Ablenkung vom Straßenverkehr

August 2019
Unaufmerksamkeit und mangelnde Konzentration haben mittlerweile die Alkoholisierung als Hauptursache für tödliche Unfälle abgelöst. Die Verkehrsunfallstatistik spricht Bände: Fast 40 Prozent aller Unfälle in Österreich sind auf Ablenkung zurückzuführen – Tendenz steigend …

Jede Aufgabe kostet Aufmerksamkeit
Verkehrsteilnehmer unterschätzen häufig das Risiko der Ablenkung beim Autofahren. Die Reaktionsfähigkeit wird bei jeder noch so kleinen Tätigkeit beeinträchtigt, obwohl es sich nur um Sekunden handelt. Vor allem Aufgaben im Bereich des Lenkrads kosten wertvolle Reaktionszeit. Ursachen für Unfälle können beispielsweise die Bedienung des Smartphones, das Suchen und Aufsetzen einer Brille, Essen und Trinken, Rauchen oder das Sprechen mit dem Beifahrer sein. Viele Autofahrer haben ein zu großes Sicherheitsgefühl und sind davon überzeugt, ihr Fahrzeug richtig zu lenken und dabei auf andere Verkehrsteilnehmer und nicht vorhersehbare Situationen trotzdem rechtzeitig reagieren zu können.

Technik verändert das Fahrverhalten
Ob Smartphone, Navigationssystem oder das Autoradio – unsere Fahrzeuge werden mittlerweile von technischen Hilfs- und Kommunikationsmitteln dominiert. Die Automatisierung bestimmter Abläufe im Auto hat das Fahren an sich stark vereinfacht. Automatikgetriebene Fahrzeuge ersparen uns das mühsame Gangschalten. Es wird uns so aber auch erleichtert, einfach mal das Handy in die Hand zu nehmen und eine Nachricht zu schreiben. Zudem ist die Anzahl der Bedienelemente im Fahrzeug-Cockpit in letzter Zeit beträchtlich angestiegen. Im Gegensatz zu früher, wo man nur Heizung und Radio einstellen konnte, gibt es nun zahlreiche Funktionen wie die Navigation, den Bordcomputer (zeigt Tempolimit, Benzinverbrauch, Batteriestand etc. an) und die Sprachsteuerung.

Ablenkung durch Mitfahrer
Doch nicht nur technische Geräte und andere ablenkende Tätigkeiten können das Unfallrisiko stark beeinflussen. Das Sprechen mit dem Beifahrer oder das bloße Mithören von Telefongesprächen können die Aufmerksamkeit auf sich ziehen und sind nur schwer zu beeinflussen. In solchen Situationen muss sich der Fahrzeuglenker darüber im Klaren sein, dass er die volle Verantwortung über den Wagen und die Sicherheit aller anderen Personen trägt.

In den Ferien gibt es für Eltern und ihre Kinder häufig längere Fahrzeiten. Wenn den Kleinen langweilig ist, bringen sie das oft lautstark zum Ausdruck, was sich wiederum negativ auf den Fahrstil auswirkt. Hier sollte man darauf achten, regelmäßige Pausen einzulegen, die Kinder eventuell mit Lesestoff, Snacks etc. zu beschäftigen oder während der Schlafenszeit der Kinder zu fahren.

Quellen:
https://www.nytimes.com/2019/05/02/business/distracted-driving-technology.html
https://autorevue.at/ratgeber/haeufigste-unfallursache-strassenverkehr

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