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Etwa 32.000-mal müssen die österreichischen Feuerwehren pro Jahr ausrücken, um einen Brand zu löschen. Das geht aus der aktuellen Statistik des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes hervor.

Bei einem Wohnungs- oder Gebäudebrand ist die Rauchentwicklung für die Menschen im Inneren die größte Gefahr. Der Grund dafür liegt im sehr hohen Kunststoffanteil der Gebäude. Neben Kohlenmonoxid werden im Brandfall große Mengen giftiger Gase freigesetzt. Traurig aber wahr: Die meisten Brandopfer kommen nicht in den Flammen um, sondern ersticken.


Sich dieser Sache bewusst zu sein, hilft im Notfall schon sehr viel. Folgende Ratschläge für das Überleben im Brandfall gibt die Berufsfeuerwehr*.

Immer zuerst: Alarmieren Sie die Feuerwehr

Im Zuge eines eigenen Löschversuchs wird häufig vergessen, die Feuerwehr anzurufen! Wenn es irgendwo brennt - egal ob in Ihrer Wohnung, im Stiegenhaus oder im Keller - alarmieren Sie zuerst die Feuerwehr: Feuerwehrnotruf 122


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Was tun bei: Brand in der eigenen Wohnung?

  1. Feuerwehr alarmieren: 122
  2. Gefährdete Personen retten.
  3. Wohnungstür schließen.
  4. Nachbarn warnen bzw. Gebäude evakuieren.
  5. Haus verlassen und Feuerwehr einweisen.

Häufige Fehler

Beim eigenen Versuch das Feuer zu löschen, wird oft das Alarmieren der Feuerwehr vergessen.

Bei der Flucht wird die Tür zur brennenden Wohnung offen gelassen - das Feuer kann sich schnell ausbreiten und andere Menschen gefährden. Rauch dringt ins Stiegenhaus!

Was tun bei: Brand im Wohnhaus, Fluchtweg rauchfrei?

  1. Feuerwehr alarmieren: 122
  2. Gefährdete Personen retten.
  3. Wohnungstür schließen.
  4. Nachbarn warnen bzw. Gebäude evakuieren.
  5. Haus verlassen und Feuerwehr einweisen.

Häufige Fehler

Geringe Anzeichen, zum Beispiel schwacher Brandgeruch, werden nicht ernst genommen. Dadurch wird die Flucht zu spät angetreten

Man verlässt sich darauf, dass jemand anderer bereits die Feuerwehr verständigt hat.

In der Aufregeung vergisst man, die eigene Wohnungstür zu schließen, bevor man das Gebäude verlässt - Rauchschäden an der Einrichtung!

Was tun bei: Brand im Wohnhaus, Fluchtweg verqualmt?

  1. Feuerwehr alarmieren: 122
  2. Wohnungstür schließen.
  3. Türen so gut wie möglich abdichten.
  4. Am geöffnetem Fenster bemerkbar machen; um Hilfe rufen - Feuerwehr kommt!

Häufige Fehler

Flucht durch das verqualmte Stiegenhaus - führt zum Tod!

In Panik aus dem Fenster springen oder der Versuch sich abzuseilen.

Die eigene Wohnungstür wird nicht geschlossen - Feuer gelangt schnell in die Wohnung (Kamineffekt).

Was tun bei: Brand im Wohnhaus, Fluchtweg verqualmt, Brand an der Fassade?

  1. Feuerwehr alarmieren: 122
  2. Türen und Fenster schließen.
  3. Türen so gut wie möglich abdichten.
  4. Auf die Feuerwehr warten - Feuerwehr kommt!

Dieser Fall tritt äußerst selten ein.

Durch richtiges Verhalten besteht eine hohe Überlebenschance, da die verschlossenen Türen Brand und Rauch meist bis zum Eintreffen der Feuerwehr Widerstand leisten.

In dieser Situation dringt die Feuerwehr mit Atemschutzgeräten zu Ihnen vor und rettet Sie. Die Feuerwehr durchsucht grundsätzlich alle Räume des Hauses.


Mehr Informationen

Eine sehr anschauliche Erklärung (mit Abbildungen), wie man sich beim Brand am besten verhält, finden Sie auf den Webseiten der Grazer Berufsfeuerwehr.

Hintergrundinfos zur Arbeit der Feuerwehr in Österreich sowie aktuelle Brandstatistiken bietet das Internetportal des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes (ÖBFV).



*Quelle: Berufsfeuerwehr Graz, www.bf-graz.at