Ab welchem Alter kann man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen?

Finanzen & VorsorgenBlog20. Februar 2026

Wenn Sie aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit Ihren Beruf voraussichtlich sechs Monate lang ununterbrochen zu mindestens 50 % nicht ausüben können, gelten Sie als berufsunfähig.

Die staatliche Berufsunfähigkeitspension zahlt einen Teil Ihres letzten Einkommens, darüber hinaus sichert Sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung ab und gleicht Ihr fehlendes monatliches Einkommen aus, wenn Sie nicht mehr arbeiten können.

Eine Berufsunfähigkeitsversicherung kann grundsätzlich bereits ab dem Schulalter (oft ab 10 Jahren) abgeschlossen werden, denn auch Schul- und Ausbildungszeiten gelten als „Beruf“.

Je früher Sie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, desto besser: Denn in jungen Jahren starten Sie mit vergünstigten Prämien.

Das ideale Eintrittsalter liegt zwischen 18 und 30 Jahren. Im folgenden Beitrag haben wir die wichtigsten Informationen zur Berufsunfähigkeitsversicherung für Sie zusammengefasst. 

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Sollte eine Berufsunfähigkeitsversicherung schon früh abgeschlossen werden?

Die Höhe der monatlichen Prämie für die Berufsunfähigkeitsversicherung richtet sich unter anderem nach dem Risiko, möglichen Vorerkrankungen, riskanten Freizeitaktivitäten sowie Ihrem Alter bei Versicherungsabschluss.

Somit ist es sinnvoll, eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits in jungen Jahren abzuschließen, da in dieser Zeit die Prämien meist noch günstiger sind.

Die Hauptgründe für einen frühen Abschluss sind:

  • Deutlich günstigere Prämien bei jungem Eintrittsalter: Bei einem frühen Abschluss profitieren Sie von geringeren Beiträgen, da die Einstufung in einer niedrigen Risikoklasse beginnt.
  • Bessere Gesundheit = einfachere Annahme: Als junger Mensch haben Sie meist noch keine oder nur wenige Vorerkrankungen. Das vereinfacht die Gesundheitsprüfung und die Aufnahme in die Versicherung.
  • Prämie bleibt konstant über die gesamte Laufzeit: Die zu Beginn der Vertragslaufzeit festgelegte Prämie bleibt in der Regel über die gesamte Vertragslaufzeit konstant, auch, wenn sich Ihr Gesundheitszustand später verschlechtern sollte.
  • Schutz greift sofort: Der Versicherungsschutz beginnt in der Regel unmittelbar nach Vertragsabschluss, es gibt keine Wartefrist. Somit sind Sie im Ernstfall von Beginn an finanziell abgesichert.
  • Absicherung für junge Familien: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung gleicht je nach der gewählten Berufsunfähigkeitsrente das fehlende monatliche Einkommen aus und sichert den Lebensstandard der Familie. Bei frühem Eintritt fallen die Beiträge niedriger aus. 

Tipp: Informieren Sie sich jetzt, welche Art der Einkommensabsicherung für Sie sinnvoll ist und kontaktieren Sie uns für eine persönliche Beratung.

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Bis zu welchem Alter ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließbar?

Der Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung kann auch im Alter von 50 Jahren noch sinnvoll sein, wenn das eigene Einkommen abgesichert werden soll und staatliche Leistungen im Ernstfall nicht ausreichen.

Da mit steigendem Alter die Wahrscheinlichkeit der Berufsunfähigkeit stark ansteigt, werden auch die Versicherungsprämien entsprechend an dieses Risiko angepasst.

 

Macht ein später Einstieg in die Berufsunfähigkeitsversicherung im Alter von 40 oder 50 Jahren noch Sinn?

  • Besser spät als nie: Die Devise gilt auch für die Berufsunfähigkeitsversicherung. Natürlich ist ein früherer Einstieg für Sie als Versicherungsnehmerin bzw. Versicherungsnehmer besser. Doch auch in späteren Jahren macht es Sinn, sich für den Ernstfall abzusichern.
  • Höheres Risiko = höhere Prämien: Mit steigendem Alter steigt auch das Risiko, berufsunfähig zu werden. Das spiegelt sich in der Höhe der monatlichen Prämie wider.
  • Kürzere Laufzeit reduziert Gesamtkosten: Bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung wird die Laufzeit in den meisten Fällen bis zum Pensionseintrittsalter berechnet. Bei einer kurzen Laufzeit reduzieren sich die Gesamtkosten, da die Beiträge wegen des geringeren Risikos aufgrund der kürzeren Versicherungsdauer niedriger ausfallen und Sie über einen kürzeren Zeitraum Beiträge eingezahlt haben.
  • Vorerkrankungen berücksichtigen: Sollten Sie bereits an Vorerkrankungen leiden, müssen diese bei Abschluss der Versicherung berücksichtigt werden und können je nach Art und Schwere der Erkrankung zu Risikozuschlägen, Leistungseinschränkungen oder zum Ausschluss bestimmter Erkrankungen vom Versicherungsschutz führen.
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Worauf muss man achten, wenn man eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließt?

Um sicherzustellen, dass der Schutz im Ernstfall Ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, sollten Sie vor Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung auf Folgendes achten:

  • Laufzeit: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung macht so lange Sinn, wie Sie vorhaben, zu arbeiten. In Österreich beträgt das Regelpensionsalter derzeit 65 Jahre; bis dahin sollten Sie jedenfalls die Laufzeit Ihrer Versicherung wählen.
  • Ehrlich währt am längsten: Um die Höhe der Prämie zu ermitteln, wird von der Versicherung eine Gesundheitsprüfung verlangt. Vorerkrankungen müssen wahrheitsgemäß angegeben werden. Eine Vorerkrankung, Rauchen, sowie ein ungesunder Lebensstil können zwar Ihre monatlichen Beiträge erhöhen, doch falsche Angaben können im schlimmsten Fall zur Ungültigkeit Ihres Versicherungsvertrags führen.
  • Verzicht auf „abstrakte Verweisung“: Achten Sie darauf, dass in Ihrem Versicherungsvertrag eine abstrakte Verweisung ausgeschlossen ist. Ist sie das nicht, könnte die Versicherung im Ernstfall die Leistung verweigern, wenn Sie theoretisch einen anderen Beruf ausüben könnten, der Ihrem bisherigen Lebensstandard entspricht.
  • Höhe der monatlichen Rente: Um im Ernstfall Ihre Fixkosten decken und Ihren Lebensstandard aufrechterhalten zu können, sollte die monatliche Rente 60% des aktuellen Bruttojahreseinkommens abdecken und an die Inflation angepasst sein.

Sie möchten wissen, welche Art der Einkommensabsicherung für Sie sinnvoll ist? Kontaktieren Sie uns gerne für eine persönliche Beratung.

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Ab wann gilt man in Österreich als berufsunfähig?

Als berufsunfähig gilt man in Österreich dann, wenn man seinen Beruf mindestens sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann.

Üblicherweise stellt eine ärztliche Sachverständige oder ein ärztlicher Sachverständiger die Berufsunfähigkeit fest. 

Ein Anspruch auf eine staatliche Berufsunfähigkeitspension besteht dann, wenn man in den letzten 15 Jahren mindestens 90 Versicherungsmonate vorweisen kann.

Ursachen für eine Berufsunfähigkeit sind zumeist Krankheiten (ca. 90 % der Fälle) wie psychische Erkrankungen, Krebs, Erkrankungen des Bewegungsapparates sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

In nur ca. zehn Prozent der Fälle sind Unfälle schuld an der Berufsunfähigkeit.

Besonders Frauen sind oft nur unzureichend abgesichert. Egal, ob Berufseinsteigerin, Mutter und selbstständig, oder bereits in Pension: Informieren Sie sich, welche Versicherung zu Ihrem Leben passt

 

Ab wann zahlt die Berufsunfähigkeitsversicherung?

Wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich für mindestens sechs Monate zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können, erhalten Sie vom Staat eine Berufsunfähigkeitspension ausbezahlt. Hier kann es allerdings zu Wartezeiten kommen.

Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt in der Regel, sobald eine ärztliche Sachverständige oder ein ärztlicher Sachverständiger Ihre Berufsunfähigkeit bestätigt hat. Sie erfolgt in monatlichen Auszahlungen.

Darüber hinaus erhalten Sie von einer privaten Versicherung auch dann eine Leistung, wenn Sie in der Lage wären, einen anderen Beruf auszuüben, der Ihren Fähigkeiten entspricht.

 

FAQ: Häufig gestellte Fragen zur Berufsunfähigkeitsversicherung

Je früher, desto besser. Theoretisch kann man eine Berufsunfähigkeitsversicherung bereits als Schülerin oder Schüler abschließen. 

Das ideale Eintrittsalter liegt zwischen 18 und 30 Jahren, um die Vorteile einer leichten Aufnahme sowie vergünstigter Prämien zu genießen.

Die monatliche Rente sollte rund 60% Ihres Bruttoeinkommens abdecken. 

Beträgt Ihr Einkommen beispielsweise 2.500 Euro netto und Sie erhalten vom Staat 1.200 Euro (die Höhe ist abhängig von dem Guthaben auf Ihrem Pensionskonto), dann fehlen Ihnen 1.300 Euro, die Ihre private Berufsunfähigkeitsversicherung zum Großteil abdecken sollte.

Wenn Sie Ihren zuletzt ausgeübten Beruf voraussichtlich für mindestens sechs Monate ununterbrochen zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben können und dies ärztlich bestätigt wurde, erhalten Sie Ihre Versicherungsleistung monatlich.

Wenn man aufgrund einer Krankheit oder unfallbedingt seinen Beruf mindestens sechs Monate lang zu mindestens 50 % nicht mehr ausüben kann, gilt man in Österreich als berufsunfähig.

Die Feststellung erfolgt durch eine ärztliche Sachverständige oder einen ärztlichen Sachverständigen.  

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