Zurich Versicherung Österreich
Was gibt es Schöneres als einen Radausflug mit den lieben Kleinen? Es gibt die verschiedensten Möglichkeiten, Ihre Schützlinge zu transportieren, und damit auch die verschiedensten Sicherheitsvorschriften. Erfahren Sie mehr.
Mit Kindern fahrradfahren

Im Kindersitz

Auf einem Kindersitz dürfen Kinder mitgenommen werden, sobald sie sitzen können (das ist in den meisten Fällen im Alter von neun Monaten der Fall). Sie selbst als Chauffeur müssen mindestens 16 Jahre alt sein. Spätestens ab dem 8. Geburtstag muss Ihr Kind selber strampeln. Achtung: Seit 2001 sind nur mehr solche Sitze erlaubt, die hinter dem Sattel auf dem Gepäckträger montiert werden.

Folgende Sicherheitsmerkmale sollte der Sitz erfüllen:

  • Gurtsystem
  • Höhenverstellbarer Beinschutz
  • Fixierriemen für die Füße
  • Lehne, die das Abstützen des Kopfes erlaubt

Ein Fahrradsitz ist einfach zu handhaben, kostet weniger als zum Beispiel ein Kinderanhänger und ist gut für kurze Strecken geeignet. Die Verletzungsgefahr für Ihr Kind bei einem Unfall oder Sturz ist jedoch sehr groß, weshalb Sie Ihrem Nachwuchs auch auf dem Kindersitz immer einen Fahrradhelm aufsetzen sollten.


Im Kinderanhänger

Für einen stabilen Kinderanhänger müssen Sie mit einem Kaufpreis von mindestens EUR 380,- rechnen. Dafür ist ein Fahrrad mit Anhänger leichter zu beherrschen als ein Rad mit Kindersitz. Es können sogar zwei Kinder mitgenommen werden, die dank des Verdecks vor dem Wetter geschützt sind.

Ihr Fahrradanhänger muss so einige Sicherheitsvorschriften erfüllen:

  • Eine vom Fahrrad unabhängige Lichtanlage (rotes Rücklicht, vorne ein weißer und hinten ein roter Rückstrahler, gelbe Rückstrahler an den seitlichen Flächen; bei Anhängern, die breiter als 60cm sind, muss von jedem Rücklicht und -strahler ein Paar vorhanden sein)
  • Radblockiereinrichtung oder Feststellbremse
  • Rückhalteeinrichtung/Gurtsystem
  • Mindestens 1,5 Meter hohe, biegsame Fahnenstange mit leuchtfarbenem Wimpel
  • Abdeckung der Speichen und Radhäuser

Auch für das Fahrrad, das den Anhänger zieht, existieren Vorschriften:

  • Mind. eine Gangstufe mit einer Entfaltung von höchstens vier Meter pro Kurbelumdrehung (leichte Übersetzung)
  • Fahrradständer
  • Ein Berühren der Speichen durch beförderte Kinder oder ein Einklemmen von Gliedmaßen zwischen Hinterrad und Radabdeckung muss ausgeschlossen werden können
  • Rennfahrräder dürfen keine Kinderanhänger ziehen!

Trailerbikes oder Fahrrad im Schlepptau

Sie haben eine längere Radtour vor und wissen nicht, ob Ihr Kind das durchhält? Dafür sind Trailerbikes ideal. Das sind eigene Anhänge-Fahrräder, die an das vordere Fahrrad angekoppelt werden. Auf diese Art kann das Kind mittreten, solange es Lust dazu hat und Pause machen, sobald es müde ist. Auch ganz normale Kinderfahrräder können mit Abschleppstangen an das Rad von Mama oder Papa angehängt werden.


Kind auf dem eigenen Rad

Kinder unter zwölf Jahren müssen von Aufsichtspersonen (mind. 16 Jahre alt) begleitet werden. Eine Ausnahme gilt für Kinder ab zehn Jahren, wenn diese eine Fahrradprüfung abgelegt und ihren Fahrradausweis mithaben. Das Rad sollte der Größe Ihres Kindes entsprechen, sonst macht das Strampeln keinen großen Spaß.

Das Bike sollte keine scharfkantigen Teile aufweisen, an denen sich Ihr Kind verletzen könnte. Die Handbremsen sollten leichtgängig sein. Meiden Sie vielbefahrene Straßen und nehmen Sie einen Umweg am Radweg in Kauf. Beim Überqueren einer Straße wäre es am besten, vom Fahrrad abzusteigen und es zu schieben. Ist Ihr Kind mit einem Erwachsenen unterwegs, sollte es vorne fahren. Zwei Erwachsene dagegen sollten das Kind in die Mitte nehmen.

Würden Sie Ihr Kind vor 20% der Verletzungen bewahren, wenn Sie es könnten? Bei einem Fünftel der Radfahrunfälle handelt es sich nämlich um Kopfverletzungen. Mit dem passenden Helm sorgen Sie vor. Falls trotzdem etwas passiert, sichern Sie sich am besten jetzt schon mit einer Kinderunfallversicherung vor Folgekosten ab.