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Schlagen Sie dem Winterblues ein Schnippchen
Gehören Sie zu den Menschen, die das ganze Jahr nur auf die kalte Jahreszeit warten? Oder zu jenen, bei denen mit dem trüben Wetter auch ihr Leben grau wird?
Schlechtes Wetter ist zwar bekannt dafür, dass es die Stimmung senken kann, jedoch gibt es immer wieder Fälle, bei denen die schlechte Laune in eine Melancholie abrutscht. Der Grund für diese saisonal abhängige Depression (SAD) ist in erster Linie ein Mangel an Licht. Dieser kann Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit, Unausgeglichenheit aber auch Müdigkeit und Heißhunger verursachen.
Wie Sie dem Wintertief entkommen können
Raus aus den vier Wänden
Am besten gelingt Ihnen der Absprung indem Sie im wahrsten Sinne des Wortes die Flucht ergreifen. Wenn Sie das nötige Kleingeld haben, setzen Sie sich in ein Flugzeug und verbringen Sie die Wintermonate im Süden.
Ein bisschen zu radikal? Dann versuchen Sie auf anderem Wege, soviel Licht zu tanken wie möglich. Das ist deshalb wichtig, da der Körper unter dem Einfluss von Licht verstärkt Endorphine ("Glückshormone") produziert und den stimmungsaufhellenden Botenstoff Serotonin ausschüttet.
Da das natürliche Tageslicht selbst an grauen Tagen drei- bis viermal stärker als die Beleuchtung in Räumen ist, sollten Sie sich tagsüber regelmäßig im Freien aufhalten - bestenfalls betreiben Sie dabei Sport. Besonders zu empfehlen sind Ausdauersportarten wie Walking, Wandern, Laufen und Radfahren. Mehr Spaß macht's bestimmt mit Freunden. Wie wär's mal wieder mit einer Schneeballschlacht? Dabei ist gute Laune garantiert! Und es bewahrt Sie davor, dass Sie sich zu sehr von Ihren Mitmenschen abkapseln.
Lichttherapie
Falls Sie sich mit dem spärlichen Sonnenlicht im Winter nicht zufrieden geben wollen, können Sie auch auf künstliche Lichtquellen zurückgreifen um Ihr Wohlbefinden zu steigern.
Für die Lichttherapie werden spezielle Lampen eingesetzt, die mit hellem, weißem Licht das Tageslicht simulieren und im Gegensatz zu Solarien keinen schädlichen UV-Anteil besitzen. Sie können also auch direkt in die Lichtquelle blicken. Das ist wichtig, weil der antidepressive Effekt der Lichttherapie über das Auge vermittelt wird. Um das Tageslicht etwas zu verlängern, benutzen Sie die Lampe am besten täglich vor Sonnenaufgang und nach Sonnenuntergang - etwa eine Stunde lang. Je mehr Lux (internat. Einheit für Beleuchtungsstärke) das Gerät hat, umso weniger Zeit müssen Sie dafür aufwenden. Die Spannbreite der Geräte reicht übrigens von etwa 2.500-10.000 Lux.
Du bist, was du isst
Das Grau in Grau der Straßen sollte sich nicht auf Ihrem Teller widerspiegeln. Ihre Nahrung sollte abwechslungsreich und bunt sein. Achten Sie auf viel Magnesium, das Sie z.B. in Bananen, Linsen, Nüssen und Trockenfrüchten finden. Aber auch auf kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Reis, Nudeln und Kartoffeln, da diese viel Serotonin enthalten. Fisch, viel Gemüse, Joghurt und Käse sollten auf dem Speiseplan ebenso nicht fehlen.
Für Naschkatzen: Auch vor allem Bitterschokolade ist zu empfehlen. Generell enthalten Süßigkeiten stimmungsfördernde Stoffe. Sie sollten aber natürlich nur in Maßen genossen werden.
Ein Geheimtipp ist Johanniskraut. Davon gibt es verschiedene Fertigpräparate: Kapseln mit getrocknetem Extrakt, Tropfen oder sogar Tee. Aber Achtung: Es kann zu Wechselwirkungen kommen und hellhäutige Menschen können auf Sonne empfindlicher reagieren.
Treiben Sie's bunt
Dekorieren Sie Ihre Wohnung mit warmen Farben, wie Rot, Orange und Gelb. Sie vermitteln ein Gefühl von Wärme und Fröhlichkeit. Auch Blumen können den Sommer wieder zurück in die eigenen vier Wände holen.
Wenn alle Stricke reißen - Medikamentöse Behandlung
Wenn alle genannten Tipps keinen gewünschten Erfolg zeigen, können Sie auch eine medikamentöse Therapie mit einem Antidepressivum versuchen. Wenden Sie sich diesbezüglich an Ihren Arzt.
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