Zurich Versicherung Österreich
Die Sonne lockt ins Freie – die Gartensaison hat zwar schon längst begonnen, wesentlich vorsichtiger werden die HobbygärtnerInnen jedoch auch im Juli und August nicht, wenn die Sonne vom Himmel brennt. Statt in Schutzkleidung wird dann gerne in Bikini, kurzer Hose und Badelatschen gearbeitet.

Nicht selten enden diese Ausflüge in die Welt der Botanik in der Notaufnahme. Jährlich verletzen sich in Österreich rund 14.000 Personen bei der Gartenarbeit so schwer, dass sie im Krankenhaus behandelt werden müssen.


Tipps zur Sicherheit im Garten


Schon geimpft?

Ohne den richtigen Impfschutz können selbst kleine Verletzungen im Garten sehr gefährlich werden. Frischen Sie also zunächst Ihren Tetanusschutz auf.


Die richtige Schutzkleidung

  • Handschuhe bieten Schutz vor Schnitt- und Stichverletzungen, Chemikalien und Krankheitserregern.
  • Feste Schuhe (mit griffigen Profilsohlen) gewähren einen festen Stand und schützen Ihre Füße beim Umgraben und Rasenmähen.
  • Eine Schutzbrille sollten Sie aufsetzen, wenn Sie Sägearbeiten durchführen oder Bäume bzw. Hecken stutzen. Sie bieten Schutz vor Staub, fliegenden Spänen oder zurückschlagende Ästen oder Zweigen.
  • Eine Kopfbedeckung verhindert einen Sonnenbrand oder Sonnenstich.
  • Tragen sie stets eng anliegende Kleidung, damit nichts in Maschinen und Geräte gezogen werden kann.

Schonen Sie Ihren Rücken

Um einem Bandscheibenvorfall vorzubeugen, sollten Sie eine Scheibtruhe benutzen, um schwere Säcke zu transportieren, und eine gebückte Arbeitshaltung vermeiden, indem Sie langstielige Geräte verwenden.


Hoch hinaus - die richtige Leiter

Bevor Sie sich in schwindelerregende Höhen begeben, sollten Sie stets prüfen, ob die Sprossen und Holme auch intakt sind. Achten Sie auf einen festen Stand (auf festem Untergrund wie Beton oder Steinplatten durch Gummifüße, auf weichem, erdigem Untergrund durch Stahlspitzen) und das richtige Schuhwerk. Steigen Sie nur auf Leitern, die mit einem Sicherheitszeichen (z.B. ÖNORM 131) gekennzeichnet wurden. Rutschhemmende Sprossen sind bei Kunststoff- und Metallleitern ein absolutes Muss. Holzleitern sollten keinen deckenden Anstrich haben, da ansonsten Holzschäden nicht zu erkennen sind. Ab einer Arbeitshöhe von zwei Metern sollten Sie sich grundsätzlich angurten!


Schutz - nicht nur für Ihre Pflanzen

Bevor Sie chemische Schädlingsbekämpfungsmittel einsetzen, sollten Sie sich erkundigen, ob es vielleicht ökologisch unbedenkliche Alternativen gibt. Wenn nicht, sollten Sie auf jeden Fall Schutzbrille und Atemmaske bei der Anwendung tragen. Bewahren Sie Gartenchemikalien stets sicher auf – füllen Sie sie nie in Getränkeflaschen um!


Mehr Power - mehr Gefahr

Verwenden Sie bei motorisierten Geräten nur Kabel und Kabeltrommeln, die auch für die Verwendung im Freien geeignet sind, und sichern Sie die Stromversorgung für den Außenbereich unbedingt über einen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter) ab. Achten Sie ständig darauf, dass das Stromkabel nicht in das Gerät gelangt und ziehen Sie sofort den Stecker aus der Steckdose, wenn es zu Störungen kommt.

Vorsicht beim Rasenmähen: Füllen sie Treibstoff nur vor der Inbetriebnahme bzw. nur in das ausgekühlte Gerät ein. Und lassen Sie den Kanister nicht in der prallen Sonne stehen, da Ihnen der Treibstoff durch den Überdruck beim Öffnen ins Gesicht spritzen kann. Heben Sie außerdem nie den laufenden Mäher an und beseitigen Sie Steine oder andere Fremdkörper vor dem Mähen. Entfernen Sie niemals blockierendes Gestrüpp bei laufendem Motor und mähen Sie immer parallel zum Hang, damit Sie bei einem Sturz nicht unter den Mäher rutschen.


Lange soll er leben... der Rasenmäher...

Trennen Sie die Geräte unbedingt vom Stromnetz, bevor Sie sie warten oder reinigen. Prüfen Sie von Zeit zu Zeit, ob die Isolation der Kabel noch intakt ist und alle Befestigungsschrauben festgezogen sind. Lassen Sie defekte Geräte ausschließlich vom Fachmann reparieren. Das gilt auch für das Nachschleifen von Schneidewerkzeugen!


Wenn's plötzlich verdächtig summt...

Gefahrenquelle Gartenhaus: Manchmal nisten sich dort Wespen oder Hornissen ein. Achten Sie auf Nester! Hornissennester dürfen Sie übrigens nicht zerstören – die Tiere stehen unter Naturschutz. Informieren Sie die Feuerwehr.


Weitere Tipps

  • Machen Sie vor dem Arbeitsbeginn einen Spaziergang, um sich aufzuwärmen
  • Führen Sie nicht stundenlang die gleiche Tätigkeit aus
  • Nehmen Sie sich nicht zu viel vor
  • Lassen Sie keine Gartengeräte herumliegen. Herumliegende Schläuche & Co können gefährliche Stolperfallen darstellen.
  • Ein Erste-Hilfe-Koffer sollte stets in Ihrer Nähe sein

Wenn trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch etwas passiert...

...können Sie sich mit einer privaten Unfallversicherungvor den finanziellen Folgen eines Freizeitunfalles absichern. Denn die gesetzliche Unfallversicherung bietet HobbygärtnerInnen keinen Schutz.