Pflanzen ohne Erde – perfekt für jede Wohnung!

Mai 2020
Sie haben keinen Garten? Keine Terrasse? Nicht mal einen Balkon? In Zeiten wie diesen ist das wirklich hart. Damit Sie sich trotzdem an ein wenig Grün in Ihren vier Wänden erfreuen können, haben wir ultimative Tipps!

Für Anfänger

Einfach und gesund: Mit ein wenig Küchenrolle und Kressesamen zaubern Sie sich in ein paar Tagen einen würzigen Frischekick. Ein paar Blätter Küchenpapier auf einem Teller auslegen, die Samen draufstreuen, eingießen und schön feucht halten. Frische Kresse schmeckt super auf einem Butterbrot und liefert viel Eisen, Kalium, Vitamin A und Vitamin C sowie Folsäure.

Wenn Ihre Grünlilie bereits Ableger gebildet hat, belassen Sie diese auf der Mutterpflanze, bis sie Wurzeln zeigen. Anschließend können Sie die Kindel, wie die Ableger auch genannt werden, in eine Vase stellen.

Tillandsien werden auch als Luftpflanzen bezeichnet. Wie der Name schon verrät, benötigen sie keine Erde zum Überleben. Luftpflanzen nützen ihre Wurzeln, um sich an Steinen oder anderen Pflanzen festzuklammern. Somit sind sie perfekt für die Wohnung geeignet. Abhängig von der Luftfeuchtigkeit brauchen Sie Ihre Tillandsien nur ein- bis zweimal pro Woche oder bei Wüstentillandsien nur ein- bis zweimal im Monat mit abgekochtem Wasser zu besprühen. Das ist wichtig, da kalkhaltiges Wasser die Saugschuppen der Luftpflanze verstopft und daher nicht geeignet ist.

Für Fortgeschrittene

Einige Pflanzen eignen sich wunderbar für Hydroponik. Darunter versteht man „die Wissenschaft und die Kunst des Anbaus von Kulturpflanzen ohne Erde sowie ihre praktische Anwendung“. Das bedeutet, dass Pflanzen ausschließlich im Wasser wachsen, ganz ohne Erde oder Tongranulat. Besonders gut geeignet sind Hyazinthe, Anthurie, Efeu, Monstera (Fensterblatt), Philodendron, Avocadokern aber auch beliebte Küchenkräuter wie Basilikum, Rosmarin, Lavendel und Salbei.

Spülen Sie die Wurzeln der Pflanzen gründlich mit lauwarmem Wasser aus bis auch die letzten Reste Erde entfernt sind. Dies ist wichtig, damit die Pflanze später nicht zu faulen beginnt. Füllen Sie Ihre Lieblingsvase mit Mineralwasser, das versorgt die Pflanzen optimal mit den benötigten Nährstoffen und setzen Sie die Pflanze hinein.

Schon können Sie sich am Anblick Ihres neuen Mitbewohners erfreuen. Wechseln Sie alle vier Wochen das Wasser und gönnen Sie Ihrer Pflanze hin und wieder ein paar Tropfen Flüssigdünger. Sie wird es Ihnen mit kräftig grünen Blättern danken.

Für Profis

Wer nun Gefallen an Hydroponik gefunden hat, kann das auch auf allerlei Gemüse- und Obstpflanzen ausweiten. Mit Hilfe eines passenden Hydroponik-Systems, einer Nährlösung und einer geeigneten Beleuchtung können sogar im fensterlosen Abstellkämmerchen zukünftig Kulturpflanzen sprießen. Für den Einstieg eignen sich besonders Blattgemüse und Kräuter, da sie eher kleinwüchsig und pflegeleicht sind. Prinzipiell lassen sich jedoch fast alle Pflanzen hydroponisch aufziehen. Zwar sind Pflanzen mit Fruchtbildung unter der Erde (Zwiebel, Kartoffel, Karotte) weniger geeignet, jedoch gibt es auch hierfür erfolgreiche Hydroponik-Gärtnerinnen und Gärtner.

Leichter geht es jedoch mit diversen Salaten, Tomaten, Paprika, Chilis, Spinat, Bohnen, Gurken, Erdbeeren, Heidelbeeren, Basilikum, Minze, Rosmarin, Oregano, Petersilie, Zitronenmelisse usw. Na, auf den Geschmack gekommen?

Kennen Sie Microgreens?

Eine spannende Variante in der Hydroponik sind die sogenannten Microgreens. Dabei handelt es sich um die Triebe von beispielsweise Blattkohl, Radieschen, Senf, Brokkoli, Kresse, Minze oder Bohnen. Sie sind reich an Nährstoffen und sehr einfach hydroponisch zu kultivieren. Für die Anzucht reicht eine einfache feuchte Anzuchtmatte. Daher werden Microgreens häufig beim Indoor-Gardening ausgesät.

Die Vorteile der Hydroponik liegen auf der Hand: Es ist kein Unkrautjäten mehr nötig, die Nährstoffzufuhr kann bestens kontrolliert und dadurch können Nährstoffe eingespart werden. Das erdlose Verfahren ist unabhängig von der Bodenbeschaffenheit und klimatischen Bedingungen und kann quasi überall praktiziert werden.

Disclaimer und Quellenangabe

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