Nahaufnahme von Gräsern auf einer Naturfläche im Weinviertel bei tief stehender Sonne.

Wir engagieren uns.

Zurich ist in diversen Projekten (z.B. mit dem Naturschutzbund) aktiv und  berücksichtigt auch ESG-Faktoren (Environment, Social, Governance). Gerne finden Sie nachstehend nähere Informationen.

Versicherung ist im Kern eine gemeinsame Sache

Das Prinzip der Versicherung gibt es schon seit mehr als 3000 Jahren. Die Idee dahinter? Eine Gruppe von Menschen – sie bilden die Versichertengemeinschaft – kann Verluste tragen, die vom Einzelnen nicht zu verkraften sind.

Viele leisten einen kleinen Geldbetrag an einen Versicherer, um im Schadenfall einen finanziellen Ausgleich zu erhalten. So wird das Risiko des Einzelnen auf die Gemeinschaft verteilt und damit für alle tragbar. Damit im Schadenfall genug Geld zur Verfügung steht, ist es Aufgabe eines Versicherers, diese Versichertengemeinschaften gut zu verwalten

Versicherer müssen jederzeit über genügend Reserven für Auszahlungen an ihre Kundinnen und Kunden verfügen. Wir als Zurich sind verpflichtet, die Gelder unserer Kundinnen und Kunden sorgsam zu verwalten und umsichtig zu veranlagen. Dabei wollen wir Erträge aus der Veranlagung erwirtschaften und so Versicherungs-Prämien zu einem fairen Preis anbieten.

Als Zurich Gruppe haben wir ein klares Ziel: Wir orientieren uns an unseren ESG-Ratings und Nachhaltigkeitsbewertungen, zum Beispiel am Dow Jones Sustainability Index und an unserer PRI-Mitgliedschaft. Auch wir in Österreich tragen einen Teil dazu bei. Dafür engagieren wir uns auf vielfältige Weise.

Beispiele gewünscht?

  • Die Gründung des Zurich Forest: Dieses Programm der Zurich Gruppe unterstützt die gemeinnützige Organisation Instituto Terra in Brasilien. Auf 1.730 Hektar des Atlantischen Regenwaldes werden eine Million Baumsetzlinge gepflanzt, um die Biodiversität wiederherzustellen. Zurich lancierte zudem neue Dienstleistungen, um Kunden beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft zu unterstützen.
  • Zurich Österreich arbeitet seit 2026 mit dem Naturschutzbund zusammen. Im Rahmen dieser Initiative können Kund:innen bei einer Schadensablöse den Schutz eines Quadratmeters wertvoller Naturfläche im Weinviertel unterstützen und so einen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität leisten.

https://www.unpri.org/pri/what-are-the-principles-for-responsible-investment

Verantwortung in der Kapitalanlage

Bei der verantwortungsvollen Veranlagung geht es darum, wie wir unsere Kapitalanlagen verwalten. Der Ansatz hilft uns, weil er das Risiko finanzieller Verluste mindern kann. Und er schafft neue Möglichkeiten für finanzielle Erträge. Was als nachhaltige Investition gilt, hat die Europäische Kommission in der Taxonomieverordnung definiert. Die Verordnung vereinheitlicht, welche Aspekte als ökologisch nachhaltige Investition zu verstehen sind und soll künftig für die Aspekte Soziales und Unternehmensführung weiterentwickelt werden.

 

Unser verantwortungsvoller Investitionsansatz verfügt über die folgenden Instrumente:

  1. Investitionen ausschließen: Verzicht auf eine Investitionsmöglichkeit sowie Ausschluss spezifisch schädlicher Aktivitäten durch die Ausschlusspolitik von Zurich.  
  2. Nutzung der Erkenntnisse aus der ESG-Integration: Zurich überwacht z.B. vierteljährlich den ESG-Gesamtscore und die CO2- Emissionen seiner weltweiten Bestände. Wir haben uns zudem ein CO2-Reduktionsziel von 55% bis 2030 bei unseren Wertpapierportfolios (Aktien, Unternehmensanleihen) gegenüber dem Basisjahr 2019 gesetzt.  
  3. Active Ownership und Engagement: Darunter verstehen wir eine aktive Rolle als Investor unter Nutzung der Einflussmöglichkeiten, die unsere Investition mit sich bringt, z.B. als Aktionär eines Unternehmens. Diese aktive Mitwirkung gilt auch dann, wenn unsere Stimme durch Vertreter ausgeübt wird, z.B. durch externe Vermögensverwalter.  

Wir sind uns bewusst, dass jede Investitionstätigkeit auch nachteilige Auswirkungen haben kann, zum Beispiel, indem die bereitgestellten Finanzmittel wirtschaftliche Aktivitäten ermöglichen, die nachteilig auf Nachhaltigkeitsfaktoren wirken (der sogenannte „Inside-Out-Impact“).  Zurich zieht die wichtigsten nachteiligen Nachhaltigkeitsauswirkungen für neue und bestehende Investitionen in Betracht, um die eigene Investitionstätigkeit zu beurteilen.

Hierfür bedienen wir uns der Erkenntnisse aus der ESG-Integration, um diese Auswirkungen zu ermitteln und zu bewerten. Als wesentlichste nachteilige Nachhaltigkeitsauswirkungen sehen wir an:  

  • Auswirkungen aus der Nutzung verbotener und kontroverser Waffen  
  • Umweltbelastung durch Gewinnung, Verarbeitung und Transport von Kohle, Ölsanden und Ölschiefer  
  • Folgen des Klimawandels (Übergangsrisiken, physische Risiken und Prozessrisiken)  

Erklärung über Strategien zur Wahrung der Sorgfaltspflicht im Zusammenhang mit den wichtigsten nachteiligen Auswirkungen von Investitionsentscheidungen auf Nachhaltigkeitsfaktoren. Link zum PAI Statement.

Hier geht es zur Änderungsdokumentation.

 

Ihre persönliche Beratung

Für unsere Kundinnen und Kunden bieten wir Beratung zu Versicherungsprodukten an. Darunter fallen auch solche Versicherungsprodukte für jene Kundinnen und Kunden, die diese Produkte erwerben, um Vermögen aufzubauen. Daran ist eine große Verantwortung geknüpft. Wir legen daher Wert auf sorgfältige Beratung, bei der wir die Kundenbedürfnisse berücksichtigen.

Wir wollen unseren Kundinnen und Kunden Produkte anbieten, die für ihre Bedürfnisse am besten passen. Um das richtige Angebot zu finden, befassen sich unsere angestellten Beraterinnen und Berater intensiv mit den Kundenwünschen. Grundlage für die Beratung sind jene Produkte, die uns als Zurich zur Verfügung stehen.

Im Rahmen des Beratungsgesprächs erheben wir auch die Nachhaltigkeitspräferenzen der Kundinnen und Kunden. Diese werden auf Basis folgender Kategorien festgestellt:

  • ökologisch nachhaltige Investitionen gemäß Taxonomieverordnung
  • nachhaltige Investitionen gemäß Offenlegungsverordnung
  • nachteilige Auswirkungen auf bestimmte Nachhaltigkeitsfaktoren

Als Ergebnis der Versicherungsberatung erhalten Kundinnen und Kunden eine persönliche Empfehlung. Und wir erklären auch, warum das empfohlene Produkt am besten den Kundenwünschen entspricht. Für den Fall, dass wir kein passendes Versicherungsprodukt anbieten können, empfehlen wir auch keines.

Für unsere Kundinnen und Kunden, die unabhängige Beratung (z.B. bei Versicherungsmaklern oder Beraterinnen und Beratern in Versicherungsangelegenheiten) suchen, ist das anders geregelt. In diesem Fall sind diese unabhängigen Vermittlerinnen und Vermittler für die Versicherungsberatung verantwortlich. Und auch dafür, ob und wie sie Nachhaltigkeitsrisiken in die Beratung einbeziehen. Über unser Vorgehen informieren wir unsere Partner mittels Maklerportal (maklernetz.at).

So berücksichtigen wir die ESG-Faktoren in der Versicherungsberatung

Zurich Österreich bietet primär eigene Versicherungsprodukte an. Wir arbeiten auch mit ausgewählten Produktpartnern (z.B. Kapitalanlagegesellschaften in der fondsgebundenen Lebensversicherung) zusammen, in deren Finanzprodukte wir veranlagen. Unsere Produktpartner informieren uns darüber, welche Veranlagungsmöglichkeiten es unter Berücksichtigung von ESG-Faktoren gibt. 

Unser Wissen als Produkthersteller geben wir an unsere Beraterinnen und Berater weiter, sodass diese detaillierte Kenntnisse über die Eigenschaften unserer Produkte haben. Wir unterstützen die Beratungstätigkeit unserer Beraterinnen und Berater durch einen digitalen innovativen Beratungsassistenten sowie eine Auswahl an Fund-Baskets. Wir halten fest, dass der Ansatz des nachhaltigen Investierens noch einen weiten Weg vor sich hat, bis in Bezug auf ESG-Performance gesicherte Beurteilungen erfolgen können. Wir begleiten diese Entwicklung mit großer Aufmerksamkeit.

Als Versicherungsunternehmen sind wir Finanzmarktteilnehmer und institutioneller Investor. Als solche unterliegen wir strengen Offenlegungsverpflichtungen.

Wir stellen unseren Kundinnen und Kunden unsere eigene Expertise in der Versicherungsberatung zur Verfügung. Wenn wir Angebote unserer Produktpartner in unsere eigenen Versicherungsprodukte aufnehmen, begleiten wir dies mit enger Kontrolle. Unsere Beraterinnen und Berater schulen wir laufend. Davon profitieren unsere Kundinnen und Kunden.

Verantwortung in der Vergütung

Zurich bekennt sich zu einer Vergütungspolitik im Sinne einer soliden, vorsichtigen und vorausschauenden Unternehmensführung. Sie gilt für Zurich als Ganzes und sieht spezifische Vereinbarungen vor, die den Aufgaben und der Leistung der jeweiligen Bereiche Rechnung tragen. Vergütungsregelungen, die eine übermäßige Risikobereitschaft fördern, werden abgelehnt. Zurich verfolgt eine langfristige, gedeihliche Entwicklung des Unternehmens, in diesem Sinne geht die nachhaltige Ertragsorientierung der kurzfristigen Gewinnmaximierung vor. Zurich orientiert sich bei den Mitarbeitendenzielen unter anderem auch an diesen Grundsätzen.

 

Die Vergütungspolitik bezieht sich auf alle Mitarbeitende von Zurich Österreich sowie alle Mitglieder des Aufsichtsrats und Vorstands. Für Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie Mitarbeitende in Governance- und Schlüsselfunktionen gibt es zusätzlich spezielle Sonderregelungen. Es wird regelmäßig kritisch bewertet, ob die Vergütungspraxis diesen Vorgaben gerecht wird oder eine eventuell unangemessene Risikobereitschaft begünstigt. Unser Vergütungssystem sieht grundsätzlich erfolgsabhängige variable Vergütungen für Teile von Mitarbeitenden vor. Diese stehen jedoch in untergeordnetem Verhältnis zu festen Vergütungen. So wollen wir Fehlanreize ausschließen.

Als Investor tragen wir Verantwortung. Wir setzen daher unsere Responsible Investment Strategie konsequent um. Mehr Informationen zu Responsible Investment. https://www.zurich.com/investment-management/responsible-investment

(Offenlegung gemäß Art 3, 4 und 5 der Offenlegungsverordnung)