Zurich Versicherung Österreich
Mal ehrlich, ist Ihr Kind immer richtig angeschnallt? Auch bei kurzen Autofahrten? Dabei reichen wenige Dinge, um sicher unterwegs zu sein. Eine Checkliste von "GROSSE SCHÜTZEN KLEINE" erklärt, was Sie beim Anschnallen Ihrer Kinder beachten sollten.

Erstmals in Österreich zeigen fundierte, wissenschaftliche Zahlen, was bisher nur der Hausverstand sagte: Kinder im Auto korrekt sichern kann Leben retten. Denn trotz sinkender Unfallzahlen starben österreichweit im Jahr 2006 immer noch 23 Kinder bei Verkehrsunfällen.


Checkliste "Richtig angeschnallt"

Richtig angeschnallt
  • Kinder immer anschnallen, auch bei kurzen Fahrten.
  • Gurte nicht verdrehen
    Beim Anschnallen darauf achten, dass die Gurte in den dafür vorgesehenen Gurtführungen laufen und nicht verdreht sind.
  • Sitzfixierung kontrollieren
    Regelmäßig kontrollieren, ob der Sitz noch fest mit dem Dreipunkt-Gurt des Autos befestigt ist.
  • Nur hochqualitative Sitzkissen mit Gurthaken verwenden.
    Billigsitzkissen sind vom sicherheitstechnischen Standpunkt als nicht empfehlenswert einzustufen und können gesundheitsgefährdend sein.
  • Sitzkissen mit Rückenlehne
    Aufgrund der hohen Kopfverletzungsanteile sollten Kinder bis zum 8. Lebensjahr auf Sitzkissen mit Rückenlehne sitzen. Kinder werden bei Kissen mit Rückenlehne bei allen Crasharten besser in Position gehalten.
  • Risikogruppe 12-14-jährige Mädchen - bitte anschnallen!
    Diese Mädchen verunfallen meist im Auto des älteren Freundes, Bruders oder Freundes eines Geschwisterkindes, weil sie auf dem Rücksitz nicht angegurtet sind. Sprechen Sie dieses Problem bewusst in der Familie an.
  • Bessere Produkte kaufen
    Billige Kindersitze sind meist vom sicherheitstechnischen Standpunkt nicht empfehlenswert (Testergebnisse der Stiftung Warentest liefern Anhaltspunkte).
  • Kein verfrühter Wechsel ...
    ... von einem Kinderrückhaltesystem auf das andere - von Babyschale Gruppe 0+ (Geburt-13 kg) auf Gruppe 1 (9-18 kg) und von dort auf Gruppe 2+3 (15-36 kg).


Aktuelle Studie: Richtiges Anschnallen verhindert Unfalltod

Die neue Studie des Vereins "GROSSE SCHüTZEN KLEINE" (April 2007) zeigt, wie mit einfachen Maßnahmen die Anzahl der kindlichen Todesopfer halbiert werden könnte. Jedes zweite bei einem Autounfall getötete Kind könnte also noch leben.


Studienergebnis

Kinder werden bei einem Autounfall schwer verletzt und sterben, weil ...

  • sie nicht oder falsch gesichert sind
  • sie zu früh auf Sitzkissen wechseln
  • die Grenzwerte zur Verwendung von Sicherungssystemen nicht der biometrischen Realität entsprechen
  • Sitzkissen nicht den Sicherheitsstandards entsprechen
  • sie Sitzkissen ohne Rücklehne verwenden

Forderungen aufgrund der Studienergebnisse

Allgemein ergeben sich folgende Forderungen an Verantwortliche und Eltern:

  • Ein dem Alter des Kindes entsprechendes Rückhaltesystem zu verwenden.
  • Das Rückhaltesystem korrekt zu verwenden.
  • Das Rückhaltesystem immer, auch bei ganz kurzen Fahrten, zu nutzen.
  • Ordnungsgemäße Fixierung der Kinder im Sitz.
  • Das Rückhaltesystem ordnungsgemäß im Fahrzeug zu fixieren.

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