Brandgefahren

August 2019
Die Sommer werden immer heißer und trockener. Mit der Hitze steigt auch die Brandgefahr, sei es in den Wäldern oder in unseren Wohnungen. In Österreich gibt es insgesamt 25.000 Brände pro Jahr, umgerechnet bedeutet das, dass es alle 20 Minuten brennt. Welche die häufigsten Brandursachen sind und was man dagegen tun kann, erfahren Sie hier:

Zigaretten, Glasscherben und offenes Feuer
Die heißen Temperaturen lassen die Waldbrandgefahr in Österreich stark ansteigen. In den meisten Fällen ist der Mensch selbst dafür verantwortlich. Brennende Zigarettenstummel, Glasscherben, Abbrennarbeiten oder Lagerfeuer können Auslöser eines Brandes sein und sind besonders in den trockenen Sommermonaten ein großes Risiko. Bei erhöhter Waldbrandgefahr ist deshalb wichtig, nur an den vorgesehenen Grillplätzen ein Feuer zu entzünden, keine glühenden Zigaretten in den Wald zu werfen und keine Glasscherben im Wald liegen zu lassen.

Blitzschläge
Nicht nur menschliches Fehlverhalten, sondern auch Blitzschläge machen unseren Wäldern zu schaffen. Ein Blitz kann auf trockenem Gras oder Holz oftmals wie ein Zündfunke wirken und somit ein Feuer entfachen. Im Sommer sind 40 % der Brände auf Blitze zurückzuführen.

Auto
Bei Hitze und Dürre ist das Parken des Autos auf Wiesen und Feldern besonders gefährlich. Ein heißer Katalysator kann trockenes Gras oder einen Laubhaufen in wenigen Sekunden zum Brennen bringen. Vorsicht ist vor allem bei tiefergelegten Autos auf hügeligem Untergrund geboten.

Elektrogeräte im Haushalt
Eine große, aber häufig unterschätzte Brandgefahr geht von Elektrogeräten in der Wohnung aus. In Österreich sind jährlich rund 900 Brände darauf zurückzuführen. Geräte wie beispielsweise Toaster oder Föhn laufen im Betriebszustand warm. Hat diese Wärme keine Möglichkeit zu entweichen, können diese Geräte stark erhitzen und zu Kurzschlüssen führen.

Mehrfachsteckdosen sollten nur für den Anschluss von Kleingeräten wie Radio, Lampen oder Fernseher verwendet werden, da die auf der Steckerleiste angegebene Wattzahl nicht überschritten werden darf. Vorsicht bei Heizgeräten wie Herde, Bügeleisen und Öfen, denn diese können durch entzündliche Materialien in ihrer Nähe einen Brand verursachen. Ein Tuch über der Herdfläche kann so zum Beispiel schnell in Brand geraten.

Die steigende Anzahl an Akkus im Haushalt birgt zusätzliche Gefahren, da diese sich überhitzen und somit zu einem tatsächlichen Brand oder Stromschlägen führen können. Die Brandursachen sind dabei auf eine falsche Bedienung oder schadhafte Geräte sowie auf Vergesslichkeit zurückzuführen. Akkus sollten deshalb nie in der Hitze liegen gelassen werden, da hohe Temperaturen die chemischen Abläufe im Akku beeinflussen. Verwenden Sie zudem immer Original-Ladegeräte und entsorgen Sie den Akku, wenn er beschädigt oder aufgebläht ist.

Quellen:
https://www.t-online.de/heim-garten/wohnen/id_76030596/brandschutz-tipps-die-haeufigsten-brandursachen-vermeiden.html
https://kurier.at/chronik/in-oesterreich-brennt-es-alle-20-minuten/312.893.890
https://www.derstandard.at/story/2000106505514/oebb-faerbt-gleise-weiss-ein-gegen-hitzeschaeden

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