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Ein Garten mit Stil für Weinliebhaber

April 2019
Sie wünschen sich einen Bereich mit Urlaubsflair zum Entspannen und Wohlfühlen? Wie wäre es mit einem Hauch Toskana? Mit Weinreben errichten Sie sich ganz einfach eine südländische Wohlfühloase in Ihrem Garten. Ihr „Little Italy“.

Weinreben kann man ohne weiteres in einen Nutzgarten pflanzen, am besten an einer Mauer mit viel Sonnenschein. Natürlich können die Pflanzen auch frei stehen, allerdings benötigen Sie dazu Drähte, um sich „festzuhalten“ – idealerweise 6 Stück, 3 auf jeder Seite der Rebe. Mit Weinreben lassen sich auch wunderschöne Lauben gestalten, unter denen Sie es sich im Sommer gemütlich machen können. Egal wofür Sie sich entscheiden, wichtig ist, den Wein in Südlage zu pflanzen.

Um sich den Traum vom eigenen „Little Italy“ erfüllen zu können, braucht man viel Liebe und vor allem Geduld. Reben für den privaten Gebrauch werden verkauft, wenn sie ca. 2 Jahre alt sind. Über die ersten Trauben kann man sich dann etwa 2 Jahre später, zwischen Ende Sommer und Mitte Herbst, freuen. Bis eine Weinlaube genug Schatten spendet, vergehen ungefähr 5-8 Jahre.

Generell ist es für eine sorgenfreie Zeit im Garten wichtig, nur pilzwiderstandsfähige Rebsorten zu wählen. Empfehlenswerte Weißweinsorten wären hier zum Beispiel Blütenmuskateller, Donauveltliner oder Muscaris. Natürlich kommen auch Rotweinliebhaber auf ihre Kosten – sie wählen am besten Cabernet Jura, Pinotnova oder Regent.

Für jede dieser Sorten ist Mitte April die ideale Pflanzzeit. Das Pflanzloch sollte etwa 50 cm tief sein, die Erde gelockert und die Rebe leicht schräg zum Spalier hin eingepflanzt werden. Hier ist besonders darauf zu achten, dass die Veredelungsstelle oberhalb des Bodens liegt. Nach dem Einpflanzen kräftig gießen. Aus einer Weinrebe kann eine etwa sechs Meter breite Spalierpflanze gezogen werden, die jedes Frühjahr mit etwa 2-3 Liter Kompost pro Quadratmeter versorgt werden sollte.

Für ein optimales Wachstum der Reben sind das richtige Erziehen und Schneiden unumgänglich. Im Frühjahr bilden sich mehrere Triebe, wobei nur der kräftigste an einen Stützpfahl gebunden wird. (Trauben entstehen ausschließlich an neuen Trieben.) Damit der Stamm gerade wachsen kann und vor Bruch geschützt wird, muss regelmäßig abgebunden werden. Alle anderen Triebe werden entfernt. Wer gerne einmal schmackhafte Trauben ernten möchte, sollte pro Trieb zwei Fruchtstände stehen lassen, sowie darüber noch 1-2 Blätter. Wenn die Weinpflanze nur zur Zierde genutzt wird, kann man sie auch wild wuchern lassen.

Damit die Trauben ausreichend Sonne bekommen, müssen davorstehende Blätter entfernt werden. Hierbei kann man auch gleich auf Krankheiten oder Schädlingsbefall achten. Beispielsweise könnten weiße Flecken auf kleine Spinnmilben hindeuten, braune Flecken auf gekräuselten Blättern sind meist ein Zeichen für Pilzbefall. Diese Blätter müssen auf jeden Fall entfernt und verbrannt oder in die Mülltonne geworfen werden. Ein Tipp: Um Krankheiten und Befall vorzubeugen, kann man regelmäßig einen Sud aus Ackerschachtelhalm (gemischt mit etwas Netzschwefel) auf die Blätter sprühen.

Genau wie Rosen benötigen auch Weinreben einen angemessenen Schutz vor dem Winter. Vor allem die Veredelungsstelle sollte mit Erde oder Kompost vor Kälte geschützt werden. Das Abdecken mit Tannenzweigen bietet zusätzlichen Schutz und auch mit Stroh oder Vlies kann Frost vom Boden ferngehalten werden.


Quellen:
Thomas Polster (Winzer)
www.weinobstklosterneuburg.at
www.mein-schoener-garten.de

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