Zurich Versicherung Österreich
Im Winter wird beim Autofahren alles ein bisschen komplizierter. Eine leere Batterie, widerspenstige Schneeketten, eine ungewollte Rutschpartie oder Probleme beim Bremsen durch Streusalz können einem die Freude über die weiße Pracht etwas verderben.

Man muss in der kalten Jahreszeit nicht nur sein Auto, sondern auch das eigene Verhalten auf die verschärften Bedingungen anpassen um stets auf dem Boden zu bleiben.
  • Säubern Sie alle vereisten Scheiben mit einem Eiskratzer – also vorne, seitlich und auch hinten. Vergessen Sie auch nicht die Außenspiegel und Scheinwerfer. Die Eisreste mit dem Scheibenwischer zu entfernen kann nicht nur den Wischgummi beschädigen, sondern sogar zusätzlich die Sicht beeinträchtigen. Denn bei Regen können die Wischspuren zu Schlieren auf den Scheiben führen. Um zu verhindern, dass die Scheiben beschlagen, drehen Sie am besten die Heizung oder Ventilation voll auf.

  • Achten Sie auf ausreichend Frostschutzmittel in Scheibenwaschanlage und Kühlflüssigkeit sowie auf einen guten Zustand Ihrer Batterie. Auch gut funktionierende Stoßdämpfer sind wichtig. Sie bewirken, dass alle vier Räder auf der Straße aufliegen, wodurch das Fahrzeug stabil bleibt. Ist ihre Funktion eingeschränkt, und liegen dadurch nur zwei oder drei Räder auf, kommen Sie leichter ins Schleudern! Lassen Sie Ihre Stoßdämpfer also etwa alle 20.000 km überprüfen.

  • Kontrollieren Sie die Funktion und Einstellung der Beleuchtung

  • Sind Sie schon auf Winterreifen umgestiegen? Da Sommerreifen im Winter an Elastizität verlieren und sie somit schlechter haften, ist das nur zu empfehlen. Die spezielle Gummimischung und die Lammellierung bei Winterreifen ist der Grund dafür, dass Sie auch bei niedrigen Temperaturen und feuchter Straße sicher Autofahren können. Bestenfalls haben Sie Ihre Reifen bereits vor Winterreinbruch gut eingefahren, denn dann haften sie besser. Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Sie Ihre Winterreifen spätestens bei vier Millimeter Restprofil austauschen.

  • Spätestens dann, wenn Sie einen Urlaub in den Bergen planen, sollten Sie Ihre Schneeketten griffbereit im Auto aufbewahren. Um für den Ernstfall fit zu sein, sollten Sie die Montage bereits zuhause üben. Fahren Sie mit den Ketten max. 50 km/h und montieren Sie sie auf schneefreier Straße wieder ab.

  • Bedenken Sie, dass Sie Ihre Fahrweise erheblich stärker als im Sommer den Wetterbedingungen anpassen müssen. Fahren Sie vorausschauend, mit reduzierter Geschwindigkeit und halten Sie ausreichend Abstand. Legen Sie am besten den zweiten Gang ein und schalten Sie schnell hoch, da die Reifen bei niedrigen Drehzahlen den Halt nicht so schnell verlieren. Rutschpartien können Sie umgehen, wenn Sie nicht zu abrupt beschleunigen, lenken und bremsen.

    Fahren Sie besonders auf Brücken, schattigen Fahrbahnabschnitten, Waldpassagen aber auch Ampelkreuzungen vorsichtig. Denn selbst bei Plus-Temperaturen hält sich Glatteis dort oft viel länger. Auch Spurrillen sollten Sie vermeiden, da sich dort schnell Eis bildet. Wenn Sie langsam unterwegs sind und niemanden behindern, können Sie ab und zu auf die Bremse treten um die Straßenverhältnisse zu prüfen und die Bremsen von Streusalzresten und Feuchtigkeit zu reinigen.

    Kommen Sie trotz aller Vorsicht ins Schleudern, nehmen Sie den Fuß vom Gas, kuppeln Sie aus und lenken in die gewünschte Fahrtrichtung. Wenn Ihr Fahrzeug ABS hat, können Sie auch während des Bremsens lenken. Ohne ABS sollten Sie während des Gegenlenkens nicht bremsen. Verwenden Sie lieber die "Stotterbremse" um Ihr Auto bei glatter Fahrbahn wieder in den Griff zu bekommen.

    Bleiben Sie mit Ihrem Wagen im Schnee stecken, versuchen Sie rhythmisches "Schaukeln" durch abwechselndes Vor- und Zurückfahren. Schlagen Sie die Räder dabei nicht mit dem Lenkrad ein, da sich so der Widerstand erhöht.



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