Zurich Versicherung Österreich
Wie man sich bettet, so liegt man. Doch die meisten Menschen betten sich falsch. Einschlaf- und Durchschlafprobleme sowie Verspannungen im Hals-, Nacken- und Rückenbereich sind die Folge.

Alleskönner Matratze

Eine gute Matratze muss so einiges leisten: Einerseits muss sie Halt geben, ohne im Beckenbereich durchzuhängen, andererseits müssen Schulter und Becken so weit in die Matratze einsinken können, dass die Wirbelsäule gerade bleibt. Dadurch werden die Bandscheiben entlastet, der Druck auf die Nerven verhindert und die Durchblutung gefördert.



Welche Matratze ist die richtige?

Dafür gibt es kein Patentrezept. Je nach Alter, Lebensart, Körpergewicht, Konstitution und Bewegungsfreudigkeit und Vorerkrankungen hat jeder Mensch andere Schlafbedürfnisse und –gewohnheiten, die sich auch im Laufe des Lebens stark verändern.



Tipps für den Matratzenkauf

  • Als Faustregel gilt: Schwerere Menschen benötigen meist eine härtere Matratze, zartere Personen sind mit einer weicheren Variante gut beraten. Verallgemeinern sollte man das natürlich nicht. Je älter man wird, umso weicher sollte die Matratze sein.
  • Schlafen Sie nachts meist auf der Seite, dem Bauch oder auf dem Rücken? Je nach bevorzugter Schlafposition kommt für Sie eine andere Matratzenart in Frage:
    • Vor allem beim Seitenschläfer muss die Matratze hochflexibel sein. Die Hüfte muss in die Matratze einsinken können, die Taille dagegen von unten gegengestützt werden.
    • Bei Rückenlage muss die Matratze keine so hohe Punktelastizität aufweisen. Die Wirbelsäule soll von unten aber trotzdem gut gegengestützt werden, damit sie in eine entspannte Position gelangen kann.
    • Bauchschläfer sollten darauf achten, dass die Schlafunterlage im Lendenwirbelbereich nicht zu weich ist, denn sonst besteht die Gefahr, dass eine Hohlkreuzlage entsteht. Dennoch muss die Matratze ebenfalls keine so hohe Punktelastizität aufweisen wie bei Seitenschläfern.
  • Vergessen Sie bei der Wahl nicht, Ihre Partnerin/Ihren Partner miteinzubeziehen. Was für Sie gut ist, muss noch lange nicht für Ihre bessere Hälfte gut sein.
  • Sie schwitzen nachts leicht? Dann sollten Sie sich für eine Federkernmatratze entscheiden, da diese Wärme schnell ableitet.
  • Der Handel wirbt mit bis zu 7 Zonen-Matratzen. Experten halten jedoch mehr als 3 Zonen für den Schulter-, Lenden- und Beckenbereich für wenig sinnvoll.
  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit zum Probeliegen. Trauen Sie sich ruhig, auch länger liegen zu bleiben und ändern Sie des Öfteren Ihre Position.
  • Paare sollten für ihr Doppelbett ab einer Breite von 140 Zentimetern zwei separate Unterfederungen und Matratzen kaufen. Denn ist einer von beiden Partnern schwerer, sinkt die Matratze zu dessen Seite hin ab und kann den anderen nicht mehr richtig stützen.
  • Sprechen Sie mit dem Verkäufer über ein Rückgaberecht und testen Sie die Matratze ein paar Tage am „Ort des Geschehens“. Normalerweise muss dann zwar die Verpackungsfolie dran bleiben, aber das stört beim Probeliegen nicht.
  • Sie sind AllergikerIn? Es gibt bereits spezielle Matratzen für sensible Personen sowie abnehm- und waschbare Bezüge. Als praktisch erweisen sich auch Matratzenschoner.
  • Bei einer guten Matratze ist ein federnder Lattenrost eigentlich nicht notwendig. Allerdings sollten Sie darauf achten, dass der Abstand zwischen den Latten nicht mehr als 5 cm beträgt, da die Matratze sonst durchdrückt. Wenn Sie unter Rückenproblemen leiden, bieten sich Bettensysteme an, bei denen Matratze und Rost vom selben Hersteller stammen und aufeinander abgestimmt sind.
  • Auch bei Matratzen muss teuer nicht zwingend gut sein. Bei einem Test, der von der Stiftung Warentest durchgeführt wurde, haben einige teure Matratzen nur mit dem Urteil „Ausreichend“ abgeschlossen.