Zurich Versicherung Österreich
Auf den Fahrradwegen vor unserem Wiener Büro sind Touristen auf Segways schon ein gewohntes Bild. Ganz schön flott zischen sie von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten. Da stellt sich natürlich die Frage: Was darf man als Segway-FahrerIn überhaupt?

Rechtlich gesehen ist ein Segway ein Elektro-Fahrrad und kein Spielzeug, wie z.B. Skateboards oder Scooter.


Vorschriften für Segways

  • Wenn ein Radweg vorhanden ist, muss dieser benutzt werden. Gibt es keinen, darf man auf keinen Fall auf den Gehsteig ausweichen. Dabei würde man eine Strafe von bis zu 726 Euro riskieren! Es ist zwar fraglich, ob man mit dem Segway wirklich auf der Straße fahren möchte, doch es ist tatsächlich so: Ist kein Radweg da, muss man die Fahrbahn benutzen.
  • Beim Alkohol ist es nicht ganz so streng wie beim Autofahren. Die Promillegrenze liegt bei 0,8.
  • Ab einem Alter von 12 Jahren darf Ihr Kind ohne Begleitung auf dem Segway unterwegs sein.
  • Es gelten die gleichen Ausrüstungsvorschriften wie für Fahrräder.

Benötige ich eine eigene Haftpflichtversicherung?

Nein, es gibt keine Pflichtversicherung wie bei Auto oder Motorrad, Sie müssen den Segway auch nicht bei der Zulassungsstelle anmelden. Eine Privathaftpflichtversicherung ist jedoch äußerst empfehlenswert. Diese ist meist in der Haushaltsversicherung enthalten und kommt für Schäden auf, die Sie (ohne Absicht) verursachen bzw. wehrt auch unberechtigte Schadenersatzforderungen ab. Wenn Sie also mit dem Segway ein parkendes Auto rammen und beschädigen, müssen Sie sich an Ihre Haushaltsversicherung wenden.

Eine private Unfallversicherung sollten Sie übrigens ebenfalls haben, außer Sie verwenden den Segway nur für den Weg in die Arbeit und zurück nach Hause (ohne etwaige Zwischenstopps z.B. im Lebensmittelgeschäft). Dann würde nämlich auch die gesetzliche Unfallversicherung gelten.


Kurios: Segway-Chef mit dem Segway verunglückt

Im Jahr 2009 übernahm James Heselden die Firma Segway. Scheinbar kein reiner Bürohengst, machte der Multimillionär eines Sonntags nahe seinem Zuhause in Nordengland eine Spazierfahrt mit dem Segway. Es sollte seine letzte sein: Vor einer neun Meter hohen Klippe konnte er nicht mehr bremsen und stürzte in den Fluss.

Schuld war übrigens ein defekter Bremsschlauch (vermutlich ein Marderschaden).