Tinderst du noch oder datest du schon?

September 2019
Tinder, Lovoo, Badoo … Der Markt wird regelrecht überschwemmt von allen möglichen Apps, die uns vermitteln wollen, dass wir mit einem Wisch die Liebe unseres Lebens finden. Von Matches und Likes bis zum Live-Radar, das andere potenzielle Dates in der Umgebung aufspürt, ist bei diesen Apps alles möglich, um den angeblich perfekten Partner zu finden. Doch was macht sie so besonders und worauf kommt es bei der Partnersuche eigentlich an?

Der Wandel in der Liebe
Unsere Gewohnheiten haben sich verändert – wir kleben mittlerweile am Smartphone und die Welt scheint sich Tag für Tag schneller zu drehen. Dadurch muss alles bequem und einfach funktionieren, wir möchten so wenig Aufwand wie möglich betreiben, um etwas zu erreichen. So verhält es sich häufig auch bei der Partnersuche, denn dieser Prozess ist simpel: Dating-App downloaden, registrieren, Profil anlegen und schon geht’s los!

Die etwas anderen Dating-Apps
In Österreich sind rund 1,7 Millionen Menschen Single. Die Zahl spricht für sich … Durch die große Auswahl an Dating-Apps geht der Trend hin zu mehr Individualismus. Immer mehr Menschen wählen Nischen-Apps, bei denen die Auswahl an potenziellen Dates eingeschränkt wird und spezifische Anforderungen gestellt werden. Gemeinsame Interessen werden immer wichtiger, jedoch verhält es sich ähnlich bei Abneigungen, die man teilt. Da Gefühle nun mal verbinden und Emotionen besonders bei Hass schnell hochkochen, hat sich die App „Hater“ zur Aufgabe gemacht, Menschen zusammenzuführen, die dieselben Dinge oder Personen hassen. Ähnlich wie bei Tinder haben hier zwei User ein Match, aber nur dann, wenn sie die gleichen Themen hassen. Eine weitere Plattform wurde speziell für die Oberschicht konzipiert: „Luxy“ bringt Menschen mit dickem Geldbeutel zusammen und hält nichts von niedrigen Kontoständen. Vom Prinzip her unterscheidet sie sich nicht von anderen Anbietern – die Nutzerzahlen halten sich aber verständlicherweise in Grenzen, kostet die Premium Variante doch bis zu EUR 339. Für die Champagner trinkende High Society ist dies wohl trotzdem kein Hindernis. Doch nicht nur Hass- oder Luxus-Anhägen werden vereint, sondern auch Bartliebhaber kommen bei der Dating-App „Bristlr“ auf ihre Kosten. Menschen mit dichten Bärten oder jene, die sie lieber nur kraulen, können sich hier durch die Datenbank wischen. Bei dieser Vielfalt kommt so schnell keine Langeweile auf. Trotzdem sollte man nicht ganz unüberlegt loslegen …

Sicherheit beim Online-Dating
Obwohl uns heute alle Möglichkeiten bei der Partnersuche offenstehen, sollten wir nicht vergessen, dass das Kennenlernen im Internet auch bestimmte Risiken birgt. Fake-Profile sind schnell angelegt und die Kontaktaufnahme über Chats ist um einiges leichter als in der Offline-Welt. Folgende Tipps sollten Sie beachten:
  • Laden Sie nur Apps aus vertrauenswürdigen Quellen wie iTunes, iOS oder dem Google Playstore herunter.
  • Schützen Sie private Informationen und seien Sie vorsichtig bei der Weitergabe persönlicher Daten wie Namen, Adresse, Telefonnummer etc. Ein neutraler Nickname, der keine Rückschlüsse auf Ihre wahre Identität zulässt, ist zunächst ratsam.
  • Deaktivieren Sie die GPS-Funktion und schalten Sie sie nur ein, wenn Sie die App gerade verwenden.
  • Vorsicht beim Hochladen und Versenden von freizügigen und intimen Fotos.
  • Das erste Date sollte immer in der Öffentlichkeit stattfinden, z.B. in einem Café oder im Restaurant. Lassen Sie sich nicht von zu Hause abholen.
  • Bei Frauen ist es ratsam, dass sie einer Freundin vom Date erzählen und zu einem festen Zeitpunkt eine Rückmeldung vereinbaren.

Quellen:
https://diepresse.com/home/panorama/oesterreich/5565917/Fast-ein-Drittel-der-Oesterreicher-sind-Single
https://www.futurezone.de/apps/article216724337/Tinder-war-gestern-Diese-7-Dating-Apps-sind-viel-origineller.html
https://www.singleboersen-finder.de/singleboersen-vergleich/10-tipps-fuer-sicheres-online-dating/

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