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Wie lange gibt es schon die Gurtpflicht in Österreich?

März 2017
Gurte retten Leben. Wissen wir doch eh alle. Warum war dann 2015 ein Drittel der getöteten Pkw-Insassen nicht angeschnallt?

Nichtanschnallen kostet - mitunter ein Leben

Bereits seit 40 Jahren gilt die Gurtpflicht in Österreich. Leider vergessen nach wie vor viel zu viele Autofahrer und Autofahrerinnen auf das Anschnallen. So war 2015 ein Drittel der getöteten Pkw-Insassen nicht angeschnallt. Besonders im städtischen Verkehr, bei kurzen Strecken und auf der Rückbank wird häufig auf den Gurt verzichtet. Dies kann fatale Folgen haben.

Obwohl die Gurtpflicht bereits am 15. Juli 1976 eingeführt wurde, kam es erst mit 1. Juli 1984 - mit der Einführung einer Organstrafverfügung bei Nichtbeachtung der Gurtpflicht - zu einer deutlichen Senkung der Todesfälle bei Autounfällen. Waren es anfangs (umgerechnet) ca. 7 Euro, zahlt man heutzutage mindestens 35 Euro, wenn man ohne angelegten Gurt im Auto fährt. Wenn man ein Kind ohne entsprechende Rückhalteeinrichtung im Auto transportiert, droht sogar eine Anzeige. Der Strafrahmen reicht bis zu 5.000 Euro und eine Vormerkung im Führerscheinregister gibt es auch.


6 Schritte, damit der Gurt richtig sitzt

Nur ein richtig sitzender Gurt schützt optimal vor Verletzungen. Auf diese 6 Punkte müssen Sie achten:

Brustgurt benutzen

Immer wieder kommt es vor, dass Autofahrerinnen und Autofahrer den diagonalen Gurt, der über die Brust führt, als unkomfortabel empfinden und ihn deswegen einfach hinter dem Rücken „verschwinden“ lassen und nur den Beckengurt verwenden. Ein Dreipunktgurt ist allerdings so designt, dass er die Kraft eines Aufpralls auf beide Gurte verteilt, um die Insassinnen und Insassen nicht zu verletzen.

Beckengurt überprüfen

Der Beckengurt muss auf den Oberschenkeln aufliegen, dadurch werden eventuell einwirkende Kräfte auf die stabile Beckenregion umgeleitet. Liegt der Gurt auf der Bauchregion, und es kommt zu einem Unfall, können innenliegende Organe schwerwiegend verletzt werden.

Fixpunkt des Schultergurtes einstellen

Zumindest bei den meisten neueren Automodellen kann man den Fixpunkt in der Höhe verstellen. Dadurch wird verhindert, dass der Gurt zu nieder oder zu hoch ist und zum Beispiel genau am Hals entlangläuft statt über die Schulter.

Sitzposition überprüfen

Nur wer aufrecht sitzt, wird ideal vom Gurt geschützt. Eine gebückte oder liegende Position im Sitz führt dazu, dass der Gurt an der falschen Stelle aufliegt. Dadurch wird das Verletzungsrisiko bei einem Unfall gesteigert. Bei vielen Autos kann man auch die Sitzhöhe entsprechend einstellen, damit der Gurt richtig verläuft.

Gurt darf nicht verdreht sein

Um eine optimale Kräfteverteilung im Falle eines Unfalls zu gewährleisten, ist es wichtig, dass die Gurte gerade am Körper der Insassen aufliegen. An verdrehten Stellen können ansonsten Verletzungen verursacht werden.

Achten Sie auf den „Klick“

Nur ein Gurt, der zuverlässig in der Schnalle eingerastet ist, schützt auch. Daher überprüfen Sie den korrekten Sitz der Schnalle in der dazugehörenden Gurthalterung durch ein kräftiges Ziehen.


Gut zu wissen

Wie stellt man einen Gurt richtig ein und was ist sonst noch beim sicheren Autofahren zu beachten? Ein humorvolles Video zeigt, wie es geht: Zum Video.


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