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Zecken

Was ist dran an den Mythen?

Zecken-Mythen

Die Fakten zum Zeck in aller Kürze: Er ist in Österreich auch als „gemeiner Holzbock“ bekannt und kann Krankheiten wie z.B. FSME und Borreliose übertragen. Für seine Weiterentwicklung benötigt er Blut. Meist stürzt er sich dafür auf Mäuse oder Igel, nur selten auf Menschen. Vollgesogen kann er dann auf das Sechsfache seiner Größe anwachsen.


Allerdings existieren auch einige Mythen zum Thema Zecken, die dem Menschen im Ernstfall sogar gefährlich werden können:


Mythos #1: Zecken fallen von Bäumen

Im Gegenteil, sie sind eher in Bodennähe, maximal auf einer Höhe von 1,5 Metern, zu finden. Sie halten sich hauptsächlich im Gestrüpp, in hohen Gräsern, an Wald- und Wegrändern sowie im Unterholz von Parkanlagen auf. Spaziergänger streifen die Zecken dann im Vorbeigehen von den Pflanzen ab.



Mythos #2: FSME nur im Frühsommer gefährlich

Die Frühsommer-Meningoenzephalitis-Viren treten tatsächlich vermehrt im Frühsommer auf, Sie können sich jedoch während der ganzen Zeckensaison (von April bis September) damit infizieren. Die Viren befinden sich in den Speicheldrüsen der Zecken. Sollten Sie nicht durch eine Impfung geschützt sein, so stecken Sie sich mit dem Erreger sofort beim Stich an. Bis zu 40% der Infizierten erkranken auch tatsächlich an FSME.

Tipp für's nächste Jahr: Von 1. Jänner bis 31. Juli finden meist große Impfaktionen statt, zu denen Sie verbilligten Impfstoff in jeder Apotheke kaufen können.



Mythos #3: Bin geimpft, mir passiert nichts

Die Impfung schützt Sie, solange sie alle 5 Jahre aufgefrischt wird, vor FSME. Allerdings können Zecken auch Borreliose übertragen. Die Bakterien befinden sich im Darm der Tiere und gelangen erst einige Zeit nach dem Zeckenstich in die Wunde. Das erste Anzeichen für die Erkrankung ist eine bis Rötung der Haut mit einem Durchmesser von bis zu 10 Zentimetern, die in der Mitte verblasst und einen roten Rand bildet. Sorgen Sie vor, indem Sie den Zeck sobald als möglich entfernen.



Mythos #4: Im Uhrzeigersinn rausdrehen

Manche drehen den Zeck im Uhrzeigersinn raus, andere ersticken ihn mit Klebstoff oder ölen ihn ein. Das kann gefährlich werden, denn in seinem Todeskampf erbricht der Zeck seinen Darminhalt in die Wunde. Da jeder zweite Zeck Borreliose-Bakterien in sich trägt, kann es hierbei zu einer Ansteckung kommen. Packen Sie die Zecke sanft am Halsbereich (nicht quetschen!) und ziehen Sie sanft an dem Tier. Verharren Sie einige Sekunden lang in der Stellung, dann sollte der gemeine Holzbock von selbst loslassen.



Mythos #5: Bei Borreliose nützt mir die Unfallversicherung nichts

Im Deckungsumfang der privaten Unfallversicherung sind Folgen von Zeckenbiss und Borreliose bis EUR 100.000 enthalten.



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