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8 alltagstaugliche Tipps für mehr Nachhaltigkeit

September 2016
Nachhaltig zu Leben ist so schwierig und mit so vielen Einschränkungen verbunden? Also am besten gar nicht erst probieren?

Mit kleinen Schritten anfangen

Eigentlich wollen wir ja umweltbewusster und nachhaltiger leben. Aber ... [Setzen Sie hier die Ausrede Ihrer Wahl ein.] Wir finden immer Gründe, warum etwas nicht geht oder nicht funktionieren wird. Jedoch können wir uns auch bewusst auf die Dinge konzentrieren, die für uns machbar sind und die sich leicht in unseren Alltag integrieren lassen. 100%ig nachhaltig zu leben schaffen nur die wenigsten. Jedoch wenn wir uns alle auf die Dinge konzentrieren, die wir leicht und ohne gefühlte Einschränkungen umsetzen können, dann wird sich in Summe gesehen viel bewegen und der Umwelt sehr geholfen!

Für StadtbewohnerInnen

Nehmen Sie Ihre täglichen Wege mit dem Privat-Kfz einmal genauer unter die Lupe. Kurze Strecken lassen sich meist locker zu Fuß, mit dem Tretroller oder Fahrrad bewältigen – Sie entlasten damit nicht nur die Umwelt, sondern tun auch für Ihrer Gesundheit etwas Gutes. Fakt ist: Bei 30% aller Autofahrten werden weniger als 500 Meter zurückgelegt.

Für LandbewohnerInnen

Meistens mangelt es an einem gut ausgebauten öffentlichen Verkehrsnetz. Daher ist man verständlicherweise auf ein Auto angewiesen. Statistisch gesehen sind Autos jedoch nur mit 1,5 Personen besetzt. Bilden Sie doch Fahrgemeinschaften, denn oft müssen einige BewohnerInnen aus einer Ortschaft in dieselbe nächstgrößere Stadt fahren. Sie sparen sich Treibstoffkosten und verursachen viel weniger CO2.


Für FleischliebhaberInnen

Steak, Schinken, Kebap, Braten, Salami, Schnitzel ... „fleischige“ Verführungen gibt es genug. Keine Sorge, Sie müssen nicht gleich zum Vegetarier oder zur Vegetarierin werden. Wenn man jedoch weiß, dass über 50% der Treibhausgase auf Fleischkonsum zurückzuführen sind und die „Produktion“ von Fleisch extrem viel Wasser benötigt (1 kg Rindfleisch hat einen virtuellen Wasserverbrauch von 15.500 Litern!), dann fällt ein vegetarischer Tag pro Woche oder pro Monat doch gleich viel leichter, oder?

Für ModeliebhaberInnen

Achten Sie bei der Wahl Ihrer Kleidungsstücke nicht nur auf modische Aspekte, sondern auch auf die Produktionsbedingungen. In vielen Produktionsländern herrschen schlimme Arbeitsbedingungen für NäherInnen, zudem werden häufig giftige Chemikalien verwendet, die die dortige Umwelt verunreinigen. Richtig, fair produzierte und gehandelte Modeartikel sind meist teurer als konventionelle. Den Preisunterschied vergisst man jedoch schnell, wenn man anstelle von 10 billigen T-Shirts zu kaufen, stattdessen einmal in ein hochwertiges und fair gehandeltes Shirt investiert. Zudem vermeidet man dadurch Textilmüll.

Für Wasserratten

Wussten Sie, dass täglich 4,2 Tonnen Müll alleine über die Donau ins Meer gelangen? Meerestiere verheddern sich in alten Plastiksackerln oder nehmen den Müll über ihre Nahrung auf (Mikroplastik!). Klingt nicht schön, ist es auch nicht. Sie können jedoch viel dagegen tun. Vermeiden Sie, wann immer es geht, Verpackungen, kaufen Sie Glasbehälter statt Plastikdosen, legen Sie sich einen wiederverwendbaren „Coffee-to-go“-Becher zu. Verwenden Sie Plastiksackerln öfter als nur einmal oder noch besser, besorgen Sie sich stattdessen eine Stofftasche. Achten Sie beim Kauf von Kosmetika darauf, dass sie frei von Mikroplastik ist. Führen Sie den Müll, der trotzdem anfällt, der Reststoffverwertung zu. So wird er fachgerecht entsorgt und verschmutzt nicht die Umwelt.


Für helle Köpfe

15% Ihrer Stromrechnung entfallen im Schnitt auf Geräte, die sich im Standby-, Sleep- oder Energiesparmodus befinden. Steckerleisten mit „Ein/Aus-Schalter“ kosten nur ein paar Euro und beseitigen diese heimlichen Stromfresser. Wann haben Sie das letzte Mal Ihren Stromanbieter gewechselt? Hierbei ergibt sich oft ein Einsparungspotenzial – und wenn Sie sich für einen Ökostromanbieter entscheiden, dann freut sich auch die Umwelt.

Für GenießerInnen

Wussten Sie, dass in österreichischen Haushalten jährlich bis zu 157.000 Tonnen an angebrochenen und original verpackten Lebensmitteln weggeworfen werden? Oftmals ist das überschrittene „Ablaufdatum“ der Grund. Jedoch ist dies ein Mindesthaltbarkeitsdatum. Vertrauen Sie daher einfach Ihrem Geruchs- und Geschmackssinn, ob ein „abgelaufenes“ Lebensmittel nicht doch noch einwandfrei genießbar ist.

Für Putzteufel

Jeder hat es gerne sauber zu Hause. Es muss jedoch nicht immer die Chemiekeule sein. Probieren Sie biologische Wasch- und Putzmittel aus. Sie reinigen in vielen Situationen genauso gut. Zudem sind kleine Kinder oder Haustiere weniger durch Putzmittelreste auf Böden oder Gegenständen gefährdet (die Kleinen stecken ja fast alles in den Mund oder schlecken es ab). Aggressive Putzmittel & Mikrofasertücher sind für Badewanne & Co sowieso tabu, denn sie rauen die Schutzschicht auf und dadurch bleibt der Schmutz erst recht haften. Besser mit Neutralseifenreiniger putzen und hartnäckige Kalkflecken mit Haushaltsessig oder Zitronensäure entfernen.



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