Zurich Versicherung Österreich
Die ersten Sonnenstrahlen im Jahr haben eine fiese Eigenschaft: Sie entlarven jedes Staubkorn, das sich im Winter in der Wohnung angesiedelt hat. Da helfen nur Staubtuch, Wischmopp & Co. Aber Vorsicht: Der Frühjahrsputz kann auch einige Gefahren bergen. Dabei würden sich Unfälle ganz leicht vermeiden lassen.

Tipps für einen sicheren Frühjahrsputz

  • Grundsätzlich gilt: Teilen Sie sich die Arbeit auf mehrere Tage auf und legen Sie ausreichend Pausen ein. Denn unter Zeitdruck steigt auch die Unfallgefahr.
  • Tragen Sie beim Putzen zweckmäßige Kleidung, vor allem für feste, rutschsichere und flache Schuhe. Hochhackige Schuhe oder Flip Flops können Ihnen ebenso zum Verhängnis werden wie allzu weite Hosen oder Pullover, da Sie damit hängen bleiben könnten.
  • Anstatt auf einem Bücherturm, einem Drehstuhl oder einer Getränkekiste zu balancieren, steigen Sie lieber auf eine standsichere Leiter. Prüfen Sie diese regelmäßig auf ihre Sicherheit - gerade an den Scharnieren und Spreizsicherungen. Standsichere Leitern erkennen Sie übrigens am GS-Prüfsiegel (GS steht für "Geprüfte Sicherheit"). Weiters sollten Sie bei Leitern darauf achten, dass sie auf einem ebenen Grund stehen und Sie erst darauf steigen sollten, wenn die Spreizsicherung eingerastet ist. Steigen Sie lieber einmal mehr von der Leiter um sie ein Stück weiterzurücken, als dass Sie sich auf einen gefährlichen Balanceakt einlassen.
  • Räumen Sie Ihre Utensilien wie Besen oder Eimer gleich wieder weg, damit niemand darüber stolpern kann.
  • Bedenken Sie, dass frisch gewischte Böden rutschig sind. Meiden Sie sie also bestenfalls solange sie noch feucht sind.
  • Bevor Sie elektrische Geräte reinigen, sollten Sie unbedingt den Stecker ziehen.
  • Wenn Sie etwas die Stufen hinab tragen müssen, sollten Sie Korb & Co. nur so hoch beladen, dass Sie zumindest noch sehen, wo Sie hintreten. Ansonsten riskieren Sie einen Sturz, der schwere Folgen haben kann. Auch eine gute Beleuchtung ist gerade im Treppenhaus wichtig.
  • Fenster reinigen Sie am besten von der Rauminnenseite mithilfe einer Teleskopstange mit Stiel, Schwamm und Gummischaber. Verwenden Sie die Außenseite der Fensterbank auf keinen Fall als Plattform. Wenn Sie nicht mehr ganz so gelenkig sind, sollten Sie lieber professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Das kostet zwar ein paar Euro, ist aber sicher besser als ein gebrochener Fuß, weil Sie den Halt verloren haben.
  • Sollten Sie sich am geplanten Großputztag nicht besonders fit fühlen, sollten Sie die Aktion lieber verschieben.


So putzen Sie kindersicher

  • Bewahren Sie Reinigungsmittel auf alle Fälle außerhalb der Reichweite Ihres Kindes auf. Die Kleinen lieben es, die bunten Flüssigkeiten zu probieren. Viele Hersteller setzen den Reinigern zwar von vorne herein schon Bitterstoffe zu, die das Kind sofort zum Ausspucken veranlassen, jedoch sollten Sie es gar nicht so weit kommen lassen.
  • Füllen Sie Putzmittel nie in Wasser- oder Limonadenflaschen.
  • Außerdem sollten Sie Leitern, die Sie nicht mehr benötigen, gleich wegräumen. Denn Kinder klettern gerne. Dasselbe sollten Sie bedenken, wenn Sie Tische oder Stühle verrücken. Achten Sie darauf, dass sie so angeordnet sind, dass Kinder sie nicht als Aufstiegshilfe benutzen können.
  • Lassen Sie Ihr Kind nicht alleine in der Nähe eines geöffneten Fensters. Aktivieren Sie nach dem Fensterputzen wieder die Fenstersicherung.
  • Finden Sie für Ihren Schützling eine Aufsicht oder eine Beschäftigung. Lassen Sie keine Hektik aufkommen. So lassen sich die meisten Unfälle von vorne herein gut vermeiden.


Hätten Sie's gewusst? Putzunfälle sind nicht versichert!

Unfälle beim Wohnungs- oder Hausputz sind nicht durch die gesetzliche Unfallversicherung gedeckt, da sie zu den Freizeitunfällen zählen. Um auch in solchen Fällen rundum abgesichert zu sein, benötigen Sie eine private Unfallversicherung!