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Der Albtraum eines jeden Autofahrers an einem kalten Wintermorgen: Sie drehen den Zündschlüssel und statt dem Surren des Anlassers hören Sie bestenfalls ein schüchternes "Klack" - die Batterie ist leer. Natürlich dann, wenn Sie es besonders eilig haben und nicht auf einen Pannendienst warten können.

Meistens findet sich aber schnell jemand, der seine Hilfe in Form von Strom aus der eigenen Autobatterie anbietet. Doch was sollte man beim Leisten von Starthilfe beachten?

Die richtige Vorbereitung

  • Falscher Umgang mit Startkabeln kann auch bei den neuesten Autos zu schweren Schäden, insbesondere bei der Elektronik, führen. Aus diesem Grund sollten Sie einen Blick in die Betriebsanleitung Ihres Autos werfen, bevor Sie Starthilfe geben oder bekommen.

  • Kontrollieren Sie, ob die Spannung der Batterien vom Strom spendenden sowie vom Strom empfangenden Auto gleich hoch ist. Normalerweise beträgt die Spannung 12 Volt.

  • Benutzen Sie das richtige Kabel. Für die meisten Benzinmotoren reicht ein Kabel-Querschnitt von 16 mm². Bei größeren Benzinern und bei Dieselmotoren sind 25 mm² besser geeignet. Bei Autos mit Dieselmotoren mit mehr als drei Litern Hubraum sind Kabel mit 35 mm² empfehlenswert, da Diesel oder starke Benziner mehr Strom zum Starten benötigen. Kleinere Kabel können bei der Übertragung solcher Strommengen durchbrennen. Sie können auch mit einem Benziner einem Diesel-Fahrzeug Starthilfe zu geben, jedoch sollten Sie dabei aufpassen, dass Sie genug Gas geben, damit sich Ihre Batterie nicht ebenfalls entleert.

  • Im Optimalfall verwenden Sie Kabel mit Überlastungsschutz.

  • Beachten Sie, dass sich die beiden Fahrzeuge nicht berühren dürfen.

  • Schalten Sie alle Stromverbraucher wie Licht oder Radio ab.

Wie schließe ich das Starthilfekabel an?

  • Klemmen Sie ein Ende des roten Starthilfekabels an den Pluspol (+) der leeren Batterie, das andere Ende an den Pluspol der vollen. Wichtig ist dabei, dass Sie immer zuerst "Plus an Plus" klemmen. Sollten Sie die Kennzeichnung der Pole nur schwer finden oder sollten Sie sich nicht sicher sein, rufen Sie lieber einen Pannendienst anstatt es selber zu probieren. Andernfalls riskieren Sie Schäden der Elektronik Ihres Fahrzeuges.

  • Danach verbinden Sie mit dem schwarzen Kabel den Minuspol (-) der Spenderbatterie mit einem unlackierten Metallteil im Motorraum oder dem Motorblock des zu startenden Fahrzeuges - aber nicht mit dem Minuspol der leeren Batterie, da sich durch Funken Knallgas entzünden kann, welche im Extremfall die Batterie zerstören. Hier gilt der Merksatz "Minus an Masse" (und nicht "Minus an Minus")

Wie gehe ich weiter vor?

  • Starten Sie zuerst den Motor des Strom spendenden Fahrzeuges und geben Sie etwas Gas. Jetzt können Sie das Auto mit der leeren Batterie starten. Schalten Sie zusätzlich einen starken Verbraucher (z.B. die Heckscheibenheizung oder das Licht) ein um beim Entfernen der Kabel Spannungsspitzen zu vermeiden. Lassen Sie die Verbindung zwischen den Fahrzeugen etwa eine halbe Minute lang aufrecht. Damit schonen Sie die elektrischen Bauteile.

  • Stellen Sie den Motor des spendenden Fahrzeuges wieder ab. Im Optimalfall läuft der Motor des anderen Autos weiter. Dann können Sie die Starthilfekabel in umgekehrter Reihenfolge wieder entfernen.

  • Nun heißt es Batterie aufladen! Fahren Sie mindestens eine Stunde, bestenfalls aber zwei, um das nächste Mal nicht wieder ein müdes "Klick" beim Anstarten zu hören.

  • Wenn der Motor beim Abbauen der Starhilfekabel wieder abstirbt, können Sie sich ziemlich sicher sein, dass die Batterie oder die Lichtmaschine defekt ist. Hier hilft nur mehr der Pannendienst.


Tipp: Akkupacks
Holen Sie sich tragbare Akkupacks aus dem Fachhandel. Mit ihnen ist es sogar möglich, Starthilfe an unzugänglichen Stellen zu geben oder wenn gerade niemand in der Nähe ist, der helfen kann. Zusätzlich ist die Gefahr von Elektronikschäden geringer.



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