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Während man sie früher meist nur bei Babyhang-Bezwingern oder Profis fand, gehören Helme nun schon fast zur Grundausstattung von Wintersportlern. Der Trend geht also eindeutig in Richtung Sicherheit. Und ein Skihelm trägt enorm dazu bei: rund 85 Prozent aller Schädel- und Gehirnverletzungen können durch ihn verhindert werden.

Worauf sollte ich beim Kauf achten?

  • Der Helm muss die Sicherheitsanforderungen der europäischen Norm EN 1077 erfüllen.
  • Der Kopfschutz muss sich mit der Jacke vertragen. Bleibt der Kopfband-Schnellverstellungsknopf ständig im Anorak hängen, wird damit Ihre Bewegungsfreiheit gefährlich eingeschränkt. Das Kinnband sollte gepolstert sein und sich auch mit tapsigen Handschuh-Händen einfach verstellen lassen
  • Sie bekommen schnell einen heißen Kopf? Dann sollten Sie auf die Belüftung achten. Verschiedenste Belüftungseinstellungen sind dabei aber oft überflüssig. Viel wichtiger ist, dass sich die Schieber auch hier simpel öffnen und schließen lassen. Noppenvlies hat sich hingegen als wenig praktikabel erwiesen.
  • Auch das Gewicht spielt eine Rolle. Jedes Gramm zu viel kann den Helm zu einem unbeliebten Begleiter machen.
  • Ob Sie Halbschale oder Vollschale bevorzugen, liegt in Ihrem eigenen Ermessen. Eindeutige Empfehlungen gibt es keine. Für Kinder eignen sich jedoch Vollschalenhelme besser, da sie einen größeren Schutz bieten.

Wann sollte der Helm getauscht werden?

  • Die Lebensdauer eines Skihelms liegt im Schnitt bei drei bis fünf Jahren. Dann sollte er getauscht werden.
  • Auch nach jedem Sturz, selbst wenn alles gut gegangen ist und der Helm keine Schäden zeigt. Denn Helme sind in der Regel so konstruiert, dass sie den ersten Stoß optimal abdämpfen, bei weiteren Stößen kann die Schutzwirkung aber nachlassen. Nur so ist es möglich, wirklich leichte und komfortable Helme zu konstruieren.

Was ist sonst noch zu beachten?

  • Eine Mütze hat unter dem Helm nichts verloren. Wenn Ihnen wirklich kalt ist, sollten Sie eine Sturmhaube bevorzugen.
  • Kopfband und Kinnriemen dienen nur zur Feinjustierung, nicht dazu, einen eigentlich zu großen Helm passend zu machen.
  • Verwenden Sie auf keinen Fall Fahrradhelme zum Skifahren oder Snowboarden. Diese sind nicht auf Kältefestigkeit geprüft, und es fehlt ihnen die Durchdringungsfestigkeit.
  • Für die An- und Abreise zur Piste gilt: Legen Sie den Helm nicht auf die Hutablage des Autos. Zu viel Sonneneinstrahlung oder zu große Hitze können auf Dauer die Schutzwirkung beeinträchtigen.
  • Der Preis ist nicht unbedingt ein Zeichen für Qualität. Tests haben ergeben, dass bereits vergleichsweise günstige Helme vom Diskonter ausgezeichneten Schutz bieten.
  • Auch wenn es noch so verlockend ist: Verzichten Sie auf Helme, die Musikhören während der Abfahrt ermöglichen. Die Ohrschützer sollten sogar möglichst schalldurchlässig sein, damit Sie das Pistengeschehen akustisch verfolgen können.

Skihelme für Kinder

  • Neben den Sicherheitsaspekten ist für Kids vor allem eines wichtig: die Optik. Denn nur ein Helm, der gefällt, wird getragen.
  • Was bei Erwachsenen schon wichtig ist, ist bei Kindern unverzichtbar: die optimale Passform. Während Sie einen Skianzug ruhig auch eine Nummer größer kaufen können, ist das beim Helm absolut tabu. Vor allem deshalb, weil der Schädel nicht so schnell wächst wie der Rest des Körpers. Deshalb lassen sich Helme auch nicht so einfach zwischen Geschwistern vererben. Die Kopfform ist nun einmal bei jedem Kind anders.