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Bauernregeln - Aberglaube oder Wissenschaft?



Juli 2016
Bauern waren schon immer besonders abhängig vom Wetter und haben es deshalb genau beobachtet. Dabei fielen ihnen gewisse Regelmäßigkeiten auf, etwa in den Wetterabläufen oder in der Entwicklung von Obst und Getreide. Aber wie zuverlässig sind diese Informationen heute noch?

Bauernregeln spiegeln meteorologische Wahrscheinlichkeiten wider und transportieren Erfahrungswissen, das teilweise auch heute noch gilt.

Herbert Lohner vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland

Herleitungen beruhen auf Naturkreislauf

So bedeutet die Bauernregel „Mairegen bringt Segen“, dass ein gutes Pflanzenwachstum im Frühjahr nur durch viel Niederschlag im Mai zustande kommt. „Pankraz, Servaz, Bonifaz machen erst dem Sommer Platz" und "Die kalte Sophie macht alles hie" besagen, dass es bis zu den entsprechenden Lostagen der Eisheiligen von 11. - 15. Mai in den Nächten immer noch sehr kalt werden kann und empfindliche Pflanzen durch den Nachtfrost Schaden nehmen können.

Aus meteorologischer Sicht sind diese Aussagen gar nicht so unwahrscheinlich, lassen sie sich doch mit jahreszeitlich typischen Großwetterlagen begründen. So können auch Phänomene wie Schafskälte, Weihnachtstauwetter oder eine beständige Witterungsperiode nach dem Siebenschläfertag erklärt werden.

Wettersatelliten und hochkomplexe Berechnungsmodelle nehmen heutzutage den Bauernregeln den Stellenwert. Zudem haben sich durch die Einführung des Gregorianischen Kalenders Gedenktage verschoben und damit der Fixpunkt für viele Bauernregeln. Außerdem zeigt auch der Klimawandel Auswirkungen, so setzte heuer die (Obst-)Blüte um bis zu 3 Wochen früher ein.

Trotzdem geben kurzfristige Naturbeobachtungen wie "Entfernen sich die Bienen nicht weit von der Beute, erwarten Schlechtwetter Land und Leute", "Abendrot - Schönwetterbot" und "Morgenrot, Schlechtwetter droht“ einen guten Richtwert. Und außerdem ist es doch viel schöner, einen Blick in den Himmel statt auf das Handy zu werfen, um zu wissen, wie morgen das Wetter wird. ;)

Kennen Sie diese Bauernregeln?

  • Am Neujahrstage Sonnenschein lässt das Jahr uns fruchtbar sein.
  • Bauen im April die Schwalben, gibt's viel Futter, Korn und Kalben.
  • Ein nasser Mai schafft Milch herbei.
  • Fällt das Laub zu bald, wird der Herbst nicht kalt.
  • Juni kalt und nass, lässt leer Scheune und Fass.
  • Mairegen bringt Segen.


Unser Tipp:

Achten Sie darauf, dass in Ihrer Haushaltsversicherung Schäden aus Sturm und Hagel (auch an Pflanzen und Kulturen) eingeschlossen sind! Wenn man in einem Gebiet mit hoher Hagelwahrscheinlichkeit wohnt, bei der Haushaltsversicherung unbedingt die Verglasung von Wintergärten etc. einschließen.



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