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Viele Verkehrsunfälle, besonders in den frühen Morgenstunden, sind auf Übermüdung zurückzuführen. Dabei kommt ein Sekundenschlaf keinesfalls aus dem Nichts, sondern kündigt sich bei allen AutofahrerInnen durch ähnliche Verhaltensweisen an.

Warum ist das Fahren bei Müdigkeit so gefährlich?

Lange Autofahrten ohne ausgedehnte Ruhepausen können tödlich enden! Von Müdigkeit übermannte FahrerInnen übersehen viel häufiger Verkehrszeichen als wache und haben eine stark verlängerte Reaktionszeit. Wer die ersten Anzeichen einer Ermüdung ignoriert, riskiert nicht nur sein Leben, sondern auch das seiner MitfahrerInnen und anderer Verkehrsteilnehmer.


Wie kündigt sich der Sekundenschlaf an?

  • Länger anhaltende Phasen einer „Starre“ gefolgt von häufigeren Bewegungen (Drehen, Neigen des Kopfes, Hin- und Herrutschen des Oberkörpers, unruhige Hände etc.) können Sie als Alarmzeichen deuten.
  • Auch Gähnen, das nicht unterdrückt werden kann, Lidschwere, brennende Augen und trockener Mund sind erste Müdigkeitssymptome.
  • Wenn Ihre Gedanken abdriften, Tagträume auftreten und Sie sich nicht mehr an die Strecke erinnern können, die Sie kurz zuvor zurückgelegt haben, sollten Sie unbedingt eine Pause einlegen!
  • Es ist höchste Zeit für einen Zwischenstopp, wenn Ihre Stimmung erheblich sinkt, Ihnen Antrieb und gute Laune fehlen und Sie schlapp und müde sind.


Wie vermeide ich Sekundenschlaf?

  • Planen Sie Ihre Pausen bereits vor Fahrtantritt und halten Sie diese auch ein. Nach 1,5 bis 2 Stunden sollten Sie kurz rasten; nicht erst, wenn Sie bereits müde sind!
  • Sie sind ein „Morgenmensch“? Dann sollten Sie Ihre Reise besser auch am Vormittag antreten.
  • Ein kurzer Kraftschlaf oder einfach nur zu dösen steigern das Wohlbefinden, allerdings soll ein Powernap nicht länger als
    20 Minuten dauern.
  • Lässt sich eine Nachtfahrt nicht vermeiden, sollten Sie ausgeruht starten. Sorgen Sie für ausreichend Schlaf vor der Abreise. Immer wieder wird vor langen Reisen auch empfohlen „vorzuschlafen“, also bspw. die Woche vor der Abfahrt immer eine halbe Stunde früher als üblich schlafen zu gehen.
  • Nutzen Sie jede Fahrtunterbrechung für einige körperliche Übungen:
    • Ausgiebig Recken und Strecken
    • Arme über den Kopf strecken, vorbeugen und zu den Zehen wippen
    • Hände an die Taille legen und einige lockere Rumpfdrehungen machen
    • Einige Kniebeugen machen
    • Einige Minuten am Stand laufen
  • Achten Sie auf eine leichte Ernährung: mageres Fleisch, Vollkornbrot, Obst und Gemüse geben Ihrem Körper genug Energie für die Weiterfahrt. Trinken Sie ausreichend! Am besten Mineralwasser oder ungesüßte Tees.
  • Beachten Sie, dass sich Ihr Körper normalerweise in der Zeit zwischen 2 und 5 Uhr in der Tiefschlafphase befindet und nicht sehr leistungsfähig ist. Auch gleich nach dem Essen loszufahren ist nicht zu empfehlen.
  • Sich zu beschäftigen (Reden, Singen, Radio hören) hilft zwar, dass man nicht vor Müdigkeit erstarrt, aber nur für wenige Minuten! Nur kurze Wegstrecken lassen sich damit überbrücken.
  • Ein Aufputschen mit Koffein oder anderen Substanzen ist nicht hilfreich, sondern steigert das Risiko sogar. Die Müdigkeit bleibt erhalten.

Der Vorteil: Sie sind am Ende Ihrer Reise weniger müde und bei besserer Stimmung als „Durchfahrer“.