Lagern Sie giftige Substanzen immer außer Reichweite von Kindern!

März 2018
Draußen ist es ungemütlich kalt, also toben Ihre Kinder im Haus herum. Ältere Kinder leben dabei ihre Kreativität aus und kommen oft auf "blöde" Gedanken. Kleinere Kinder erforschen ihre Umgebung und tappen dabei leider manchmal in eine Gefahrenfalle.

Im Alltag helfen drei einfache Maßnahmen, um Ihr Kind vor einer Vergiftung oder Verätzung zu schützen:

  1. Lagern Sie giftige Substanzen immer außer Reichweite von Kindern in gesicherten/versperrten Schränken!
  2. Nicht mehr benötigte Chemikalien und leere Batterien sollten Sie immer gleich entsorgen!
  3. Wenn Sie keine Alternative zu sehr giftigen Chemikalien finden, achten Sie beim Kauf auf Sicherheitsverschlüsse und Gefahrenzeichen!


Daten und Fakten zu Vergiftungen

Kinder haben einen großen Entdeckerdrang. Sie erkunden ihre Welt mit allen Sinnen. Die Kleinen sollten von Anfang an, ihrem Entwicklungsstand entsprechend, in alltägliche Tätigkeiten miteinbezogen und nicht bspw. aus der Küche „ausgesperrt“ werden. Beim Umgang mit giftigen Substanzen, wie Putzmitteln, Medikamenten, Kosmetika, Batterien, Alkohol, Nikotin, Lampenölen, Giftpflanzen & Co. ist allerdings Vorsicht geboten.

Rund 50% der im Spittal behandelten Vergiftungen und Verätzungen betreffen unter 5-Jährige, ein Viertel 5–9-Jährige und ein weiteres Viertel 10–14-Jährige.

Verätzungen und Vergiftungen passieren gehäuft in den ersten beiden Lebensjahren, wenn Kinder einen besonders großen Entdeckerdrang haben, viele Dinge auch mit dem Mund erkunden und noch kein Gefahrenbewusstsein haben.

Bei Verätzungen müssen Kinder etwa doppelt so häufig im Krankenhaus behandelt werden wie bei Vergiftungen. Verätzungen gehen im Gegensatz zu Vergiftungen immer mit schwerwiegenden Folgen einher. Von Verätzungen betroffen ist am häufigsten das Auge, gefolgt von der Speiseröhre.

Speichern Sie die Telefonnummer der Vergiftungsinformationszentrale in Ihrem Handy ab:
☎ 01/406 43 43

Wenn Ihr Kind etwas Gefährliches verschluckt haben könnte oder Sie nicht sicher sind, ob etwas, das Ihr Kind verschluckt hat, ungefährlich ist, hilft man Ihnen dort weiter! Werden sehr giftige Chemikalien, Batterien oder Pflanzen verschluckt, muss sofort ein Arzt oder ein Krankenhaus aufgesucht werden!



Weitere SicherheitsTIPPS, um Vergiftungen und Verätzungen zu vermeiden

  • Überlegen Sie schon beim Kauf, ob es anstatt der giftigen Chemikalie gesundheitlich unbedenklichere Alternativen gibt (z.B. Saugglocke statt chemischem Abflussreiniger).

  • Füllen Sie niemals Giftsubstanzen in Flaschen aus denen Kinder trinken könnten!

  • Entsorgen Sie leere Batterien in der Reststoffverwertung und achten Sie bei batteriebetriebenem Spielzeug darauf, dass das Batteriefach gesichert ist.

  • Verzichten Sie am besten auf die Verwendung von Duftlampen/Duftöl, solange Ihr Kind klein ist.

  • Arzneimittel, die im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen, in schwer zu öffnenden Dosen verstauen.

  • Bereitgestellte Tabletten oder Tropfen im Wasserglas immer sofort einnehmen.

  • Beim Entkalken von Wasserkochern oder Kaffeemaschinen darauf achten, dass keine entkalkerhaltige Flüssigkeit im Gerät vergessen oder von anderen Personen zum Zubereiten von Getränken verwendet wird. Nach Beendigung des Entkalkungsvorgangs das Gerät mit reichlich Wasser spülen.

  • Verwenden Sie selbstgeerntete Pflanzen nur, wenn Sie diese mit Sicherheit kennen! Vor allem bei Bärlauch (mit Maiglöckchen) und Pilzen kommt es immer wieder zu Verwechslungen.

  • Entfernen Sie besonders giftige Pflanzen wie Engelstrompete, Dieffenbachia oder den Blauen Eisenhut aus Ihrem Haus, Garten oder Balkon, solange Ihr Kind klein ist.

  • Möglichst ungiftige Pflanzenschutzmittel verwenden, z.B. Schmierseifenlösung oder Brennnesselsud.

  • Denken Sie auch an Gefahrenstellen im Keller oder in der Garage – dort findet sich oftmals viel Giftiges.


Familien erhalten bei Zurich einen umfassenden Unfallschutz und profitieren von vielen Vorteilen:

  • Vergiftungen sind bei Kindern bis 14 Jahren in der Unfallversicherung mitversichert.
  • Für ein Kind zahlen. Alle weiteren sind prämienfrei mitversichert.
  • Doppelte Versicherungssumme für Invalidität in den gesetzlichen Schulferien.
  • Übernahme der Begleitpersonkosten im Spital
  • 25% höhere Versicherungssumme für Invalidität, wenn Kinder - ohne gesetzliche Pflicht - einen Helm tragen.
  • Alle Vorteile für Kinder und Familien finden Sie auf unserer Unfallversicherungsseite.


Quelle: GROSSE schützen KLEINE www.grosse-schuetzen-kleine.at



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