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Bei kalten Temperaturen warme Füße zu haben, trägt erheblich zum Wohlbefinden bei. Wenn Sie es leid sind, ständig mehrere Schichten dicker Socken übereinander zu tragen, könnten Sie sich überlegen, in eine Fußbodenheizung zu investieren. Wir haben die Vor- und Nachteile für Sie zusammengefasst.

Warum Sie sich eine Fußbodenheizung gönnen sollten

  • In Sachen Einrichtung haben Sie mehr Freiheiten, weil es nirgendwo störende Heizkörper gibt.
  • Schimmel oder Milben haben es durch die gleichmäßige Verteilung der Wärme erheblich schwerer.
  • Fußbodenheizungen wirbeln keinen Staub auf – das ist besonders für Allergiker und Asthmatiker von Vorteil.
  • Da Sie stets warme Füße haben, können Sie die Raumtemperatur um durchschnittlich 2-5 Grad senken. Das schont Ihren Geldbeutel.


Was Sie bedenken sollten

  • Mit einer Fußbodenheizung können Sie die Raumtemperatur nur sehr langsam ändern. Deshalb sollte die Heizung im Winter nie ganz ausgeschalten werden. Dafür speichert eine Fußbodenheizung aber die Wärme im Raum viel länger, auch wenn die Heizung schon ausgeschaltet ist.
  • Wird die Heizung erst nachträglich eingebaut, müssen Sie beachten, dass sich die Raumhöhe ändert. Das betrifft Sie vor allem dann, wenn Sie hohe Kästen in diesem Raum stehen haben. Besonders auffällig ist dies auch, wenn nicht alle Räume mit einer Fußbodenheizung ausgestattet sind. Oft entstehen dann unansehnliche Absätze.
  • Nicht nur der Einbau ist teuer: Ist die Heizung kaputt, kommen größere Aufwendungen auf Sie zu, als bei üblichen Heizkörpern. Im schlimmsten Fall muss sogar der ganze Boden aufgestemmt werden. Auch die Schäden aufgrund von ausfließendem Leitungswasser können enorm sein.
  • Auch wenn es mittlerweile schon eine größere Auswahl an Bodenbelägen für Fußbodenheizungen gibt, kann trotzdem nicht jeder Belag verwendet werden.
  • Fußbodenheizungen sind für Menschen mit Durchblutungsstörungen in den Beinen nicht geeignet.


Wie Sie die richtige Fußbodenheizung auswählen

Heute sind vor allem zwei Heizsysteme verbreitet: warmwasserbetriebene Fußbodenheizungen und Elektrofußbodenheizungen. In beiden Fällen werden Heizschlangen auf dem Estrich und unter dem Bodenbelag verlegt.

  • Bei der Warmwasser-Fußbodenheizung läuft warmes Wasser durch kleine Rohre aus Kunststoff oder Metall. Sie hat den Vorteil, dass sie an bestehende Heizsysteme angeschlossen werden kann. Außerdem ist sie wesentlich flexibler, was die Art des Heizens betrifft: Öl, Gas, Pellets, Solar, Wärmepumpe – alles ist möglich.
  • Elektrische Fußbodenheizungen sind besonders einfach zu installieren. Sie werden häufig in Form von vorgefertigten Matten geliefert und können deshalb so wie ein Teppichboden verlegt werden. Bei der elektrischen Variante erhitzt sich der Boden wesentlich schneller, treibt dadurch aber auch den Stromverbrauch enorm in die Höhe. In der Regel liegt die Leistung bei 100 bis 160 Watt pro Quadratmeter. Dafür kann es aber auch keine Wasserlecks geben, da Widerstandskabel oder Folien mit eingearbeiteten Heizleitern die Wärme spenden.

Trocken- oder Nasssystem?

Warmwasser-Fußbodenheizungen können auf verschiedene Arten verlegt werden.

  • Das Trockensystem eignet sich besonders für den Einbau bei Renovierungen oder der Sanierung. Die Heizungsrohre werden in vorgefertigte Bodenelemente eingelegt, ein Vergießen ist nicht erforderlich. Dieses System ist in der Regel aber teurer als das Nasssystem. Der Vorteil ist, dass die Fußbodenheizung in diesem Fall thermisch besser vom Rohboden abgeschottet ist und die Wärme direkt an den Raum abgegeben wird. Außerdem hat diese Variante auch eine geringere Aufbauhöhe und ist deshalb gut zum Nachrüsten in bestehenden Gebäuden geeignet.
  • Beim Nasssystem werden flexible Kunststoffrohre nach Ihren Wünschen verlegt. Danach werden sie mit Estrich übergossen. Ein späterer Umbau ist also nicht möglich.


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