Zurich Versicherung Österreich
Jedes Jahr verletzen sich etwa 9.500 ÖsterreicherInnen in den heimischen Bergen. Die häufigste Unfallart sind Stürze durch Ausrutschen oder Stolpern. Falsches Schuhwerk und Selbstüberschätzung sind meistens die Gründe für Knochenbrüche in luftiger Höhe.

Kleine Checkliste für Wanderer

  • Prüfen Sie vor dem Wandern oder einer Bergtour, ob Sie körperlich fit genug dafür sind. Nach einer längeren Pause sollten Sie am besten mit kleineren Touren beginnen und die Intensität der Belastung sanft steigern.

  • Planen Sie Ihre Bergtour maximal zwei bis drei Tage im Voraus, dann aber genau. Wanderkarten und Auskünfte alpiner Vereine oder Ortskundiger, wie Bergführer und Hüttenwirte, helfen Ihnen dabei. Beachten Sie, dass nicht die Streckenlänge beim Wandern entscheidend ist, sondern die zu überwindende Höhendifferenz.

  • Wie ist die Wetter- bzw. Schneelage im betroffenen Tourengebiet? Schenken Sie der Wettervorhersage und den Lawinenberichten im Radio besondere Aufmerksamkeit. Überrascht Sie ein Gewitter, kehren Sie rechtzeitig um oder suchen Sie die nächste Hütte auf.

  • Starten Sie nur mit der passenden Wanderausrüstung und –bekleidung. Feste Wanderschuhe mit griffiger Sohle sowie Pullover und Regenschutz sind unerlässlich, da das Wetter rasch umschlagen kann. Notverpflegung ist ebenso wichtig wie eine Tourenapotheke. Bei hohen Temperaturen sollten Sie genug trinken und auf ausreichenden Sonnenschutz achten.

  • Passen Sie Ihre Tour der Tageslänge an. Lassen Sie sich nicht von der Nacht überraschen. Bei längeren Touren sollten Sie bereits zeitig am Morgen starten, damit Sie in der Mittagszeit, wo die Sonne am höchsten steht, bereits den größten Teil des Aufstiegs geschafft haben.

  • Informieren Sie eine/n Bekannte/n über die Wanderroute, das Ziel sowie den geplanten Zeitpunkt der Rückkehr. Nur so können Sie im Notfall rechtzeitig gesucht werden.

  • Speichern Sie sich die wichtigsten Notrufnummern in Ihr Handy ein (Euro Notruf 112, Alpin Notruf 140). Ein Kompass oder ein GPS-Navigationsgerät sind auch nicht fehl am Platz.

  • Wandern Sie nicht alleine und bedenken Sie, dass die Gruppe immer nur so stark ist wie das schwächste Glied. Bergführer oder geprüfte Wanderführer sind zuverlässige Begleiter. Sie kennen die Wanderrouten „wie ihre Westentasche“, können die Wetterlage genau einschätzen und sind zudem in Erster Hilfe und Bergrettung ausgebildet. Außerdem haben Bergführer oft Interessantes über Flora und Fauna der Region zu erzählen.

  • Gehen Sie nie zu schnell bis zum Äußersten Ihrer Kräfte. Nutzen Sie Wanderwege, die Ihrem Leistungsniveau entsprechen. Fangen Sie lieber gemütlich an und steigern Sie das Tempo langsam, damit Sie nicht frühzeitig erschöpft sind.

  • Verlassen Sie die markierten Wanderwege nicht. Wenn Sie die Markierung verloren haben, kehren Sie lieber um. Weil auch in leichtem Gelände ein Sturz möglich ist, ist beim Wandern größte Aufmerksamkeit notwendig.

  • Halten Sie die Bergwelt sauber und nehmen Sie Ihre Abfälle mit ins Tal.