Zurich Versicherung Österreich
Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen rund um das österreichische Pensionssystem kommt dem Thema „Berufsunfähigkeit“ eine besondere Bedeutung zu. Wird eine Einzelperson oder die Hauptverdienerin bzw. der Hauptverdiener einer Familie erwerbsunfähig, werden ihre oder seine Einkünfte in der Regel in Mitleidenschaft gezogen – in vielen Fällen bedeutet das eine Verschlechterung des Lebensstandards.

Die Zurich Insurance Group (Zurich) hat in Zusammenarbeit mit der Smith School of Enterprise and Environment an der Universität Oxford (SSEE) eine internationale Studie veröffentlicht, die neues Licht auf die Lücken in der Einkommensabsicherung (income protection gaps) wirft.


Die Zahlen, die im Rahmen der internationalen Studie analysiert wurden, zeigen die Bedeutung auf, die sich aus der Thematik ergibt: Weltweit haben schätzungsweise 386 Millionen Menschen im erwerbsfähigen Alter eine Behinderung. In Europa ist jeder Vierte, der älter als 16 ist, gesundheitlich eingeschränkt. Die Zahlen für Österreich zeigen, dass auch hierzulande die Situation ernst ist: Mehr als 2,6 Millionen Österreicherinnen und Österreicher leiden an einer dauerhaften Krankheit oder einem chronischen Gesundheitsproblem¹ . 27,1 Prozent der österreichischen Bevölkerung im Alter von 16 Jahren und mehr sind in ihrem Alltag gesundheitlich eingeschränkt; 9,5 Prozent sind sogar stark eingeschränkt (durchschnittlicher Vergleichswert für die EU-Länder: 8,6 Prozent)² . In vielen Fällen bedeutet das, dass ein Beruf nicht mehr als Vollzeitbeschäftigung ausgeübt werden kann oder die Produktivität sinkt.


Österreich im Vergleich zur Schweiz schlechter

Ein Blick über die Grenzen zeigt, dass die Ziffern in Deutschland mit Österreich durchaus vergleichbar sind, während die Situation im Nachbarland Schweiz deutlich besser ist: 18,9 Prozent der schweizerischen Bevölkerung über 16 Jahre haben gesundheitliche Einschränkungen (Deutschland: 34,0) und gar nur 5,7 Prozent leiden unter einer starken Beeinträchtigung (Deutschland: 10,9). Auch die Wahrscheinlichkeit, im Alter zwischen 15 und 60 Jahren zu versterben, ist in der Schweiz geringer: Während sie in Österreich bei 7,0 Prozent liegt (Deutschland: 7,3 Prozent), ist der Vergleichswert beim eidgenössischen Nachbarn bei nur 5,7 Prozent.

Die Lücke in der Einkommensabsicherung wächst

Eine alternde Bevölkerung verstärkt diese Lücke. Eine ältere Gesellschaft bedeutet ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, was wiederum mit einer Zunahme der Erwerbsunfähigkeit einhergeht. Leistungsansprüche aufgrund psychischer Erkrankungen steigen ebenfalls und sind bei jungen Menschen bereits die Hauptursache für Invalidität.

Staatliches System unter Druck

Der Verlust des Erwerbseinkommens durch Tod oder Invalidität kann zu großer finanzieller Not führen. Er zwingt Familien häufig dazu, auf ihre Ersparnisse zuzugreifen. Das schiebt die Probleme auf und erhöht gleichzeitig die Wahrscheinlichkeit, im hohen Alter ohne ausreichende finanzielle Mittel da zu stehen. Einer kürzlich von der Zurich Insurance Group (Zurich) durchgeführten Umfrage zufolge erwarten Betroffene in diesen Fällen staatliche Unterstützung. In vielen Ländern sind Regierungen jedoch um eine Straffung des Sozialhaushalts bemüht und haben den Zugang zu Sozialleistungen für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit mittlerem Einkommen erschwert. Die Folge: Viele Familien und Einzelpersonen sind heute unzureichend gegen Lücken in der Einkommensabsicherung geschützt. Kürzungen bei staatlichen Sozialleistungen bedeuten, dass der bzw. die Einzelne in Zukunft mehr Verantwortung übernehmen muss, um sich selbst und seine/ihre Angehörigen abzusichern.

Weiterführende Informationen



¹Quelle: Österreichische Gesundheitsbefragung 2014 (Statistik Austria / Bundesministerium für Gesundheit)
²Quelle: Academic Network of European Disability Experts (ANED), European Statistics of Income and Living Conditions (EU SILC)



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Stefan Kröpfl

Head of Strategy im Bereich Global Life bei der Zurich Insurance Group
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Pressegespräch

Daniela Sisa, Leiterin Unternehmenskommunikation bei Zurich Österreich, und Stefan Kröpfl beim Pressegespräch zum Thema 'Absicherung bei Berufsunfähigkeit'
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