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Der Sommer lockt Kinder zum Spielen in den Garten. Pflanzen mit leuchtenden Farben, ungewöhnlichen Formen oder glänzenden Beeren laden zum Entdecken ein. Doch viele Pflanzen sind nicht besonders gut verträglich, einige sogar sehr giftig.

Wie kann ich einer Vergiftung vorbeugen?

  • Entfernen Sie giftige Pflanzen aus Ihrem Garten und lassen Sie Ihre Kinder in fremden Gärten nie unbeaufsichtigt. Ob Gewächse giftig sind oder nicht können Sie bei einem Botaniker oder Gartenbauspezialisten erfragen.
  • Kontrollieren Sie, ob Ihr Kind auf dem Weg zur Schule oder zum Spielplatz an giftigen Pflanzen vorbeikommt.
  • Besprechen Sie die Vergiftungsrisiken mit Ihren Kindern und warnen Sie sie davor, Pflanzenteile zu probieren, die sie nicht kennen.


Welche Eigenschaften haben giftige Pflanzen?

  • Viele giftige Pflanzen schmecken nicht besonders gut, Kinder spucken sie also schnell wieder aus. Allerdings wurde dieses Merkmal bei den modernen Zuchtformen oft abgeschwächt.
  • Welche Pflanzenteile gesundheitsschädlich wirken, ist von Art zu Art verschieden. Jede Pflanze hat unterschiedliche Inhaltsstoffe, Gefährdungsgrade und Wirkungen. Die Symptome reichen von Hautreizungen über Magenverstimmungen mit Übelkeit oder leichtem Erbrechen bis – glücklicherweise selten – hin zu Kreislaufkollaps und Atemlähmung.


Welche Pflanzen sind besonders giftig?

Eine kleine Auswahl:

  • Die Beeren der Eibe sowie die Samen in den Blüten des Goldregens sind besonders gefährlich. Mit ihren leuchtenden Farben sind sie jedoch für Kinder sehr anziehend. Bereits nach wenigen Minuten kann es zu Vergiftungserscheinungen kommen.
  • Auch die Samen des Stechapfels und die roten Beeren der Stechpalme sind giftig. Bereits kleinste Mengen genügen, um Beschwerden hervorzurufen.
  • Etwas länger dauert es beim Pfarrerkapperl (Pfaffenhütchen), bis sich Vergiftungserscheinungen bemerkbar machen: 10 bis 15 Stunden. Diese Zeitverzögerung macht es oft schwer, den Verursacher zu erahnen.
  • Bei manchen Pflanzen, wie dem Oleander oder dem Eisenhut, genügt bereits eine Berührung um Probleme zu verursachen. Neben dem Oleander gibt es noch weitere beliebte Zierpflanzen, die für Kinder ungeeignet sind, den Schneeball zum Beispiel.


Pflanzenvergiftung - was tun?

Bleiben Sie ruhig und rufen Sie den Vergiftungsnotruf an:
01/406 43 43.

Geben Sie, sofern möglich, folgende Auskunft:

  • Welche Pflanze hat Ihr Kind verschluckt?
  • Welche Teile der Pflanze wurden gegessen?
  • Wurde nur gekaut und ausgespuckt oder verschluckt?
  • Wie viel wurde verschluckt?

Vergessen Sie nicht, einen Zweig/Stängel mit den Pflanzenteilen (Blätter, Früchte, Blüten) aufzubewahren und mit ans Telefon und ggf. mit in die Klinik zu nehmen – das erleichtert die Pflanzenbestimmung.