Baby, it’s hot!

Juli 2019
Auch wenn Babys noch keinen Marathon laufen, schwitzen können sie wie Extremsportler! Besonders am Kopf merkt man es ihnen an. Über Tipps wie z.B. „das Kind sollte am besten bei 18°C im Elternschlafzimmer schlafen“ können junge Eltern nur müde lächeln. Wir haben praxisnahe Empfehlungen gesammelt, die wirklich umsetzbar sind.

Wenn’s im Kinderwagen heiß wird

Im Sommer sieht man vor fast jedem Kinderwagen eine Stoffwindel hängen, die das Baby vor der Sonne schützen soll. Das ist leider gar keine gute Idee! Darunter staut sich die Hitze und im Endeffekt ist es viel heißer als ohne Stoffwindel. Besser: ein Sonnensegel, das darüber gespannt wird, oder ein Sonnenschirm. Hier kann die Luft trotzdem zirkulieren.

Wenn das Baby den Kinderwagen hasst

Dann können Sie es nur tragen, am einfachsten in einer Babytrage oder einem Tragetuch. Ja, selbst bei einer Affenhitze! Beherzigen Sie einfach folgende Tipps:

  • Möglichst im Schatten bleiben.
  • Dem Baby helle, leichte Baumwollkleidung oder Gewand aus Wolle-Seide-Gemisch anziehen:

    • Langarmshirt oder –body
    • Lange Hose mit dünnen Socken oder dünne Strumpfhose
    • Sonnenhut mit Krempe für den Nacken
  • Ein Tragetuch aus Baumwolle oder eine wenig gepolsterte Tragehilfe verwenden.
  • Wenn möglich eine Bindeweise wählen, die einlagig um das Kind herum verläuft (z.B. Ringsling, Känguru, Rucksack).

Trotz alledem werden Sie ordentlich schwitzen. Das ist gut so, Sie schwitzen beim Tragen für das Kind mit!

Ist dem Kind denn überhaupt zu heiß?

Das finden Sie mit einem Griff in den Nacken oder an die Füße heraus. Da merken Sie am ehesten, ob es friert oder schwitzt.

Wenn’s im Bett zu heiß wird

Klar, dass Sie da in der Nacht das Fenster offen lassen. Achten Sie aber darauf, dass Ihr Baby nicht zu viel Zugluft abbekommt. In Tropennächten können Sie das Kleine auch nur mit Windel ins Bett legen. Wenn Sie selbst nackt daliegen und trotzdem noch schwitzen, ist es doch absurd, das Kind in einen Pyjama und Schlafsack zu packen. Eine Haube braucht es schon gar nicht. Wenn Sie als Schutz vor einer überlaufenden Windel einen wasserundurchlässigen Matratzenschutz verwenden, sollten Sie das Risiko eingehen und ihn entfernen. Dann kann der Schweiß besser aufgesaugt werden.

Soll ich meinem Säugling extra Flüssigkeit, z.B. Wasser oder Tee geben?

Haben Sie schon mit Beikost begonnen? Wenn nicht, lautet die klare Empfehlung: nein! Ihr Baby könnte eine Wasservergiftung bekommen. Einfach öfter die Brust anbieten. Falls Sie nicht stillen, geben Sie stattdessen einfach Pre-Nahrung, diese darf wie Muttermilch nach Bedarf angeboten werden.

Welche Sonnencreme verwende ich am besten?

Gar keine! Aber da man nicht für immer und ewig im Schatten bleiben und nicht jeden Quadratmillimeter der Haut mit Kleidung abdecken kann, muss es manchmal trotzdem sein. Da greifen Sie bis zum 1. Geburtstag zu einer mineralischen Sonnencreme.

Quellen:
tragenetzwerk.de
praxisvita.de
rtl.de
babycenter.de