Ideen für die Osterzeit gesucht? Gefunden!

März 2019
Ostern ist in Österreich mit vielen Bräuchen und Ritualen verbunden. Viele der christlichen Traditionen haben ihre Wurzeln im heidnischen Frühlingsfest, mit dem das Erwachen der Natur gefeiert wurde.

Die Bräuche beginnen schon einige Zeit vor dem Ostersonntag: Viele stellen daheim eine Vase mit Palmkätzchen oder den intensiv gelb blühenden Forsythien auf und schmücken den Osterbaum mit ausgeblasenen verzierten Eiern.

Bei der Palmweihe am Palmsonntag wird mit einem Palmbuschen dem Einzug Jesu in Jerusalem gedacht. Die geweihten „Palmbesen” werden anschließend in den Wohnungen hinter das Kreuz gesteckt, um das Haus vor Unglück zu schützen.

Am Gründonnerstag steht traditionell Cremespinat mit Erdäpfeln und Spiegelei auf dem Speiseplan. Das „Grün“ in Gründonnerstag geht allerdings auf den althochdeutschen Begriff für „klagen, weinen“ zurück und ist keine Aufforderung, an diesem Tag grünes Gemüse zu essen.

Wir ratschen, wir ratschen den englischen Gruß …

Vermissen Sie gegen Ende der Karwoche das Läuten der Kirchenglocken? Das liegt daran, dass die Glocken (der Überlieferung nach) nach Rom geflogen sind. Stattdessen ziehen Kinder mit Ratschen durch die Straßen und sagen Sprüche auf. Seit 2015 ist das Ratschen übrigens von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe in Österreich anerkannt.

Die Speisensegnungen sind vor allem in den südlichen Bundesländern Brauch. Traditionell kommen in den Osterkorb für die Fleischweihe Schinken, Eier, Kren, Brot und Salz. Die Osterspeisen werden am Karsamstag in den Kirchen geweiht, ehe sie zu Ostern verzehrt werden.

Winteraustreiben

Eine sehr lange Tradition genießen auch die Osterfeuer. Sie dienten zum endgültigen Austreiben des Winters, zum Begrüßen des Frühlings und der Sonne. Vor allem im Alpenraum sind diese weit verbreitet und werden in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag auf Hängen und Anhöhen entzündet. Wenn Sie ein Osterfeuer planen, informieren Sie sich zeitgerecht bei Ihrer Gemeinde über geltende Auflagen, denn die Regelungen wurden deutlich verschärft.

Ostern ohne Eier? – Undenkbar!

Hühnereier werden gekocht, gefärbt, verziert, versteckt, gesucht und schließlich verzehrt. Das Ei gilt seit Jahrtausenden als Sinnbild neuen Lebens und als Symbol der Fruchtbarkeit. Mit dem Färben begann man im Mittelalter. Ursprünglich wurden Eier ausschließlich rot gefärbt – als Anlehnung an das vergossene Blut Jesu Christi.

Rund um das Ei gibt es viele Bräuche. Viele Eier werden sehr kunstvoll verziert. In Stinatz im südlichen Burgenland etwa werden mit scharfen Messern filigrane Muster in bunt gefärbte Eier geritzt.

Früher liefern die Hühner frei herum und legten ihre Eier irgendwo ab. Die Menschen mussten sie suchen, um sie nutzen zu können. Daraus dürfte sich der Brauch des Ostereiersuchens entwickelt haben, den Kinder so lieben.

Hat man die Eier gefunden, dann geht es ans Eierpecken. Dabei versucht man, mit der Spitze seines hart gekochten Ostereies jenes des Gegners zu beschädigen. Wessen Ei ganz bleibt, der gewinnt das „angepeckte“ dazu.

Ostern ohne Osterhase? – Unvorstellbar!

Warum bringt ausgerechnet ein Hase die Ostereier? – Dazu gibt es viele verschiedene Theorien. Der Hase steht jedenfalls für Fruchtbarkeit, denn Hasen bekommen schon relativ zeitig im Frühjahr Junge. Und Hasen schlafen mit offenen Augen – was gerne als Symbol für die Auferstehung gedeutet wird.

Und was hat es mit dem Osterlamm auf sich?

Schafe sind allgemein das Symbol des Lebens. Jesus Christus wurde von Johannes dem Täufer und den Aposteln Petrus und Paulus als Lamm bezeichnet. Das Osterlamm steht als Symbol für das Sterben Jesu, ist aber im westlichen Osterbrauchtum etwas in den Hintergrund gerückt.

Was braucht man für eine zünftige Osterjause?

Das hängt natürlich von der Region ab – aber Eier müssen auf jeden Fall dabei sein. Beliebt ist Osterschinken im Brotteig. In manchen Teilen Österreichs gehört auch ein Stück gekochte Zunge zur Osterjause.

Für die Naschkatzen gibt es zu Ostern Pinzen, Striezel und Kränze aus Germteig oder ein Lamm aus Biskuitteig oder Rührteig. In Kärnten kommt beispielsweise ein Reindling auf den Tisch – ein mit Zucker, Zimt, Rosinen und Nüssen gefüllter süßer Germteig.

Vom Eise befreit …

Auch der Osterspaziergang hat Tradition. Am Ostermontag machte man früher oft Flurbegehungen, also Wanderungen mit der Familie, Freunden oder alleine. Heute plant man für diesen Tag meistens Verwandtschaftsbesuche oder sonstige Ausflüge. Was Sie auch immer für das Osterwochenende vorhaben – genießen Sie den Frühling und die Feiertage!

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