Was wurde aus dem Pokémon Go-Hype?

Jänner 2018
Die Insider erkennen sofort: Die Rede ist von Pokémon Go. Für alle, die das Spiel nur vom Hörensagen kennen, eine kurze Erklärung. Pokémon steht für „pocket monster“, also Taschenmonster. Das Ziel ist, möglichst viele Pokémon zu fangen, zu entwickeln, zu stärken und bei Arena-Kämpfen erfolgreich zu sein.

Wie funktioniert's?

Zum Spielen benötigt man neben einem Smartphone oder Tablet eine Internetverbindung und ein GPS-Signal, daher wird in der Regel im Freien gespielt. Straßen, Plätze, Sehenswürdigkeiten und Wahrzeichen sind in das Spiel integriert. Zu Beginn gestaltet man seine Spielfigur (Avatar), gibt ihr einen Spitznamen und entscheidet sich für eines von drei Teams (gelb, blau oder rot).

„augmented reality“ als Basis

Am Handy sieht man, wie man sich in Form seiner Spielfigur auf den Karten von Google Maps durch die reale Welt bewegt. In dieser tauchen nun virtuelle Pokémon auf, die man gezielt mit ebenso virtuellen Bällen bewirft, um sie zu fangen. Durch einen kleinen Schieberegler kann im Fangmodus auf „augmented reality“ umgeschaltet werden. Man sieht dann wie beim Fotografieren die Umgebung durch den Sucher der eingebauten Kamera – und mittendrin das Pokémon. Auf diese Weise können witzige Schnappschüsse entstehen.

Was wurde aus dem Hype vom legendären Sommer 2016?

Als Pokémon Go im Juli 2016 auf den Markt kam, wurde das Spiel in den ersten zwei Monaten weltweit von über einer halben Milliarde Menschen heruntergeladen. Viele Spielerinnen und Spieler der ersten Stunde sind mittlerweile ausgestiegen, doch das Spiel hat nach 1,5 Jahren noch immer eine treue Anhängerschar, die mit verschiedenen Aktionen bei der Stange gehalten wird. Schätzungen zufolge sind derzeit weltweit ca. 65 Millionen Menschen aktive Pokémon-Jäger.

Wer profitiert?

Beim Entwickler Niantic (gehört Nintendo, Google und The Pokémon Company) klingeln die Kassen, denn die App ist zwar gratis, doch im Shop kann man nicht nur im Spiel verdiente Pokémünzen einlösen, sondern auch reales Geld für Zusatzartikel und Vorteile im Spiel ausgeben. Weiters profitieren die Hersteller von Power Banks, denn das Spiel lässt die Akkus von Handys und Tablets in kurzer Zeit leer werden.

Was macht den Reiz des Spiels aus?

Anscheinend wird durch das Spiel unser Belohnungszentrum im Gehirn stimuliert. Manche behaupten, es werden Urinstinkte geweckt – wir werden zu modernen Jägern und Sammlern. Auch der Nostalgie-Effekt spielt eine Rolle. Das ursprüngliche Spiel für Spielkonsolen ist schon über 20 Jahre alt und spricht dadurch auch Erwachsene an, die damit groß wurden. Die neuen technischen Möglichkeiten, die die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt verschwimmen lassen, machen das Spiel ebenfalls interessant.

Vor- und Nachteile

Ein positiver Nebeneffekt ist, dass Spielerinnen und Spieler motiviert werden, sich im Freien zu bewegen. Um ein virtuelles Ei auszubrüten und so zu einem vielleicht seltenen Pokémon zu gelangen, muss man zwei, fünf oder gar zehn Kilometer gehen. Das Spiel fördert seit einem Update auch die soziale Interaktion, denn besonders starke Pokémon können nur von einer Gruppe besiegt werden, die sich meistens spontan formiert. Durch das gemeinsame Ziel werden Alter, Geschlecht, Bildungsgrad, soziale Schicht etc. nebensächlich.

Bitte Vorsicht!

Leider gab es auch schon einige Unfälle, die durch das Spielen von Pokémon Go verursacht wurden – eine besondere Gefahr geht von Autofahrern aus, die trotz aller Warnungen am Steuer spielen. Aber auch Fußgänger, die ins Spiel versunken auf ihr Handy starren und dabei die Umgebung ausblenden, können sich schwer verletzen.

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