So wird Ihr Kind zum Bücherwurm

April 2020
Hanni und Nanni, Dolly, Knickerbocker-Bande, 5 Freunde, Die kleine Raupe Nimmersatt, Oh, wie schön ist Panama, Struwwelpeter, Die unendliche Geschichte, Harry Potter, Momo …

Am 2. April feiern wir den Internationalen Kinderbuchtag

Kommt Ihnen der eine oder andere Titel, von den oben gelisteten Büchern, auch aus Ihrer Kindheit bekannt vor?

Oder vielleicht beschäftigen sich Ihre Kinder gerade mit einem der genannten Bücher? Hervorragend! Am 2. April ist der Internationale Kinderbuchtag, er soll das Interesse an Kinder- und Jugendliteratur wecken und vor allem die Freude am Lesen fördern. Dies ist heutzutage wichtiger denn je, denn die Konkurrenz von Smartphone und Tablet ist groß, da wirken Bücher doch leider recht schnell langweilig.

Dennoch ist gerade Lesen eine wichtige Schlüsselkompetenz, um an der digitalen Gesellschaft teilzuhaben. Nur wird digital eher schneller und vor allem oberflächlicher gelesen und dadurch werden weniger Fakten verarbeitet und abgespeichert. Wer auf Papier liest, kann Informationen nicht nur besser verarbeiten, sondern auch besser in die Erzählung „eintauchen“ und Teil der Geschichte werden. Dies wirkt sich besonders positiv auf die kognitive Entwicklung aus.

Wo sonst hätten wir die Möglichkeit, in die (gedankliche) Rolle eines Bösewichtes zu schlüpfen und die Welt aus einem ganz anderen Blickwinkel zu betrachten, wenn nicht in einem Bestseller-Krimi? Wir können die Welt mit den Augen anderer Menschen sehen, ohne Sanktionen fürchten zu müssen. Wenn wir es schaffen, ganz tief in die Geschichte „reinzukippen“, dann profitieren wir von weiteren Vorteilen. Zum Beispiel, dass wir eigene Antworten suchen (wie könnte die Geschichte weitergehen?), dass wir uns mit uns selbst auseinandersetzen und uns in Konzentration und Reflexion üben.

Kinder profitieren nachhaltig

Damit Kinder später vom Lesefieber gepackt werden, ist es wichtig, ihnen bereits als Kleinkind vorzulesen. Mindestens 30 Minuten pro Tag sollten es im Idealfall sein. Regelmäßiges Vorlesen fördert auch einen umfangreichen Wortschatz und hilft beim Spracherwerb. Beim Lesen entstehen Bilder im Kopf, diese regen die Gefühle der Kinder besser an als digitale Medien oder Fernseher. So haben „belesene“ Kinder mehr Fantasie und kennen Gefühle besser, weil sie mit ihren Buchhelden mitfiebern. Sie sind in der Regel sozialer, haben gute Freunde und tun sich in der Schule leichter. Die Aufgabe der Vorlesenden ist es, die Lesestunde spannend zu gestalten. Verwenden Sie unterschiedliche Stimmlagen für verschiedene Charaktere. Unterstreichen Sie Gelesenes wo immer möglich mit entsprechenden Gesten, lustigem Gesichtsausdruck oder passenden Geräuschen. Ihre Kinder werden es lieben!

Vorsingen oder gemeinsam Bilderbücher anschauen zählt übrigens auch bereits zum Lesen und hat dieselben positiven Auswirkungen wie Vorlesen oder Selberlesen. Für ausreichend Abwechslung beim (Vor-)Lesen sorgt ein Besuch in der lokalen Bücherei. Für Kinder ist die Mitgliedschaft meist kostenlos, sie können sich immer wieder neue und spannende Bücher ausleihen, ohne dass zu Hause das Bücherregal überquillt.

Also, machen Sie Ihren Kindern das Lesen schmackhaft. Besonders Väter sollten sich angesprochen fühlen, denn knapp 60 Prozent aller Väter lesen ihren Kindern selten oder nie vor. Wie wäre es mit einem neuen Zubettgeh-Ritual? Je nach Alter des Kindes wird gemeinsam im Bett gekuschelt und die aktuelle Lieblingsgeschichte (vor-)gelesen. Übrigens: Das Fachmagazin „Journal of Developmental and Behavioral Pediatrics“, legt nahe, dass vorlesende Eltern entspanntere Eltern sind.

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