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Eine Zeitreise in die Vergangenheit

Leider können wir keine Zeitreisen anbieten, aber durch Ahnenforschung lassen sich interessante Verwandtschaftsverhältnisse und Abstammungen herausfinden. Das Beste: Mit ein wenig „Spürsinn“ können Sie selbst Ihren Stammbaum erstellen.

Schritt 1: Religion herausfinden

Wichtig ist, dass Sie zumindest Vor- und Zuname, Geburtsort und -datum sowie Religionszugehörigkeit der betreffenden Personen wissen. Der Grund ist das im 18. Jahrhundert eingeführte und bis 1938 (im Burgenland nur bis 1895) gültige Verwaltungssystem in Österreich. Dies besagt nämlich, dass lokale Religionsgemeinschaften die Geburts- und Heiratsurkunden sowie Totenscheine ausstellen und in einem Register führen müssen. Daher ist es eine gute Idee, die ersten Nachfragen bei der Religionsgemeinschaft (Pfarramt, Synagoge ...) anzustellen. In einigen Fällen wurden die Registerbücher und Dokumente an Regionalarchive (z.B. Diözesanarchiv) abgetreten, womit es empfehlenswert ist, sich auch an diese zu wenden. Zusätzlich wurden ab 1870 von den Bezirken und größeren Städten Meldeämter für Leute ohne Glaubensbekenntnis eingerichtet.

Weitere hilfreiche Quellen

Zusätzlich können Sie im Österreichischen Staatsarchiv, dessen Bestände bis ins frühe Mittelalter zurückreichen, Nachforschungen anstellen. Am besten eignen sich dafür die folgenden Einheiten:
Das Archiv der Republik: Darin befinden sich alle seit 1918 gesammelten Bestände (einschließlich der Personalbestände des Österreichischen Bundesheeres und der deutschen Wehrmacht [1938-1945]).
Allgemeines Verwaltungsarchiv: Hier finden sich Listen aller Adelsfamilien, Erhebungen in den Adelsstand sowie Wappen vom frühen 16. Jahrhundert bis 1918.
Kriegsarchiv: Personalbestände über Soldaten der österreichischen bzw. österreich-ungarischen Armee vom 16. Jahrhundert bis 1918 werden hier zusammen mit Ordenslisten (Auszeichnungen an Armeeangehörige) aufbewahrt.

Österreich ist nicht gleich Österreich

Bevor Sie beginnen österreichische Archive zu durchforsten, überprüfen Sie bitte, ob der Geburtsort der gesuchten Person auch tatsächlich auf dem Gebiet des heutigen Österreichs liegt. Dies ist nur für Personen relevant, die noch in der Habsburgermonarchie, also vor November 1918 geboren wurden. Es könnte sein, dass der damalige Geburtsort mittlerweile in Tschechien, Ungarn, Polen oder Slowenien usw. liegt, somit werden Sie in keinem österreichischen Archiv fündig.

Zudem ist es von Vorteil, wenn Sie der Kurrentschrift mächtig sind, da viele ältere Eintragungen in dieser verfasst wurden.

Elektronische Helferleins

Diverse Software, die – zumindest in einer Basis-Version kostenlos angeboten wird – eignet sich sehr gut zur Ahnenforschung. Oft lassen sich Bilder hochladen, die Verwandtschaftsverhältnisse sind übersichtlich gegliedert und man bekommt sogar Erinnerungsmails, wenn ein Geburtstag eines (lebenden) Verwandten ansteht. Jedoch ist in der freien Version meist die Anzahl der Eintragungen begrenzt. Wenn man mühevoll die ersten paar Generationen eingetragen hat, heißt es oft: Für weitere Einträge ist eine kostenpflichtige Mitgliedschaft erforderlich. Dafür bietet die Software den Vorteil, dass man online nach den gewünschten Personen suchen und sogar „verwandte“ Stammbäume miteinander vernetzen kann.

Austausch mit Gleichgesinnten

Zudem gibt es im Internet zahlreiche Foren, die über das Themea Ahnenforschung diskutieren. Ein guter Ort, um sich Tipps und Tricks zu holen. Durch den gegenseitigen Austausch der Mitglieder wird nicht nur die Suche erleichtert, sondern manchmal entdeckt man auch gemeinsame Vorfahren.



Quellen

Diese Seiten könnten Ihnen bei der Ahnenforschung behilflich sein

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