Zurich Versicherung Österreich
Mit dem eigenen Auto ins Ausland zu fahren ist einfach und ausfallssicherer als eine Flugreise (zumindest kann Ihre Reise nicht wegen eines Streiks oder Vulkanstaubs abgesagt werden). In fremdsprachigen Ländern kann es bei Unfällen allerdings knifflig werden. Mit unseren Tipps sparen Sie sich mögliche Kosten und Ärger mit Unfallgegnern, Behörden und der Versicherung – auch wenn Sie mit einem Mietwagen unterwegs sind:

Versicherungsschutz prüfen

Bevor Sie ins Ausland fahren, sollten Sie zuerst prüfen, ob Ihre Autoversicherung im Urlaubsland gilt. In Europa sind Sie aber, was den Versicherungsschutz angeht, üblicherweise auf der sicheren Seite.

Auch wenn Sie sich dazu entschließen, einen Wagen zu mieten, kann Ihre Kfz-Haftpflichtversicherung Sie vor finanziellen Schwierigkeiten bewahren. Viele Versicherungen bieten nämlich eine ergänzende Kfz-Haftpflichtleistung (auch bekannt als Mallorca-Police) an. In einigen Ländern ist es so, dass die gesetzlich vorgeschriebene Versicherungssumme viel zu niedrig ist. Beispielsweise in der Türkei beträgt sie für Personenschäden nur 350.000 Euro, für Sachschäden bloß 14.000 Euro. Bei einem Unfall kann diese Summe leicht überschritten werden. Den fehlenden Betrag müssten Sie dann aus eigener Tasche bezahlen. Achten Sie deshalb darauf, dass die Versicherungssumme mindestens 3 Mio. Euro beträgt, wenn Ihre Versicherung diese Lücke nicht abdeckt.

Vereinbaren Sie außerdem unbedingt eine Vollkaskoversicherung, damit Sie selbst verursachte Schäden am Mietwagen nicht selber bezahlen müssen. Erkundigen Sie sich nach einem eventuellen Selbstbehalt im Schadensfall.


Grüne Karte mitnehmen

In den Anrainerstaaten Österreichs und den Staaten der EU beweist das österreichische Kennzeichen Ihren Haftpflicht-Versicherungsschutz. In vielen anderen Ländern benötigen Sie allerdings die „grüne Versicherungskarte“ als Versicherungsnachweis.



Bei einem Unfall

Direkt nach dem Unfall sollten Sie genauso wie auch in Österreich reagieren. Sichern Sie die Unfallstelle ab, leisten Sie Erste Hilfe und rufen Sie die Rettung über die Euro-Notrufnummer 112.

  • Personenschaden: Verständigen Sie auf jeden Fall zusätzlich zur Rettung die Polizei und bitten Sie um eine Kopie des Polizeiprotokolls.
  • Sachschaden: In diesem Fall müssen Sie nicht unbedingt die Exekutive verständigen, außer es gibt Kommunikationsprobleme mit dem Unfallgegner.

Tauschen Sie mit den anderen Beteiligten Personen-, Fahrzeug- und Versicherungsdaten aus. In jedem Auto sollte sich ein europäischer Unfallbericht befinden – füllen Sie ihn aus. Zeichnen Sie eine Skizze des Unfallhergangs, fotografieren Sie die Unfallstelle und die Schäden, auch die Ihres Gegners. Notieren Sie sich außerdem die Kontaktdaten von eventuellen Zeugen. Spätestens nach einer Woche muss Ihre Haftpflichtversicherung von dem Unfall Bescheid wissen.


Auf keinen Fall sollten Sie

  • etwas unterschreiben, das Sie nicht verstehen,
  • Schuldeingeständnisse machen,
  • das Auto von freiwilligen Helfern abschleppen lassen (es könnte sich um Diebe handeln).

Ihre Schadenersatzforderungen gegenüber der ausländischen Kfz-Haftpflichtversicherung können Sie auch mit einem österreichischen Schadenregulierer regeln. Im Falle einer Klage wird aber das Recht des Unfallortes angewendet, was für Sie in manchen Fällen ungünstig sein kann. Dafür bietet z.B. die Zurich Versicherung ein Europa Leistungsplus an: Nach einem unverschuldeten Unfall in einem EU-Land ersetzt sie den Schaden nach österreichischem Versicherungsrecht.

Wenn der Unfall mit dem Mietwagen passiert ist: Kontaktieren Sie sofort die Mietwagenfirma. Die weiß, wie Abschleppen und Reparatur abzulaufen haben.



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