Zurich Versicherung Österreich
Inlineskaten macht Spaß, ist relativ einfach zu erlernen, beansprucht Herz und Kreislauf gleichmäßig und ist sanft zu Gelenken, Sehnen und Bändern. Nachteile? Für viele ist das Bremsen eine Herausforderung und auch die hohe Sturzgefahr schreckt so manchen Anfänger ab.

Gehen Sie in die Vollen!

Wie bei jedem Sport ist Aufwärmen Pflicht und auch auf das Dehnen sollte zum Schluss nicht vergessen werden. Vor allem Anfänger sollten bei der Ausrüstung in die Vollen gehen: Helm, Ellbogen-, Arm- und Knieschoner. Knapp ein Drittel der Verletzungen geht auf das Konto von Hand, Unterarm und Ellbogen, rund ein Viertel auf Knie, Fuß und Unterschenkel. Besonders häufig kommt es beim Überqueren von Straßen zu Unfällen.


Die einfachsten Bremstechniken kurz erklärt

  • Die ideale Bremstechnik: der Fersenstopp. Hinter den Rollen eines Skates ist ein Stopper angebracht. Um effektiv zu bremsen beugen Sie Ihre Knie ein wenig, schieben das Bein mit dem Stopper nach vorne, verlagern das Gewicht auf das hintere Bein und drücken den Stopper auf den Boden.

  • Für Anfänger: der Wiesen-Stopp, nicht zu verwechseln mit einem Kurzbesuch auf dem Oktoberfest in München. Fahren Sie einfach auf die Wiese, verlagern Sie dabei das Gewicht auf die Fersen und führen Sie ein Bein nach vorne. Bei höherer Geschwindigkeit können Sie am Gras "auslaufen".

  • Schlecht für die Rollen: der T-Stopp. Setzen Sie einen Skate im 90°-Winkel zur Fahrtrichtung auf und schleifen Sie am Boden entlang. Ungeübte lösen dabei häufig einen Drehimpuls aus, was zum Sturz führen kann.

  • Nur bei geringer Geschwindigkeit zu empfehlen: das Umarmen von Bäumen, Straßenkennzeichen und ähnlichem.

Geld sparen beim Rollentausch

Die Rollen Ihrer Inlineskates werden meistens ungleichmäßig abgenutzt, so sind z.B. jene in der Mitte des Schuhs stärker abgefahren, die Innenseiten massiver beansprucht als die Außenseiten. Deswegen müssen Sie sich nicht gleich einen neuen Satz Rollen kaufen. Die Lebensdauer können Sie erhöhen, indem Sie die Position der Rollen öfter einmal wechseln. Beschriften Sie die Rollen vorher, damit der Tausch nicht in Chaos ausartet.


Wo ist Inlineskaten erlaubt?

Weder Fußgänger noch der Verkehr dürfen behindert werden und die Geschwindigkeit muss angemessen sein:

  • Gehsteig

  • Fußgängerzone

  • Geh- und Radweg (Sowohl die Fläche für die Fußgänger, als auch jene für Radfahrer darf befahren werden)

  • Radweg, Radfahrstreifen

  • Mehrzweckstreifen (Die Benützung ist jedoch meist durch aufgemalte Symbole verboten)

  • Wohn-, Spielstraße

  • Fußgängerübergang

  • Radfahrerübergang (max. 10km/h!)


Wo bzw. wann ist Inlineskaten verboten?

  • Fahrbahn ohne Radfahranlage (Fehlt der Gehsteig, so ist "Rollgehen" auf der Fahrbahn erlaubt, z.B. um zum nächsten Gehsteig zu kommen)

  • Fahren gegen die Einbahn (selbst wenn Radfahren gegen die Einbahn erlaubt ist)

  • Freiland-Radfahrstreifen

  • Öffentliche Verkehrsmittel


Kinder & Rollschuhe

Ab dem 12. Geburtstag dürfen Kinder alleine inlineskaten, davor nur dann, wenn sie von einer mindestens 16 Jahre alten Person beaufsichtigt werden. Kinder mit Fahrradausweis dürfen auch schon ab 10 Jahren alleine skaten.


Welche Versicherung ist zuständig, wenn ich beim Inlineskaten etwas beschädige?

Kommt es beim Inlineskaten zu einem Personen- oder Sachschaden, bietet Ihre private Haftpflichtversicherung Schutz vor Schadenersatz- und Schmerzensgeldforderungen. Die private Haftpflichtversicherung ist normalerweise in Ihrer Haushaltsversicherung inkludiert.


Schützt mich die gesetzliche Unfallversicherung bei Unfällen mit den Inlineskates?

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur bei Unfällen in der Arbeit oder auf dem Arbeitsweg (ohne Zwischenstopps). Sind Sie also in Ihrer Freizeit mit Rollschuhen unterwegs, schützt Sie nur eine private Unfallversicherung vor den finanziellen Folgen eines Unfalls.