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In der Küche treffen zwei Extreme aufeinander: eisige Kälte und unerträgliche Hitze, beides benötigt Energie. Sowohl bei der Anschaffung der Küchengeräte, als auch bei der Verwendung, zeigen sich etliche Einsparungsmöglichkeiten:

Stromdiät für den Kühlschrank

Vor der Anschaffung

  • Small, Medium oder Large: Da ein großer Kühlschrank mehr Strom verbraucht als ein kleiner, sollten Sie die Größe Ihrem Bedarf anpassen. 60 Liter Nutzinhalt pro Person sind ausreichend.
  • Mit welchen Stromkosten Sie rechnen müssen, lässt sich einfach feststellen. Auf einem Label sollte der Energieverbrauch angegeben sein - multiplizieren Sie diesen mit dem aktuellen Strompreis (~0,15 Euro) und schon haben Sie die jährlichen Kosten.

Nach der Anschaffung

  • Stellen Sie den Kühlschrank nicht in der Nähe von Wärmequellen, wie zum Beispiel Backofen, Geschirrspüler oder Heizung, auf.
  • Achten Sie bei verbauten Kühlschränken auf ausreichende Belüftung, da es sonst zu einem Hitzestau kommt.
  • Ob der Kühlschrank voll oder leer ist, ist ganz egal, es macht allerdings einen Unterschied, wie Sie ihn befüllen. Lebensmittel sollten maximal Raumtemperatur haben, bevor Sie in den Kühlschrank kommen.
  • Die ideale Kühltemperatur beträgt 6°C. Im 1-Stern-Gefrierfach beträgt die Temperatur -6°C, Lebensmittel sind darin einige Tage haltbar. Bei zwei Sternen, sprich -12°C, sind Lebensmittel ein bis zwei Wochen haltbar. Drei und vier Sterne stehen für -18°C oder kälter und eignen sich für längere Lagerung.
  • Tauen Sie den Kühlschrank regelmäßig ab.
  • Testen Sie, ob die Tür noch perfekt abdichtet, indem Sie versuchen, ein Blatt Papier zwischen Schrank und Tür einzuklemmen und durchzuziehen.


Stromverbrauch von Eiskasten/Gefriertruhe reduzieren

Vor der Anschaffung

  • Wie beim Kühlschrank spielt auch hier die Größe eine enorme Rolle in der Energiefrage. Rechnen Sie mit 50 bis 80 Liter Nutzinhalt pro Person. Zur Orientierung: Pro 100 Liter können Sie in Gefrierschränken 50kg, in Gefriertruhen 70kg Tiefkühlprodukte unterbringen.

Nach der Anschaffung

  • Für das Aufstellen der Gefriertruhe eignet sich am besten der Keller, also ein kühler Ort, wo es allerdings nicht kälter als -10°C werden sollte.
  • Füllen Sie die Truhe mit System, sodass Sie nach dem Öffnen nicht lange nach dem gewünschten Produkt suchen müssen.
  • Jedes Jahr im Winter sollte die Gefriertruhe abgetaut und gereinigt werden.


Energiesparer an den Herd!

Für Gas- und Elektroherde gilt beim Sparen dasselbe:

  • Kochen Sie immer mit Deckel, erstens ist das Essen schneller fertig, zweitens geht weniger Wärme verloren.
  • Wählen Sie die passende Kochplatte: Ist sie größer als der Topf, heizt sie am Geschirr vorbei. Der Boden des Geschirrs sollte eben sein.
  • Schalten Sie die Herdplatte/das Backrohr schon vor Ende der Back- oder Kochzeit aus, dadurch nutzen Sie die Restwärme optimal aus. Umgekehrt sollten Sie alles erst dann einschalten, wenn es wirklich mit dem Kochen losgeht.
  • Ein Druckkochtopf spart in etwa 50% des Stroms oder Gases, was hauptsächlich an der verkürzten Kochdauer liegt.
  • Wenn Sie nur eine kleine Portion wärmen oder schnell etwas auftauen wollen, sind Sie mit der Mikrowelle am günstigsten unterwegs.
  • Für viele sind Kleingeräte wie Eierkocher, Wasserkocher oder Toaster nur unnötige Spielereien, doch mit ihnen kann man einiges an Strom sparen.
  • Dank Thermosflaschen oder Warmhaltekannen sparen Sie sich das erneute Aufwärmen.


Nie mehr Tellerwäscher

Vor der Anschaffung:

  • Wussten Sie's? Wenn Sie mit der Hand Geschirr abwaschen, verbrauchen Sie mehr Energie und Wasser als mit einer Geschirrspülmaschine - die Anschaffung lohnt sich also abgesehen von der Zeitersparnis auch stromspartechnisch.
  • Beim Fassungsvermögen, das in "Maßgedecken" angegeben wird, können Sie sich an der Größe des Haushalts orientieren:

    1-2 Personen: 4 Maßgedecke
    2-3 Personen: 8 Maßgedecke
    3-4 Personen: 12 Maßgedecke
    > 5 Personen: 14 Maßgedecke

Nach der Anschaffung:

  • Schließen Sie die Geschirrspülmaschine wenn möglich direkt an die Warmwasserleitung an, denn die meiste Energie wird für das Aufheizen des Wassers verbraucht.
  • Sparen Sie sich die Arbeit und spülen Sie nicht vor, es reicht, wenn Sie lediglich Essensreste entfernen.
  • Schalten Sie die Maschine nur ein, wenn sie voll ist, und lassen Sie sich nicht von Spar- oder Kurzprogrammen verführen. Selteneres Spülen im normalen Programm ist billiger.


Weitere Informationen rund ums Sparen von Energie