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Registrieren Sie sich und werden Sie zum Lebensretter!

Februar 2017
Für den Spender oder die Spenderin meist nur ein Stich mit der Nadel, für den Empfänger oder die Empfängerin jedoch die ersehnte Hoffnung auf Heilung von Blutkrebs. In Österreich gibt es jährlich ca. 1.000 Neuerkrankungen an Leukämie (Blutkrebs). Dem gegenüber stehen nicht einmal 70.000 registrierte Freiwillige, die sich für eine Stammzellenspende zur Verfügung stellen.

Stammzellen zur Bekämpfung von Leukämie

Bei Leukämie, die meist Kinder und junge Erwachsene trifft, kann Blut nicht mehr richtig gebildet werden. Das Immunsystem ist zerstört. Schwerwiegende Infektionen sind die Folge. Meist kann das Leben der Patienten oder der Patientinnen nur noch durch gespendete Stammzellen gerettet werden.



So funktioniert die Registrierung

Wenn Sie Stammzellenspender oder Stammzellenspenderin werden wollen, genügt ein Anruf, z.B. in der Blutzentrale Linz 0732/777000 beim Stammzellenspenden-Telefon 0664/5223571 der MedUNI Wien oder einem Spenderzentrum in Ihrer Nähe. Sie werden zu einem ausführlichen Gespräch eingeladen, bei dem Ihnen alles zur Stammzellenspende erklärt wird, und Sie eine Einverständniserklärung abgeben. Nach der Entnahme einer kleinen Blutprobe sind Sie schon wieder fertig.

Anschließend werden 14 Gewebemerkmale Ihrer Blutprobe bestimmt und in ein weltweites Register eingetragen. Sollte man seine Meinung ändern, so kann man die Bereitschaft, als Spender oder Spenderin zur Verfügung zu stehen, jederzeit zurückziehen, ansonsten bleibt man bis zum vollendeten 54. Lebensjahr in der Datenbank. Selbstverständlich werden sämtliche Daten entsprechend dem Datenschutzgesetz vertraulich behandelt.

Das passiert während der Spende

Passen Ihre Gewebemerkmale mit einer Anfrage in der Datenbank zusammen, setzt man sich mit Ihnen in Verbindung und holt erneut eine Einverständniserklärung ab. Sollte die Spendenwilligkeit noch immer gegeben sein, wird eine Blutprobe abgenommen, um zusätzliche Übereinstimmungsmerkmale zu bestimmen. Wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind, kommt es zur tatsächlichen Spende.

Bei dieser werden über eine computergesteuerte Apherese-Maschine über den einen Arm Blut abgenommen und daraus die Stammzellen abgetrennt. Das Blutplasma und die roten Blutkörperchen werden nicht benötigt, die bekommt der Spender bzw. die Spenderin wieder zurück. In den Tagen vor der Spende muss ein Medikament eingenommen werden, das die Vermehrung der Stammzellen im Blut anregt. Meist dauert der Spendevorgang zwischen 4 und 6 Stunden, und man wird dabei ständig von einem Ärzte- und Pflegerteam betreut.

Manchmal erfordert der Gesundheitszustand der Patientin und des Patienten (meist bei kleinen Kindern) eine Knochenmarkspende. Wenn man zu einer Knochenmarkspende bereit ist, wird dem Spender oder der Spenderin unter Vollnarkose der Beckenknochen punktiert und Knochenmark (bestehend aus Stammzellen, Jungformen der Blutzellen, sowie funktionstüchtigen Zellen) entnommen. Dieser Eingriff dauert ca. 30 Minuten, die Einstichstelle ist so gewählt, dass nichts verletzt werden kann. Das fehlende Knochenmark regeneriert sich rasch und ist binnen kurzer Zeit wieder komplett hergestellt.

Wer kann spenden?

Alle Personen zwischen 18 und 45 Jahren, die nicht stark unter- oder übergewichtig sind. Nur in ca. ¼ der Fälle findet sich ein geeigneter Spender oder eine geeignete Spenderin innerhalb der Verwandtschaft. Die Wahrscheinlichkeit, dass zwei nicht miteinander verwandte Menschen für eine Stammzellenspende in Frage kommen, liegt bei 1:500.000. Daher ist es wichtig, dass sich möglichst viele Personen registrieren lassen, um einem an Leukämie erkrankten Menschen als potenzieller Lebensretter zur Verfügung zu stehen.



Disclaimer und Quellenangabe

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