Zurich Versicherung Österreich

Wenn es Ihnen in der Seele weh tut, Ihr Motorrad über den Winter in der Garage verstauben zu sehen, gibt es eine Alternative: Wintern Sie Ihr Bike einfach nicht ein! Auch außerhalb der typischen Motorradsaison können Sie mit Ihrem Zweirad unterwegs sein und bleiben dadurch in Form.



Ankleiden nach dem Zwiebelprinzip

Am wohlsten und wärmsten fühlen Sie sich bei Eiseskälte auf dem Motorrad, wenn Sie mehrere Schichten übereinander anhaben. Ski- bzw. Funktionsunterwäsche eignet sich hervorragend für Ihre Wintertour. Von Baumwollkleidung sollten Sie eher absehen, da diese den Schweiß nicht so gut abtransportieren kann, was nach kurzer Zeit zu Auskühlung führt. Fleecejacken oder –pullis sind empfehlenswert, genauso wie Thermokombis, also winddichte Jacken und Hosen. Am besten leisten Sie sich beheizbare Kleidung. Die Stiefel sollten warm und wasserdicht sein, unter dem Helm kommt Ihnen eine Sturmhaube zugute.



Kein eiskaltes Händchen beweisen

Handschuhe sind Pflicht, eventuell auch Unterhandschuhe, denn mit klammen Fingern können Sie der Lenker, die Hebel und Schalter nicht mehr korrekt bedienen. Achten Sie jedoch darauf, dass Ihnen trotzdem genug Bewegungsfreiheit und Feinfühligkeit erhalten bleiben. Darüber hinaus lohnt sich die Anschaffung von Heizgriffen und Windabweisern für Ihre Hände.



Günstig versichert und trotzdem auch im Winter unterwegs

Die Zurich Versicherung bietet beim Abschluss einer Zweiradversicherung einen "Winternachlass" an. Dadurch verringert sich die Jahresprämie der Haftpflichtversicherung von vornherein um rund 30%, die der Kaskoversicherung um 20%. Sie sind nicht dazu verpflichtet, Ihr Kennzeichen bei der Behörde zu hinterlegen. Der Haftpflichtversicherungsschutz ist das ganze Jahr über aufrecht, Sie können also auch im Winter mit dem Motorrad fahren. Wenn Sie eine Kaskoversicherung haben, gilt diese in den Wintermonaten November, Dezember, Jänner und Februar nur für Versicherungsfälle, die sich in der Garage oder auf dem Abstellplatz ereignen.



Sehen und gesehen werden

So heißt es nicht nur bei den VIPs. Wenn Sie schon der „Coolness“ wegen auf helle Kleidung verzichten, sollten Sie wenigstens reflektierende Materialien anbringen. Im Winter sind fast alle Autofahrer auch am Tag mit eingeschalteten Scheinwerfern unterwegs, daher fallen Sie als MotorradfahrerIn nicht mehr so stark auf. Auch für den Helm haben wir ein paar Tipps, damit Sie nicht im Blindflug unterwegs sind: Verwenden Sie im Winter keine getönten Scheiben, reinigen Sie Ihr Visier regelmäßig mit klarem Wasser und etwas Spülmittel. Antibeschlagmittel sollten Sie aber eher sparsam einsetzen, da sonst mit der Zeit ein Schmierfilm entsteht. Falls unter dem Fahren das Visier beschlägt, können Sie es einen Spalt öffnen.



Fahren wie auf rohen Eiern

Eines vorweg: Bei Schnee und Glatteis sollten Sie Ihr Motorrad stehen lassen. Bei jedem anderen Wetter ist eine defensive, vorausschauende Fahrweise die beste Wahl. Vermeiden Sie plötzliches Bremsen, Beschleunigen oder ruckartige Lenkmanöver. Bremsen Sie Kurven früher als im Sommer an und erlauben Sie sich einen größeren Seitenabstand zu (parkenden) Autos. Installieren Sie eine Temperaturanzeige und schauen Sie ab und zu darauf, so sind Sie vor möglicher Glätte gewarnt.



Ausrüstung ist die halbe Miete

Bereiten Sie Ihr Bike auf die Wintersaison entsprechend vor, indem Sie es einem ausgiebigen Check unterziehen. Lichtanlage sowie Batterie sollten tadellos funktionieren. Um letztere zu schonen lassen Sie beim Starten das Licht ausgeschalten und geben kein Gas. Das Reifenprofil sollte mindestens zwei Millimeter betragen, besser wären vier – Winterreifen gibt es leider nur für Mopeds. Der Frostschutz gehört nachgefüllt, beim Öl in der Telegabel sollten Sie auf ein dünneres Gabelöl umstellen, da es sonst bei geringen Temperaturen zu dickflüssig wird. Zu guter Letzt dankt es Ihnen Ihr Motorrad, wenn Sie es regelmäßig reinigen und mit Konservierungswachs vor Streusalz und Schnee schützen.