Zurich Versicherung Österreich
Oktober und April: zwei Fixtermine für Reifenwechsler/innen. Ausgezeichnete Reifen nützen aber nur dann etwas, wenn sie richtig montiert werden. Die gute Nachricht: Mit unseren Tipps ist es auch zu Hause, ohne professionelle Hilfe, machbar.

Was Sie zum Wechseln brauchen

  • Einen kräftigen Wagenheber
  • Radkreuzschlüssel/Stecknusssatz, Drehmomentschlüssel, Drahtbürste
  • 4 unbeschädigte gleiche Reifen, nicht älter als 4 Jahre, mit einem Mindestprofil von 4 mm (Winterreifen; bei Sommerreifen sind es nur 1,6 mm) und richtig dimensioniert (die Reifengröße finden Sie im Typenschein)
  • Ausreichend Platz


So gehen Sie den Reifenwechsel an


1. Vorbereiten

Parken Sie Ihr Auto gerade auf einem ebenen Platz, ziehen Sie die Handbremse an und legen Sie einen Gang ein. Bei Automatikgetriebe wählen Sie die Stellung „P“. Werfen Sie danach einen Blick in die Bedienungsanleitung, um die richtigen Auflagepunkte für den Wagenheber zu finden. Bevor Sie Ihr Kfz anheben, sollten Sie noch die Radkappe oder Kappe von Alufelgen vorsichtig hochhebeln, abziehen und die Radmuttern leicht lösen. Sobald das Auto angehoben ist, also wenn der Reifen in der Luft schwebt, können Sie die Schrauben entfernen und den Reifen herunternehmen.



2. Untersuchung & Wahl des Reifens

Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, Stoßdämpfer und Bremsen zu untersuchen. Anschließend reinigen Sie Felgen und Schrauben mit der Bürste, damit später auch alles gut sitzt. Wählen Sie den passenden Reifen – es darf getauscht werden! Damit alle Räder gleichmäßig abgefahren werden, können Sie die vorderen mit den hinteren tauschen. Die Seite muss allerdings gleich bleiben: Aus vorne links wird hinten links usw. Die meisten Winterreifen haben außerdem eine bestimmte Laufrichtung, achten Sie also auf eine eventuell vorhandene Kennzeichnung.



3. Montage des Reifens

Setzen Sie nun das Rad so an, dass die Felgenlöcher mit den Löchern des Radträgers übereinstimmen und ziehen Sie die Schrauben kreuzweise an (also mit gegenüberliegenden Schrauben beginnen). Lassen Sie hinterher das Auto wieder zu Boden und greifen Sie sich den Drehmomentschlüssel. Damit ziehen Sie die Radschrauben auf die in der Betriebsanleitung empfohlenen Werte nach. Auch dieses Mal sollten Sie über Kreuz arbeiten. Zum Schluss stecken Sie die Radkappe wieder auf.



4. Überprüfung

Gratulation, der erste Reifen ist geschafft! Die nächsten drei gehen bestimmt schon einfacher. Bevor Sie losfahren, sollten Sie den Reifendruck (siehe Angaben im Tankdeckel) prüfen. 50 bis 100 Kilometer später sollten Sie nachsehen, ob noch alles richtig fest sitzt und gegebenenfalls die Schrauben festziehen.