenBlog13. März 2026

Bestimmt haben auch Sie sich schon häufiger darüber Gedanken gemacht, ob die staatliche Pension ausreicht, um Ihren gewohnten Lebensstandard im Alter aufrechterhalten zu können.

Denn die Realität zeigt in Österreich gerade für Frauen ein ernüchterndes Bild: Viele sind in der Pension von einer Versorgungslücke oder sogar von Altersarmut betroffen.

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie eine Pensionslücke entsteht, warum eine finanzielle Vorsorge für Frauen besonders wichtig ist, und wir geben Ihnen Tipps, wie Sie Ihre Pensionslücke erfolgreich schließen können.

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Was genau ist die Pensionslücke? Unsere Begriffserklärung

Die Pensionslücke beschreibt den Unterschied zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der staatlichen Pension.

Sieht man sich die Pensionen im Detail an, so fällt ein gravierender Unterschied immer wieder auf: Dem Unterschied der Pensionen zwischen Männern und Frauen, also dem sogenannten „Gender Pension Gap“.

In Österreich lag die durchschnittliche Alterspension von Frauen im Jahr 2024 bei 1.563 Euro brutto (14x pro Jahr), bei Männern lag sie mit 2.620 Euro deutlich darüber. 

Frauen erhalten im Schnitt also fast 40 Prozent weniger Pension als Männer – ein Ergebnis, das sich seit 2010 nur um 4,4 Prozentpunkte verbessert hat.

 

Warum entsteht eine Pensionslücke?

Die Pensionslücke zwischen Männern und Frauen in Österreich entsteht aus einer Kombination vieler Faktoren: von strukturellen Ungleichheiten, hohen Teilzeitquoten sowie der ungleichen Verteilung von unbezahlter Care-Arbeit zwischen Frauen und Männern.

  • Strukturelle Benachteiligungen am Arbeitsmarkt: Männerdominierte Berufe und Branchen (IT, Technik, Baugewerbe, …) sind meist besser bezahlt als typisch „weiblichen“ Berufe (Pflege, Einzelhandel, Dienstleistungsbranche). Schon beim Einstieg in den Beruf entstehen Unterschiede bei Lehrlingsentschädigungen und Anfangsgehältern.
  • Hohe Teilzeitquote: Fast jede zweite erwerbstätige Frau in Österreich arbeitet in Teilzeit; bei Müttern mit kleinen Kindern liegt der Anteil bei über 70 Prozent. Teilzeit ist häufig keine freiwillige Entscheidung, sondern eine Folge von fehlenden Kinderbetreuungsangeboten, einem Mangel an adäquaten Vollzeitstellen und der ungleichen Aufteilung von Karenzzeiten zwischen den Eltern.
  • Unbezahlte Care-Arbeit: Frauen übernehmen rund zwei Drittel der Kinderbetreuung und doppelt so viel Hausarbeit wie Männer, unabhängig von Einkommen oder Erwerbsausmaß. Fast drei Viertel der pflegenden Angehörigen sind Frauen.
  • Karriereeinschränkungen durch Abwesenheiten: Auszeiten für Kinderbetreuung oder Pflege schränken berufliche Entwicklungsmöglichkeiten ein und Frauen müssen häufig auf Aufstiegschancen verzichten.
  • Langfristige Auswirkungen: Die strukturellen Benachteiligungen, Teilzeit und Care-Arbeit summieren sich über die Jahre. Das Ergebnis: Ein Gender Pension Gap bzw. eine Pensionslücke zwischen Frauen und Männern von aktuell über 40 Prozent. 

 

Pensionslücke bei Frauen: Warum Vorsorge besonders wichtig ist

Die oben genannten Zahlen verdeutlichen, wie wichtig es besonders für Frauen ist, rechtzeitig für die Pension vorzusorgen. 

Laut WKO sind 18 Prozent aller Frauen ab 65 Jahren in Österreich armutsgefährdet. Denn die durchschnittliche Alterspension von Frauen liegt mit 1.563 Euro unter dem Richtwert der Armutsgefährdungsschwelle von 1.661 Euro im Monat (Stand: 2024).

50 Prozent der erwerbsfähigen Frauen in Österreich arbeiten in Teilzeit, kümmern sich zu 75 Prozent um die unbezahlte Pflegearbeit und verdienen im Durchschnitt um 18,3 Prozent weniger als Männer.

Sie zahlen somit auch weniger in ihr Pensionskonto ein und erhalten später weniger Pension.

Da außerdem seit der Pensionsreform 2015 der gesamte Erwerbsverlauf, nicht mehr die besten 15 Jahre, zur Berechnung der Pensionshöhe herangezogen wird, verschlechtert sich somit für Frauen die Bemessungsgrundlage für ihre spätere Pension.

Eine private Pensionsvorsorge schützt Sie vor Abhängigkeiten und sorgt dafür, dass Sie im Alter gut abgesichert sind. Ob klassisch oder fondsgebunden: Eine Lebensversicherung hilft Ihnen dabei, intelligent vorzusorgen, um in der Pension Ihr Leben in vollen Zügen genießen zu können. 

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Dame sitzt mit Handy vorm Laptop und rechnet ihre Pension aus.So zeigt sich die Realität: Die eigene Pension frühzeitig berechnen, um der Pensionslücke vorzubeugen.

Pensionslücke realistisch einschätzen: zwischen Panikmache und echter Vorsorge

Kaum ein Thema wird in Österreich so emotional diskutiert wie das der Pensionen. 

Zwischen Warnungen vor dem „Zusammenbruch des Systems“, Forderungen nach einer weiteren Anhebung des Pensionsantrittsalters und dem Vorwurf einer „Pensionslüge“ bewegen sich die öffentlichen Debatten oft zwischen Panikmache und Verharmlosung.

Tatsächlich waren im Bundesbudget 2025 rund 32,9 Milliarden Euro für Pensionen vorgesehen; das entspricht etwa einem Viertel des Gesamtbudgets. 

Es stimmt, dass das österreichische Pensionssystem unter Druck steht: Durch die steigende Lebenserwartung und eine sinkende Geburtenrate verschiebt sich das Verhältnis zwischen Erwerbstätigen und Pensionistinnen und Pensionisten.

Besonders Frauen sind häufiger von Pensionslücken betroffen: Teilzeitbeschäftigung, niedrigere Einkommen und längere Erwerbsunterbrechungen durch Kinderbetreuung oder Pflegearbeit führen zu deutlich geringeren Pensionen. 

Gerade deshalb ist es wichtig, die eigene finanzielle Situation gut einzuschätzen, um so eine individuelle Vorsorgestrategie zu entwickeln.

 

So berechnen Sie Ihre persönliche Pensionslücke

Sie möchten wissen, wie hoch Ihre persönliche Pensionslücke sein wird?

Über den Pensionskontorechner können Sie die Höhe Ihrer späteren Pension berechnen. 

  • Was Sie dafür benötigen:
  • Ihr Geburtsdatum,
  • Angaben zum Pensionskonto,
  • sowie Angaben zu Ihrem aktuellen Einkommen.

Der Pensionskontorechner zeigt Ihnen dann Ihre monatlich zu erwartenden Pensionsauszahlungen an. 

Ob eine Lücke besteht, sehen Sie, wenn Sie diesen Betrag mit Ihrem aktuellen Monatseinkommen vergleichen.

 

Pensionslücke erfolgreich schließen: hilfreiche Tipps

Da Frauen in erster Linie von der Pensionslücke und dem Gender Pension Gap betroffen sind, ist es für sie besonders wichtig, rechtzeitig vorzusorgen.

Ob freiwillige Höherversicherung, Pensionssplitting oder private Vorsorge: Es gibt viele Möglichkeiten, Ihre Pensionslücke erfolgreich zu schließen.

  • Status-Quo überprüfen
    Um zu wissen, ob Sie von der Pensionslücke betroffen sein werden, ist es sinnvoll, Ihr persönliches Pensionskonto regelmäßig zu kontrollieren. Berücksichtigen Sie auch Faktoren wie die zu erwartende Inflation. Stellen Sie Ihre voraussichtliche Bruttopension der erwarteten Lebenshaltung gegenüber.
  • Rechtzeitig vorsorgen und regelmäßig anpassen
    Mit einer Lebensversicherung sorgen Sie intelligent vor und bauen langfristig Kapital auf. Auch ETFs und Investmentfonds können Teil Ihrer Vermögensplanung sein. Denken Sie daran, dass sich Ihre Lebenssituation ändern kann, und berücksichtigen Sie das in Ihren Vorsorgeplänen. Es ist sinnvoll, alle drei bis fünf Jahre nachzujustieren.
  • Betriebliche Vorsorge nutzen
    Viele Unternehmen bieten für ihre Mitarbeitenden eine freiwillige betriebliche Altersvorsorge an, die steuerlich begünstigt ist. Informieren Sie sich, welche Möglichkeiten es in Ihrer Firma gibt.

 

Natürlich ist auch die Politik gefordert, für Lohntransparenz und gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit zu sorgen und ein flächendeckendes Angebot für Kinderbetreuung und Pflege anzubieten, um besonders Frauen tatsächlich zu entlasten.

Lesetipp: Erfahren Sie in unserem Beitrag, wie Sie als Frau finanzielle Freiheit erreichen können.

Zwei Kundenberater gehen am Gang und unterhalten sich lachend.Gute Gespräche, starke Vorsorge: Unsere Expertinnen unterstützen dabei, die eigene Pension im Blick zu behalten.

Zurich unterstützt Sie beim Schließen Ihrer Pensionslücke

Die Pensionslücke ist in Österreich Realität und besonders Frauen sind aufgrund von Teilzeit, unbezahlter Care-Arbeit und meist niedrigeren Einkommen vermehrt betroffen.

Um im Alter gut abgesichert zu sein, ist es entscheidend, die eigene Situation realistisch einzuschätzen und rechtzeitig vorzusorgen: Ob freiwillige Höherversicherung, Pensionssplitting, private Vorsorge oder betriebliche Altersvorsorge – es gibt viele Möglichkeiten, die Pensionslücke zu schließen

Überprüfen Sie Ihre gewählte Strategie regelmäßig und passen Sie sie an veränderte Lebensumstände an.

Starten Sie am besten gleich: Unsere Expertinnen und Experten beraten Sie gerne und helfen Ihnen dabei, eine Vorsorgestrategie zu entwickeln, die auf Ihre persönliche Situation zugeschnitten ist.

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Jetzt! 

FAQ: Häufig gestellte Fragen zum Schließen der Pensionslücke

Zum einen sind es strukturelle Benachteiligungen am Arbeitsmarkt: Frauen arbeiten meist in schlechter bezahlten Berufen und verdienen im Durchschnitt 18,3 Prozent weniger als Männer („Gender Pay Gap“).

Zum anderen führen auch hohe Teilzeitquoten und Unterbrechungen der Erwerbstätigkeit (bspw. für Kinderbetreuung oder der Pflege von Angehörigen) sowie die unbezahlte Care-Arbeit, die häufig von Frauen übernommen wird, dazu, dass besonders Frauen weniger Pension erhalten.

Die Pensionslücke, also der Unterschied zwischen dem letzten Nettoeinkommen und der staatlichen Pension, liegt in Österreich zwischen 20 und 30 Prozent.

Besonders groß ist der Unterschied zwischen Männern und Frauen: Frauen in Österreich erhalten im Durchschnitt rund 1.563 Euro brutto Pension pro Monat, Männer hingegen rund 2.620 Euro (Stand 2024).

Das entspricht einer Lücke von über 40 Prozent zwischen Frauen- und Männerpensionen. 

Das lässt sich nicht pauschal beantworten, da die Höhe von mehreren Faktoren wie Ihrem Einkommen, Ihrem individuellen Pensionskonto, Ihrer Lebensplanung und Ihrer gewünschten Absicherung abhängt.

Mit dem Pensionskontorechner können Sie Ihre erwartete Pension berechnen und die Lücke sichtbar machen.