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Neuschnee. Fluch oder Segen?

Februar 2018
Die weiße Pracht lässt die meisten Kinderherzen höher schlagen – endlich einen Schneemann bauen, die neue Rodel ausprobieren, die Ski anschnallen, eine Schneeballschlacht organisieren … Erwachsene sehen einem Wintereinbruch hingegen oft mit gemischten Gefühlen entgegen. Wir haben ein paar Tipps gesammelt, mit denen Sie besser durch Schnee und Eis kommen.

Früher aufstehen – trotz Dunkelheit und Kälte

Planen Sie am Morgen reichlich Zeit ein. Wenn Sie auf das Auto angewiesen sind, werden einige Minuten vergehen, bis Sie es von Schnee und Eis befreit haben und in Betrieb nehmen können. Fahren Sie nicht los, bevor Sie nicht volle Sicht aus allen Fenstern und im Außenspiegel haben – ein kleines „Sichtfenster“ in der Windschutzscheibe reicht nicht. Mit vereisten oder vernebelten Scheiben wegzufahren ist unverantwortlich und strafbar.

Sich das Eiskratzen zu ersparen, indem man den Motor am Stand laufen lässt, ist übrigens keine gute Idee – es ist sogar ausdrücklich verboten. Denken Sie auch daran, den Schnee vom Autodach und von der Motorhaube abzukehren – sobald Sie schneller fahren, könnte sich der Schnee lösen und Ihnen plötzlich die Sicht nehmen.

Beleuchtung und Kennzeichen müssen natürlich auch schneefrei sein. Wer glaubt, durch ein schneebedecktes Nummernschild einer Polizeistrafe entgehen zu können, wird vielleicht gerade deswegen zur Kasse gebeten. Winterreifen sollten um diese Jahreszeit selbstverständlich sein – auch in der Großstadt. Wenn Sie in höher gelegene Orte unterwegs sind, sollten Sie vorsorglich Ketten mitnehmen und auch griffbereit haben.

Gehsteig, Garten, Terrasse und Balkon

Hausbesitzer sollten noch früher aufstehen, denn zwischen 6 und 22 Uhr müssen im Ortsgebiet Gehsteige und Gehwege geräumt und bei Glatteis auch gestreut sein. Salz ist übrigens als Streumittel vielerorts bereits verboten. Umweltfreundliche Alternativen sind Kies, Sand und Sägespäne. Wer nicht selbst zu Schneeschaufel und Streugut greifen möchte, kann einen professionellen Schneeräumdienst beauftragen.

Schnee + Wind = Schneeverwehung. Wenn sich kleine Schneeberge an Hausecken oder vor Terrassen- und Balkontüren gebildet haben, sollten sie diese wegschaufeln. Sobald Tauwetter einsetzt, könnte Wasser ins Mauerwerk bzw. durch die Tür in die Wohnung eindringen. Auch beim Schneeschnippen sollten Sie darauf achten, keine Schneehaufen an der Hauswand aufzutürmen.

Schneit es heftig und lange bei Temperaturen um null Grad, müssen die Bäume sehr viel Gewicht auf Ästen und Zweigen aushalten. Es empfiehlt sich, zwischendurch den Baum z. B. mit einem Besen von der Schneelast zu befreien, um einem Astbruch vorzubeugen. Bei einer geschlossenen Schneedecke finden die Vögel kaum Nahrung – wenn Sie unseren gefiederten Freunden helfen möchten, gut über den Winter zu kommen, dann stellen Sie doch ein Futterhäuschen auf oder hängen Sie einen Meisenring auf.

Dachlawinen – alles Gute kommt von oben?

Sobald es zu tauen beginnt, fangen Schneemassen auf den Dächern zu rutschen an – je höher das Haus, je steiler das Dach und je mehr Schnee darauf liegt, desto gefährlicher wird es. Wenn Dachlawinen auf öffentlichen Wegen oder über Hauseingängen abgehen könnten, ist ein Schutz verpflichtend. Doch auch wenn die Bauaufsichtsbehörde keine Schutzmaßnahmen vorgeschrieben hat, sollten Sie rechtzeitig Maßnahmen treffen, z. B. Schneestopper oder Schneefanggitter anbringen lassen. Versuchen Sie bloß nicht, ungesichert das Dach Ihres Hauses von Schnee zu befreien – dabei sind schon etliche Hausbesitzer schwer verunglückt.

Eiszapfen sollte Sie nur in der Natur bewundern, nicht aber an der Dachrinne Ihres Hauses – sie deuten nämlich darauf hin, dass die Dachrinne verstopft ist.

Hals- und Beinbruch

Glatteis, Schnee und Matsch sind nicht nur ein Risiko für Autofahrer, auch Fußgänger kommen öfter zu Sturz und die Gipszimmer der Ambulanzen haben Hochbetrieb. Tragen Sie Schuhe mit flachen Absätzen und gutem Profil und seien Sie besonders vorsichtig auf rutschigen Böden von Unterführungen oder offenen Stationen öffentlicher Verkehrsmittel.

Für betagte Personen kann schon „ein Ausrutscher“ verheerende Folgen haben. Oft halten extreme Wettersituationen nur kurz an und es hilft schon, den Weg zum Supermarkt vom Morgen auf die Mittagszeit zu verschieben, um sich keiner unnötigen Gefahr auszusetzen.

Radfahren …

… ist sehr gesund – aber bei Schnee und Glatteis kann es der Gesundheit rasch abträglich sein. Wenn Sie nicht im Nebenberuf Stuntman sind, lassen Sie Ihren Drahtesel lieber stehen. Das gilt sinngemäß auch für andere einspurige Fahrzeuge wie Mopeds und Motorräder.

Wasser abgedreht?

Sie selbst haben sich wahrscheinlich in eine warme Jacke oder einen Wintermantel gehüllt und trotzen der Kälte. Aber bei Schnee und extremem Frost können auch Rohre an Außenwänden und sogar im Keller einfrieren. Überzeugen Sie sich sicherheitshalber, dass die Wasserzufuhr abgedreht und das Wasserrohr entleert ist, um einen Rohrbruch zu verhindern.

Sollte doch einmal etwas passieren ...

... dann ist es gut zu wissen, dass bei der Eigenheimversicherung von Zurich ein 24-Stunden-Notfalldienst kostenlos enthalten ist. Die Wohn-Assistance von Zurich organisiert Hilfe und übernimmt dafür auch die Kosten bis zu 200 Euro.

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