Tipps zur Vermeidung von Badeunfällen

Juli 2019
Sommer, Sonne, Sonnenschein … Was gibt es da Besseres, als ins kühle Wasser zu springen und sich abzukühlen? Doch gerade bei Kindern ist höchste Vorsicht geboten, um den sicheren Spaß im Nass zu garantieren. Zusammen mit dem Verein „Große schützen Kleine“ haben wir für Sie die wichtigsten Infos und Tipps ausgearbeitet, um Badeunfälle zu verhindern.
„Oft reichen schon einfache Vorsichtsmaßnahmen aus, um schlimme Unfälle zu vermeiden. Viele von uns sind Vater oder Mutter. Wir von Zurich wollen Eltern dabei unterstützen, Gefahrenquellen für ihre Kleinen zu erkennen und Schutzmaßnahmen zu treffen“, so Mag. Florian Weikl, Leiter Markt Management bei Zurich.

Bereits seit 2013 kooperieren Zurich und der Verein Große schützen Kleine. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wird heuer ein neues, breit angelegtes Ausbildungsprogramm gestartet. Die Ausbildung wird mit der Zertifizierung zum Kindersicherheitsberater oder zur Kindersicherheitsberaterin abgeschlossen. Weikl: „Familien und Kindervorsorge sind für Zurich ein wichtiges Anliegen. Daher sehen wir es in unserer Verantwortung als Versicherer, zur Unfallverhütung beizutragen und Tipps an die Familien zu bringen. In den nächsten drei Jahren wollen wir alle unsere Beraterinnen und Berater zum Kindersicherheitsberater schulen.“

Wie kann ich mein Kind vor Badeunfällen schützen?

Fakt: Kleinkinder bis zu drei Jahre können aus ungeklärter Ursache den Kopf nicht aus dem Wasser heben (Totstellreflex). Hier kann bereits eine Wassertiefe von 10 cm tödlich sein.
Tipp: Das Kind nicht aus den Augen lassen! In der Nähe von Wasser sollten Sie immer achtsam sein und auf Ihre Liebsten aufpassen. Wasser übt auf Kinder eine magische Anziehungskraft aus und kann große Gefahren für sie bergen. Da sie sich dem Risiko nicht bewusst sind, ist es besonders wichtig, Kinder bis zu zehn Jahre im und am Wasser nie unbeaufsichtigt zu lassen.

Fakt:
In Österreich kommt es jährlich zu mehr als 20 Ertrinkungsunfällen bei Kindern. Zwei bis drei davon sterben in Planschbecken, Pool, Biotop, See oder im Fluss.
Tipp: Ein Pool sollte mit einem 1,5 Meter hohen Zaun und selbstschließender Tür abgesichert werden. Weitere Risikofaktoren können auch ein nicht abgesicherter Pool vom Nachbar, ein vollkommen offen erreichbarer Teich oder beispielsweise eine Regentonne sein.

Fakt: Kinder entwickeln erst ab etwa acht bis zehn Jahren eine ausreichende Schwimmroutine. Ein Schwimmkurs allein reicht nicht aus!
Tipp: Melden Sie Ihr Kind für einen Schwimmkurs an, wenn Sie glauben, dass es dafür bereit ist. Die Schwimmfähigkeit sollte jedoch nicht überschätzt werden. Zudem kann das Schwimmen im Meer gefährlich werden, da es oft Strömungen mit sich bringt und das Kind mit der Situation überfordert ist. Generell sollte ein Kind nie alleine und in unbekannten Gewässern schwimmen!

Fakt: Kinder schreien nicht, wenn sie ertrinken. Sie sind oftmals nicht in der Lage, um Hilfe zu rufen oder auf sich aufmerksam zu machen. Besonders Kleinkinder „erstarren“ beim Kontakt mit Wasser und gehen sofort unter.
Tipp: Ist ein Kind verschwunden, dann immer dort suchen, wo auch Wasser sein könnte, damit aus einem Beinahe-Ertrinkungs-Unfall kein tödlicher Unfall wird.
Wenn Sie einen Pool im Garten haben, sollten Sie ein elektronisches Sicherheitssystem im Pool installieren, das sofort Alarm schlägt, wenn Ihr Kind ohne Beaufsichtigung ins Wasser geht oder zu ertrinken droht. Haben Sie für Notfälle jeglicher Art immer ein Telefon mit Notrufnummern griffbereit!

Über „Große schützen Kleine“:
Der Verein setzt sich seit über 30 Jahren für Unfallverhütung im Kindesalter ein und hat es sich zur Aufgabe gemacht, lokal, regional, national und international zum Thema Kinderunfallverhütung zu informieren und aufzuklären. Die Unfallzahlen sind stark zurückgegangen: Nicht tödliche Kinderunfälle konnten um 42 Prozent und tödliche Kinderunfälle um ganze 90 Prozent reduziert werden! Weitere Tipps und Informationen zu diesem Thema finden Sie unter den Quellenangaben.

Quellen:
Factsheet GSK ertrinken
https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/erste-hilfe/kindernotfaelle/ertrinken
http://grosse-schuetzen-kleine.at/gsk/ueber-uns/

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