Auf in die ewigen Jagdgründe!

Juni 2019
Wir sind der Meinung, dass sich „sterben“ immer etwas ernst anhört … deshalb haben wir den Sensenmann persönlich befragt und ihn gebeten, die Sache doch etwas für uns aufzulockern.

Hier die Highlights des Todes:

Mit der 71er fahren. (aus Österreich)
Die Straßenbahnlinie 71 fährt in Wien zum Zentralfriedhof.

Die Gänseblümchen nach oben drücken. (aus England)
Im deutschsprachigen Raum sieht man sich da schon eher die Radieschen von unten an.

Die Löwenzahnwurzeln fressen. (aus Frankreich)
Tja, Schnecken und Frösche sind in Frankreich ja auch nicht sicher …

Frischfleisch für die Würmer werden. (aus Russland)
Fressen und gefressen werden – der ewige Kreislauf des Lebens.

Sich um bessere Nachbarschaft bemühen. (aus Argentinien)
Es gibt sicher genug Leute, die das nachvollziehen können …

Den Löffel abgeben. (aus Deutschland)
Im Mittelalter konnten sich die armen Leute meistens nur Brei als Mahlzeit leisten. Dieser wurde mit einem Löffel aus einer Schüssel gegessen. Wer „seinen Löffel abgab“, musste verhungern.

Die Holzschuhe abgeben. (aus England)
Ähnlich wie auch der Löffel waren Schuhe für die sogenannten „Millworker“ (Arbeiter in einer Mühle oder Fabrik) im Großbritannien des 19. Jahrhunderts überlebenswichtig.

Petrus öffnet die Tore. (aus Russland)
Petrus ist der Türsteher im Paradies – er öffnet die Himmelstore.

Den Eimer wegtreten. (aus England)
Die Engländer wirken hier etwas unsensibel … Es geht hier nämlich um die Vorstellung eines zum Tode Verurteilten oder eines Selbstmörders, der mit einer Schlinge um den Hals auf einem Eimer steht.

Den Holz-Pyjama anziehen. (aus Österreich)
Damit ist der Sarg gemeint … klingt so aber wesentlich sympathischer.

Die Beine ausstrecken. (aus Spanien)
Im Jenseits gibt es Platz ohne Ende und tun muss man auch nichts mehr.

Wenn wir gerade beim Thema sind:
Vielleicht möchten Sie einmal einen vorsichtigen Blick auf unsere Lebensversicherungen werfen. ;-)

Quellen:
Mein Leben als Tod – Death Comedy (2014) von Der Tod

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