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Ein gründlicher Frühjahrsputz macht auch bei Ihrem Auto nicht nur Sinn, sondern dient auch der Sicherheit. Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zusammengestellt:

Eigener Garten oder doch Waschanlage?

Das Fahrzeug in der eigenen Einfahrt zu reinigen, ist aufgrund des Grundwasserschutzes vielerorts verboten. Also, bei den ersten Plusgraden – ab in die Waschstraße. Vor der Waschanlage die hartnäckigen Schmutzpartikel mit dem Hochdruckreiniger entfernen, sie wirken ansonsten wie Schmirgelpapier. Wählen Sie anschließend ein umfassendes Pflegeprogramm für den ersten Waschgang nach dem Winter, um Streusalzreste gründlich zu entfernen.



Achten Sie nach der Autowäsche auf Kratzer im Lack und bessern Sie diese gegebenenfalls mit einem Lackstift aus - ansonsten sind Rostflecken und teure Reparaturen die Folge.



Unterbodenwäsche ja, aber bitte händisch!

Die maschinelle Unterbodenwäsche sollten Sie (wenn überhaupt) jedoch besser in die Sommermonate verlegen. Direkt nach dem Winter können sich noch vorhandene Salzablagerungen durch eine Unterbodenwäsche leicht in der Karosserie verteilen und für Schäden sorgen. Zudem wird mit hohem Druck Wasser in Bereiche gespritzt, wo es nicht hingehört, zum Beispiel in bewegliche Teile der Mechanik und in die empfindliche Elektrik.



Der Schmutz wird auf diese Weise oft trotzdem nicht erreicht, da er sich meist in schwer zugänglichen Winkeln des Unterbodens verbirgt. Aus Kostengründen wird für die Unterbodenwäsche größtenteils Brauchwasser verwendet, welches in der kalten Jahreszeit sehr häufig gelöste Streusalze enthält und somit die Korrosionsbildung an Karosserie und Fahrgestell fördert.



Schonender für Ihr Auto ist die händische Reinigung des Unterbodens mit einem Dampfreiniger. Dabei den Strahl auf mittlere Stärke einstellen, direkt auf verkrustete oder verschmutzte Stellen richten und von Öffnungen im Unterboden, der Elektrik sowie beweglichen Teilen möglichst fernhalten. Werden in diesen sensiblen Bereichen Verschmutzungen festgestellt, sollten diese nicht mit Wasser, sondern mit Druckluft (Hochdruckreiniger auf kleinste Stufe stellen) entfernt werden.



Damit auch innen alles glänzt

Für die Feinheiten wie Türrahmen und Spiegel ist Handarbeit angesagt. Schwer erreichbare Stellen wie Türrahmen, Spiegel und Innenflanken mit einem Schwamm und einer milden Seifenlauge abwischen. Bei offenen Türen ausgiebig lüften. Alle losen Bodenbeläge herausnehmen, trocknen und dann absaugen.



Der Staubsauger hilft auch bei Zwischenräumen der Armaturen, in Lüftungsgittern und Radioschächten. Wenn der Boden feucht ist, kann vorübergehend Zeitungspapier ausgelegt werden. Bleibt es auf Dauer feucht, muss die Ursache gefunden werden. Die Fußmatten bekommen Sie am besten mit mildem Spülmittel und warmem Wasser sauber.



Für gute Sicht

Wenn Sie die ersten Strahlen der Frühlingssonne nicht durch einen Schmierfilm sehen wollen, sind ein milder Glasreiniger und ein Baumwolltuch zur Reinigung aller Glasflächen sinnvoll. Sie sollten allerdings auf die Inhaltsstoffe des Reinigers achten - denn unverträgliche Dämpfe von Reinigern auf engem Raum sind schlecht für Ihre Gesundheit. Die Scheibenwischerblätter austauschen, wenn sie schmieren oder brüchig erscheinen.



Ob die Beleuchtungsanlage und die Hupe noch voll funktionstüchtig sind, sollte auf jeden Fall überprüft werden.



Unter der Haube

Wichtig ist außerdem, dass Sie regelmäßig die Füllstände von Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit kontrollieren. Schläuche und Leitungen zusätzlich einer Sichtprüfung unterziehen.



Trennen Sie sich vom Ballast

Unnötiges Gewicht wie Schneeketten und Dachaufbauten wie Skiträger gehören demontiert, wenn sie nicht mehr gebraucht werden. Jedes Kilo kostet Kraftstoff, pro 100 Kilogramm sind es bis zu 0,3 Liter mehr Sprit auf 100 Kilometer.



Reifenwechsel, wenn die Zeit dafür gekommen ist

Sobald keine Gefahr mehr von Eis und Schnee droht, sollten die Winter- auf Sommerreifen getauscht werden. Denken Sie an die 4x4x4 Sicherheitsformel: Immer vier gleiche Reifen mit einer Profiltiefe von mindestens 4 mm, die nicht länger als 4 Jahre in Gebrauch sind, verwenden. Reifen (auch unbenutzte) altern aufgrund physikalischer und chemischer Prozesse, wodurch ihre Funktionsfähigkeit beeinträchtigt wird.



Die Reifen sollten auf Felgen – trocken, dunkel und kühl, liegend übereinandergestapelt oder besser an der Wand hängend - aufbewahrt werden. Ein so genannter Felgenbaum sorgt für festen Stand und bietet zusätzlich den Vorteil, dass Luft zirkulieren kann.



Vor der Demontage ist es ratsam, die Reifen mit Kreide zu kennzeichnen und den Luftdruck um 0,5 bar zu erhöhen. Denn auch eingelagerte Reifen verlieren langsam an Druck.