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Geblitzt werden – ein leidiges Thema

Oktober 2017
Zur Einstimmung auf das leidige Thema ein alter Witz: Unterhalten sich zwei Bauern. Sagt der eine: „Stell dir vor, gestern bin ich mit meinem Traktor in eine Radarfalle gefahren!“ Darauf der andere: „Wirklich? Hat’s geblitzt?“ – „Nein, aber gescheppert.“

Geschwindigkeitsübertretungen messen

In Österreich ist grundsätzlich die Bundespolizei für die Geschwindigkeitsüberwachung zuständig. Radar ist eine der am weitesten verbreiteten Messtechniken, die auf dem Doppler-Effekt basiert. Nähert sich ein Fahrzeug, wird ein Radarstrahl auf das Fahrzeug ausgestrahlt. Ein Teil der Radarwellen wird dabei reflektiert und durch eine Antenne des Messgeräts wieder empfangen. Die eingebaute Recheneinheit errechnet dann aus Weg und Zeit die gefahrene Geschwindigkeit. Bei Überschreitung der Messschwelle wird ein Fotoapparat ausgelöst. Da die Abschreckungswirkung stationärer Anlagen auf ortskundige Verkehrsteilnehmer eher gering ist, werden zusätzlich mobile Kontrollen durchgeführt (Stichwort Laserpistole).

Auswertung der Geschwindigkeitsüberschreitung

Nach einer Geschwindigkeitsübertretung wird die sogenannte Messgerätetoleranz berücksichtigt und vom Messergebnis abgezogen. Diese Toleranz ist Ermessenssache der Behörden und österreichweit nicht einheitlich geregelt.

Zur Messgerätetoleranz kommt noch ein zusätzlicher „Polster“, der allerdings ein gut gehütetes Geheimnis der Exekutive ist, um Autofahrern keine Richtwerte für Geschwindigkeitsübertretungen zu liefern.

Welche legalen Hilfsmittel warnen vor Radarmessungen?

Man kann sich bereits vor einer Fahrt auf diversen Internet-Seiten schlau machen, wo mit Radarfallen zu rechnen ist. Auch verschiedene Rundfunksender informieren: „Geblitzt wird aktuell auf der A1, der Westautobahn, im Bereich …“
Sogenannte Radar-Apps greifen auf eine große Datenbank an Radarstationen zu und warnen so rechtzeitig vor einer Geschwindigkeitsmessung, sofern die GPS-Funktion aktiviert ist. Allerdings muss man damit rechnen, dass nicht alle fixen Radarstationen lückenlos erfasst sind – von mobilen Messungen ganz zu schweigen.



Warnung mittels Navi

Einige GPS-Navigationsgeräte, die für den Autofahrer interessante Punkte (POI = Points of Interest) ausweisen, sind eine bewährte Hilfe für Autofahrer – manche warnen auch vor bekannten stationären Radarstandpunkten. Navi-Geräte mit einem POI-Warner als „Ankündigungsfunktion" sind in Österreich erlaubt, in vielen anderen Ländern jedoch nicht. Wenn Sie ins Ausland fahren, informieren Sie sich unbedingt vorher über die aktuelle Rechtslage, denn die Verwendung verbotener Geräte kann Sie teuer zu stehen kommen.

Was ist verboten?

Illegal sind Radarwarngeräte, die mittels Funkwellen aktive Radaranlagen aufspüren und zudem die Messung stören oder sogar verhindern können Die Verwendung von solchen Geräten in Österreich kann mit bis zu EUR 4.000 Strafe belegt werden. Wir empfehlen, sich im Sinne der Verkehrssicherheit an die Tempolimits zu halten. Auch die Fahrt ist stressfreier und umweltschonender, wenn man nicht vor jedem grauen Kästchen auf die Bremse hüpfen muss.

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