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Blockchain und Bitcoin

März 2018
"Blockchain und Bitcoin" diese beiden Begriffe geistern seit einiger Zeit durch die Medien. Fast alle haben schon einmal davon gehört und eine mehr oder weniger diffuse Vorstellung, was es damit auf sich hat. Wir haben uns für Sie auf die Suche nach einer verständlichen Erklärung gemacht.

Bitcoin - die „digitale Münze“

Bitcoin ist ein digitales weltweit gültiges Zahlungsmittel, das es erst seit 2009 gibt. Im Gegensatz zu Banküberweisungen und Kreditkartenzahlungen müssen keine Informationen wie Kartennummern, Namen oder Adressen preisgegeben werden. Ab dem ersten Bitcoin-Besitz sind Zahlungen möglich, in die weder Banken noch Kreditkartenunternehmen involviert sind. Ein Internetzugang und eine digitale Geldbörse („Wallet“) genügen. Mit Hilfe von Verschlüsselung (daher der Begriff „Kryptowährung“) wird sichergestellt, dass Transaktionen mit Bitcoins nur vom jeweiligen Eigentümer vorgenommen und Geldeinheiten nicht mehrfach ausgegeben werden können.

Unterschiede zu "echtem" Geld

Kryptowährungen sind im Gegensatz zu traditionellen Währungen bisher nicht an die Geldpolitik eines Landes gekoppelt.
Es gibt also keine Notenbanken, die das exklusive Recht haben, diese Währungen auszugeben. Die Anzahl der Bitcoins ist bei 21 Millionen gedeckelt. Dies soll eine Inflation verhindern.

Noch im Jahr 2011 war Bitcoin die einzige Kryptowährung, mittlerweile gibt es über 1.400.

Die Vorteile von Kryptowährungen

Die Befürworter von Kryptowährungen sind von dem demokratischen Aufbau des Systems und dem Fehlen der staatlichen Kontrolle überzeugt. Die Währungen sind fälschungssicher und anonym. Transaktionen mit Kryptowährungen sind außerdem rascher und oft auch günstiger als herkömmliche.

Der Umrechnungskurs von Bitcoin in andere Zahlungsmittel wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Dadurch schwanken die Kurse sehr und Investitionen in Bitcoins gelten nach wie vor als Hochrisikoinvestments. Anfangs waren Bitcoins nur für Computerexperten, Mathematiker und Freigeister interessant, die von Notenbanken unabhängig sein wollten. Dann entdeckten Spekulanten die Kryptowährungen. Der Wert von Bitcoin stieg im Jahr 2017 für kurze Zeit beinahe um das Zwanzigfache an und sorgte für Schlagzeilen.

Kritische Stimmen

Gegner von Kryptowährungen kritisieren die hohe Volatilität (= Kursschwankungen) und das Fehlen von Regulation. Sie befürchten technische Probleme und weisen auf den hohen Stromverbrauch für die benötigte Rechenleistung für das Bitcoin-Mining hin. Die Hysterie rund um die Kursexplosion erinnert sie an vergangene Spekulationsblasen wie die Dotcom-Blase oder die Immobilienblase.
Schätzungen zufolge gibt es derzeit in Österreich mindestens 100.000 aktive Bitcoin-Nutzer. An rund 100 Bankomaten (in Wien gibt es allein 51) kann man Euro in Bitcoins tauschen. In einigen Geschäften werden Bitcoins inzwischen auch als Zahlungsmittel akzeptiert. Seit 10. Juli 2017 können Bitcoins in jeder der 1.800 österreichischen Post-Filialen gekauft werden. Interessant ist, dass sich in Österreich weder die Finanzmarkt- noch die Bankenaufsicht für Bitcoins zuständig fühlt.
Die Blockchain-Technologie ist die bahnbrechende Erfindung, die Bitcoin erst möglich machte.

Blockchain

Blockchain (zu Deutsch „Blockkette“) bedeutet eine schier endlos lange Folge von Datensätzen, von denen jeder die Prüfsumme des vorigen enthält. Die Datensätze werden x-fach kopiert und über das Internet verteilt. Alle diese Transaktionen zwischen Computern sind in einer dezentralen Datenbank gespeichert. „Dezentral“ bedeutet, dass die Daten nicht auf einem zentralen Server abgespeichert, sondern auf eine Vielzahl von Rechnern verteilt und dort abgelegt werden

Die Blockchain gilt als fälschungssicher, da die Daten im Nachhinein nicht geändert werden können. Durch diese Sicherheit vor Manipulationen und durch die Transparenz der Geschäftsabwicklung sollen künftig verschiedenste Dienstleistungen automatisiert und digitalisiert werden.

Die Vorteile der Blockchain

Es müssen keine Personen mehr zwischengeschaltet werden, wodurch sich die Kosten verringern. Experten prognostizieren daher erhebliche Einsparungsmöglichkeiten in der Finanz- und Versicherungswelt, der öffentlichen Verwaltung und im Energiebereich.

Das Prinzip lässt sich auch auf den Kauf und Verkauf von Autos, Häusern oder Diamanten übertragen. Dementsprechend groß ist das Interesse an der Technologie. Technisch ist vieles möglich, doch die neuen Möglichkeiten müssen auch von der Wirtschaft genützt und von der Gesellschaft akzeptiert werden. Jede moderne Technologie wirft außerdem neue rechtliche Grundsatzfragen (z. B. Datenschutz) auf, die es noch zu klären gilt.

Alternativen?

Gehören Sie auch zu denjenigen, die sich vom Bitcoin-Hype anstecken lassen? Oder haben Sie bereits erste Erfahrungen mit dem Handel von Kryptowährungen gemacht?

All jenen, denen diese Anlageform doch noch ein wenig zu exotisch ist, legen wir unsere klassische Lebensversicherung ans Herz. Sie bietet neben einem Versicherungsschutz Kapitalaufbau für die Zukunft und punktet mit 5 wesentlichen Vorteile. Diese sind:

  • gesetzlich geregelte und sicherheitsoptimierte Veranlagung
  • Versicherungsschutz als existenzsicherndes privates Vorsorgeinstrument
  • garantierte Sparprämie (abzgl. Versicherungssteuer, Abschluss- und Verwaltungskosten, Risikoprämien)
  • die Leistungen aus einer Lebensversicherung unterliegen weder der Einkommensteuer noch der Kapitalertragsteuer (KESt)


Disclaimer und Quellenangabe

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