Zurich Versicherung Österreich
Neben schlechten Sichtverhältnissen und gefährlicher Nässe kann es im Herbst vor allem auf Landstraßen zu Wildwechsel kommen. Besonders in der Dämmerung sind Rehe, Hirsche oder Wildschweine wieder verstärkt unterwegs. Hauptsächlich in den frühen Morgen- und Abendstunden ist die Gefahr eines Zusammenstoßes mit Wildtieren am höchsten.

Fahren Sie vorsichtig!

  • Beachten Sie die Wildwechsel-Schilder – diese werden nicht ohne Grund aufgestellt! Wildtiere wählen meist dieselben Wege.

  • Fahren Sie auf jeden Fall mit Fernlicht. Die Augen der Tiere wirken bei Lichteinfall wie Rückstrahler, Sie erkennen die Tiere also früher.

  • Fahren Sie vorausschauend, bremsbereit und langsamer.

  • Halten Sie genug Abstand zum Vordermann.

  • Beobachten Sie die Fahrbahnränder.

  • Besonders gefährlich sind neu gebaute Straßen, die durch Waldgebiete führen, da das Wild seinen gewohnten Wechsel beibehält. Auch Strecken, wo an der einen Straßenseite ein Wald, auf der anderen ein Feld oder eine Wiese ist, sind gefährlich.

Wenn plötzlich ein Wild die Straße kreuzt

  • Bremsen Sie sofort, hupen Sie und schalten Sie von Fern- auf Abblendlicht um. Denn sonst blenden Sie das Tier, das dann entweder verängstigt stehen bleibt oder auf den Scheinwerfer zuläuft.

  • Lässt sich ein Zusammenstoß nicht mehr vermeiden, halten Sie das Lenkrad gut fest und versuchen Sie, das Tier eher seitlich als frontal zu treffen. Versuchen Sie jedoch kein riskantes Ausweichmanöver – verlassen Sie die Fahrbahn möglichst nicht. Andernfalls würden Sie den Gegenverkehr gefährden und riskieren, im Straßengraben zu landen oder gegen einen Baum zu fahren.

  • Achten Sie auf nachfolgende Tiere, denn ein Reh kommt selten allein!

  • Bedenken Sie, dass die Tiere unberechenbar reagieren können und möglicherweise nicht den kürzesten Weg von der Fahrbahn wählen.

Wenn ein Unfall nicht mehr vermeidbar war

  • Stellen Sie Ihren Wagen am Straßenrand ab, schalten Sie die Warnblinkanlage ein und stellen Sie das Warndreieck in ausreichendem Abstand zur Unfallstelle auf (Warnweste nicht vergessen, denn Ihre Sicherheit geht vor!)

  • Ziehen Sie totes Wild an den Straßenrand – dabei sollten Sie aufgrund der Tollwutgefahr unbedingt Handschuhe tragen!

  • Nehmen Sie totes Wild auf keinen Fall mit! Denn das würde zur Wilderei zählen und wird strafrechtlich verfolgt.

  • Sie haben ein Wildschwein angefahren? Dann verlassen Sie das Fahrzeug besser nicht – verletzte Wildschweine können sehr gefährlich sein!

  • Flüchtet das angefahrene Wild, sollten Sie die Unfallstelle markieren und sich die Fluchtrichtung merken. Das erleichtert dem Förster/der Försterin die Suche nach dem verletzten Tier. Desweiteren ist die Stelle wichtig, um später bei der polizeilichen Meldung eine Ortsangabe machen zu können.

  • Lassen Sie sich den Unfall schriftlich von der Polizei bescheinigen (Wildschadenbescheinigung). Dann gibt es später keine Probleme beim Schadenausgleich mit der Versicherung. Die Polizei muss auch verständigt werden, wenn das Tier nur angefahren wurde und wieder verschwindet.

  • Die Polizei verständigt den zuständigen Revierinhaber/die zuständige Revierinhaberin, der/die das getötete oder verletzte Tier von der Straße nimmt.

  • Machen Sie Fotos von der Unfallstelle, dem Tier und Schäden an Ihrem Auto.

Welche Versicherung zahlt?

Teilkaskoversicherung:

Wenn es sich um einen Unfall mit Haarwild (Reh, Wildschwein, Fuchs, Hase etc.) handelt. Voraussetzung ist, dass es ein Zusammenstoß war. Beseitigen Sie deshalb Unfallspuren am Auto nicht.

Vollkaskoversicherung:

Die Vollkaskoversicherung deckt alle Schäden am Fahrzeug, die nicht auf Zusammenstöße mit einem Tier zurückzuführen sind (z.B. wenn Sie übermäßig reagiert haben und Ihr Fahrzeug daraufhin in den Straßengraben gelenkt haben). Die Vollkaskoversicherung ersetzt auch Schäden aufgrund von Unfällen mit Federwild (Fasan, Truthahn etc.) oder anderen Tieren (Kühen, Schafen, Hunden etc.). Mit dem Bonusstufenvorteil von Zurich behalten Sie trotz des Unfalles Ihre Bonusstufe!