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Die eigene Fitness tracken

Juni 2016
Die Schrittzähler, die man am Gürtel befestigt, waren auf einmal passé: Plötzlich hatte gefühlt jeder Zweite einen Fitnesstracker am Arm. Doch der "Konsument" meint: Die meisten Armbänder sind weder marktreif noch sinnvoll!

Wer viel misst, misst eine Menge Mist

So lautet das Fazit des Fitnessarmbandtests 2016. Der Kritikpunkt: Die Armbänder funktionieren eher als Bewegungsmelder und nicht als Schrittzähler. Beim Praxistest wurden häufig Handbewegungen als Schritte gewertet. Beim Schreiben dieses Artikels wäre ich also theoretisch 200 Schritte gegangen – habe mich in Wirklichkeit aber keinen Zentimeter bewegt.

Geschätzte Werte

Und wie sieht’s mit dem Kalorienverbrauch aus? Auch der ist mehr grob geschätzt und kann nicht zu 100% stimmen, da schon die Bewegungsdaten oft falsch erfasst werden. Bei der Messung der Herzfrequenz arbeiten lediglich die Geräte mit Brustgurt präzise. Bemängelt wurde auch die Erfassung der Schlafqualität, da viele Tracker auch die auf dem Sofa verbrachte Zeit als Schlaf interpretierten.

Weiteres Manko: Datenschutz

Die erhobenen Daten werden auf externen Servern oder in der ominösen „Cloud“ gespeichert. Bei einigen Bändern ist die Übertragung der Daten vom Armband auf das Smartphone alles andere als sicher. Zwei Modelle holten sich sogar alle E-Mail-Adressen, die auf dem Handy gespeichert waren.

Resümee vom "Konsument": App statt Armband

Zu guter Letzt wurden in einem Armband sogar noch Schadstoffe gefunden. Gesund wird man damit also eher nicht. Der "Konsument" empfiehlt daher, stattdessen eine Smartphone-App zu verwenden. Das Handy haben die meisten sowieso immer dabei und die Messung funktioniert genauso mittelmäßig wie mit einem Armband.

Unser Fazit

Auch bei uns im Büro verwenden einige ein Fitnessarmband. Wir meinen: Zur Motivation, mehr Bewegung zu machen, eignet es sich sehr wohl. Ob man nun 7.563 oder 8.234 Schritte gemacht hat, wird den wenigsten wichtig sein, aber man merkt, dass es sich auszahlt, z.B. zwei Straßenbahnstationen früher auszusteigen und den Rest zu Fuß zu gehen. Natürlich klappt das auch mit einer Smartphone-App (und das um einiges günstiger).

Quelle: Konsument.at

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