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Tiere im Winterschlaf
So unterstützen Sie Tiere beim Überwintern
Selbst wenn Väterchen Frost seinen weißen Mantel über der Stadt ausgebreitet hat und der Boden gefroren ist, sind Tiere in unserem Garten stark vertreten. Meistens, ohne dass wir etwas davon merken. Heimlich, still und leise suchen sich die Tiere ein warmes, vor Feinden geschütztes Plätzchen und bestücken es mit reichlich Proviant, um dort den Winter zu verbringen.
Wie Sie die Tiere beim Winterschlaf unterstützen können? In erster Linie, indem Sie Feinde, Stress und laute Geräusche fernhalten. Seien Sie außerdem beim Aufräumen des Gartens nicht zu genau. Welkes Laub, aufgeschichtete Äste und Zweige bieten vielen Tieren ein geeignetes Quartier.
Igel
Igel verkriechen sich im Winter gerne unter einem Blätterhaufen, in hohlen Bäumen oder Fels- bzw. Steinspalten. Sammeln Sie etwas Laub behutsam auf einem Haufen in einer windgeschützten Ecke. Sie können es auch auf Beeten oder unter Gehölzen verteilen. Igel, Kröten, Schmetterlinge und andere Kleinlebewesen werden Ihnen die Überwinterungsmöglichkeit oder die Brutplätze danken. Deshalb sollten Sie auch nur äußerst vorsichtig mähen und darauf achten, dass sich nicht ein Igel unter hohem Gras oder in einer Erdmulde versteckt.
Verwenden Sie kein Schneckenkorn oder andere Insekten- und Unkrautvernichter. Damit nehmen Sie den Igeln die Nahrungsgrundlage weg – im schlimmsten Fall kann er sogar daran zugrunde gehen.
Zum Igelparadies wird Ihr Garten, wenn Sie Gartenteiche, Lichtschächte, Regentonnen, nicht richtig verschlossene Mülltonnen oder Konservendosen etc. abgedeckt oder weggeräumt haben.
Nehmen Sie Igel nicht mit nach Hause, um sie dort überwintern zu lassen. Denn erstens sind Igel geschützte Tiere, die nicht aus der Natur entfernt werden dürfen (außer, sie sind verletzt oder noch nicht in der Lage, alleine zu leben) und zweitens lieben die stacheligen kleinen Genossen die Kälte. Auch zum Aufpäppeln sollten Sie sie also auf dem Balkon oder der Terrasse unterbringen.
Füttern können Sie den kleinen Kerl ruhig mit Katzen- und Hundedosenfutter, für Notrationen während des Winterschlafs ist auch Katzen-Trockenfutter erlaubt. Einmal Füttern pro Tag reicht übrigens völlig aus – Igel sind nachtaktiv, deshalb sollten Sie sie nur abends füttern. Stellen Sie jeden Tag eine Schale mit frischem Wasser bereit.
Müssen Sie einen Igel zuhause gesundpflegen, bringen Sie ihn am besten in einem Käfig/Laufstall mit einem Holzhäuschen, ähnlich der Unterkunft eines Hasen, unter. Statt Kleintierstreu verwenden Sie besser zerknülltes Zeitungspapier. Der beste Platz für den stacheligen Freund ist auf dem Balkon oder der Terrasse. Denn Igel brauchen kühle Temperaturen bis zu 6 Grad, um richtig Winterschlaf halten zu können. Schützen Sie die Unterkunft außerdem vor Sonnenlicht. Andernfalls kann es nämlich sein, dass der stachelige Kerl zu früh aus seinem Winterschlaf erwacht.
Übrigens: Sollten Sie ein Tier finden, das gerade Winterschlaf hält, wecken Sie es bitte nicht auf. Denn jede unnötige Bewegung verbraucht viel Energie und Kalorien, die gerade im Winter gebraucht werden, da es an Nahrung mangelt.
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Vögel
Vögel, die nicht in den Süden ziehen, lassen sich gerne vom Menschen verwöhnen. Bedenken Sie aber, dass Sie nur Vogelfutter streuen sollten, wenn Schnee liegt. Spatz und Amsel werden nämlich schnell unselbstständig, wenn ihnen das Futter stets serviert wird. Mit natürlichen Futterquellen (Beeren, Fallobst, anderen Früchten) helfen Sie den Vögeln wesentlich mehr als mit Futter.
Für den Fall, dass Sie füttern, sollten Sie im Frühling nicht abrupt aufhören – die Vögel müssen sich erst wieder daran gewöhnen, dass sie sich von nun an ihr Futter selbst besorgen müssen. Die besten Fütterungszeiten sind jeweils bevor die Sonne aufgeht und etwa zwei Stunden vor der Abenddämmerung. Die richtige Fütterungsstelle hat einen festen Stand, ist gut überschaubar, vor Regen und Feuchtigkeit gut geschützt und nicht in der Nähe von einem Gebüsch, in dem sich eine Katze verstecken könnte. Die Futterstelle sollte außerdem täglich gereinigt werden, um Krankheiten zu verhindern. Entfernen Sie auch Futterreste täglich - am besten verwenden Sie Futtersilos, da das Futter darin nicht verdirbt und sich keine Nahrungsreste sammeln können. Wasser sollten Sie nur leicht angewärmt in einem gut umwickelten, nicht allzu tiefen Napf bereitstellen.
Schneiden Sie Stauden erst im Frühjahr zurück, da in den hohen Stängeln, Blattachsen und Blütenresten viele Insekten überwintern, die wiederum als Nahrung für Rotkehlchen oder Kleinspechte dienen. Außerdem freuen sich Vögel über jede Beere, die sie im Winter finden.
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Fische
Im Gegensatz zu den Zugvögeln können die Wasserbewohner nicht so einfach Reißaus vor der Kälte nehmen. Ein Teil der heimischen Amphibienarten verlässt das Wasser nach der Laichzeit wieder und sucht ab dem Spätsommer sein Winterquartier an Land auf. Wasserfrosch und Co verbringen jedoch die Wintermonate im Bodenschlamm von Gewässern. Die geringe Sonneneinstrahlung macht den Wasserbewohnern jedoch schwer zu schaffen. Denn dadurch fehlt es an Licht, Wärme, Pflanzenwachstum, Sauerstoff und Nahrung. Außerdem verschlechtern die Reste abgestorbener Wasserpflanzen und –tiere die Wasserqualität. Bei einer Wassertemperatur unter 5° C wird die Nahrungsaufnahme dann gänzlich eingestellt.
Fische graben sich zur Überwinterung im Schlamm ein oder stehen an der tiefsten Stelle im Teich und reduzieren die Herzschlagfrequenz, um möglichst wenig Energie zu verbrauchen. Wenn Ihre Fische den Winter über im Teich verbringen sollen, sollte dieser mindestens 80 bis 100 cm tief sein. Andernfalls sollten Sie Nemo & Freunde lieber im Aquarium unterbringen. Verschaffen Sie den Fischen genügend Sauerstoffzufuhr, indem Sie beispielsweise ein Bündel Stroh vor dem Zufrieren des Teiches hineinstellen. Dieses sorgt für Belüftung und für ein Entweichen der Faulgase.
Wenn Sie Fische im Haus überwintern lassen müssen, sollte der Ort vor Frost geschützt und gut beleuchtet sein. Ist das nicht möglich, können Sie sich mit einer Lampe mit Zeitschaltuhr helfen, die die Tages- und Nachtzeit simuliert. Füttern Sie nur, wenn die Wassertemperatur über 10° C liegt und wechseln Sie das Wasser regelmäßig.
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